Immobilienabend
Barrierefrei leben und wohnen– aber wie?
Donnerstag, 06. November 2025, 11:38 Uhr
Das Thema des gestrigen Immobilienabends des Immobilienexpertenteam-Südharz (IET-Südharz) stellte das barrierefreie Wohnen in den Mittelpunkt. Einzelheite wie immer mit dem bekannten Klick...
Rechtsanwalt Marko Siebold stellte das Immobilienexpertenteam-Südharz (IET-Südharz) vor und führte die Gäste durch die Veranstaltung. (Foto: IET)
Zum 6. Immobilienabend des IET-Südharz kamen rd. 45 Gäste in die Räumlichkeiten der Volksbank in Thüringen, in Nordhausen – am Taschenberg 1-2. Nach einer herzlichen Begrüßung durch einen Vertreter des Hausherrn, das Mitglied des Vorstandes Peter Herbst, stellte der Co-Initiator des IET-Südharz und Rechtsanwalt Marko Siebold alle anwesenden Mitglieder des Immobilienexpertenteams und die Ziele desselben vor.
Zum Auftakt erläuterte Immobilienberater/-makler Michael Kroll die gegenwärtige Krux auf dem Wohnungsmarkt. Dabei stellte er klar, dass energetische Sanierungen zwar finanzielle Vorteile für den Eigentümer, Investor und Mieter versprechen. Doch um das eigentliche Problem unserer Gesellschafft zu bewältigen, nämlich geeigneten und bezahlbaren Wohnraum für das Leben im Alter herzustellen, wird uns dies nicht helfen.
Immobilienberater/-makler Michael Kroll beschreibt Möglichkeiten zum Wohnen im Alter. (Foto: IET)
Verschärft durch den nach wie fortschreitenden demografischen Wandel, mithin einer Überalterung unserer Gesellschaft, fehlt auch auf dem regionalen Wohnungsmarkt schlicht ausreichend barrierefreier Wohnraum, welcher für ein selbstbestimmtes Leben im Alter geeignet wäre. Kroll stellte in seinem Vortrag verschiedene Möglichkeiten des barrierefreien Wohnens vor und rückte dabei die entscheidenden Vorteile für ältere Menschen in den Mittelpunkt. Dabei erläuterte er auch die Grundlagen des Barrierefreien Bauens.
Dabei stellte er fest: Wir brauchen ein Umdenken bei der Planung von Wohnungen und zeigte dabei die Schwerpunkte auf: Erstens, barrierefreie Standards bei Neubauten müssen selbstverständlich werden und nicht nur eine Ausnahme bilden. Zweitens sollten Umbaumaßnahmen im Bestand finanziell stärker gefördert werden. Drittens müssen Kommunen und Bauträger gemeinsam langfristige Wohnkonzepte entwickeln, deren Ziel es ist, nicht nur Wohnungen zu realisieren, sondern dabei auch Lebensqualität bis ins hohe Alter zu schaffen.
Im anschließenden Vortrag erläuterte der Immobilienwertermittler und Experte für Barrierefreies Bauen Lutz Engelhardt den eigentlichen Paradigmenwechsel in Bezug auf die bauliche Barrierefreiheit, der sich in den letzten Jahren vollzogen hat. Noch vor 15 Jahren wurde Barrierefreies Bauen ausschließlich als das Bauen für Menschen mit Behinderungen verstanden – woher dieser Begriff ursprünglich auch stammt – aber gerade hier hat ein Verständnisgewinn dazu geführt, dass das Barrierefreie Bauen heute als besonderer Qualitätsstandard beim Wohnen erkannt wird.
Immobilienwertermittler/Immobilienbewerter Lutz Engelhardt veranschaulicht Lösungen von barrierefreien Wohnungen (Foto: IET)
Engelhardt stellte fest: Menschen wollen so lange wie möglich selbstbestimmt leben, und nur wenn es überhaupt nicht anders geht, in einer stationären Pflegeeinrichtung untergebracht werden. Salopp gesagt: Kein Schwein will ins Heim! Das barrierefreie Wohnen ist der Schlüssel zum selbstbestimmten Leben – bis ins hohe Alter. In diesem Zusammenhang stellte er verschiedene Beispiele aus seiner beruflichen Praxis vor, welche die Möglichkeiten von barrierefreiem Wohnraum umfassend aufzeigen.
Den Zuhörern empfahl er, Mietangebote kritisch zu hinterfragen, denn beispielsweise eine 5 cm hohe Schwelle an Türen oder zur Duschfläche ist ein K.o.-Kriterium für die bauliche Barrierefreiheit.
Der Abend endete mit verschiedenen Gesprächen zwischen Zuhörern und anwesenden Mitgliedern des IET-Südharz. Alle freuen sich bereits auf die kommenden Veranstaltungen im Frühjahr 2026. Dann stehen wieder Themen rund um die Übertragung von Immobilien im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe.
Autor: psg
Rechtsanwalt Marko Siebold stellte das Immobilienexpertenteam-Südharz (IET-Südharz) vor und führte die Gäste durch die Veranstaltung. (Foto: IET)
Zum 6. Immobilienabend des IET-Südharz kamen rd. 45 Gäste in die Räumlichkeiten der Volksbank in Thüringen, in Nordhausen – am Taschenberg 1-2. Nach einer herzlichen Begrüßung durch einen Vertreter des Hausherrn, das Mitglied des Vorstandes Peter Herbst, stellte der Co-Initiator des IET-Südharz und Rechtsanwalt Marko Siebold alle anwesenden Mitglieder des Immobilienexpertenteams und die Ziele desselben vor.
Zum Auftakt erläuterte Immobilienberater/-makler Michael Kroll die gegenwärtige Krux auf dem Wohnungsmarkt. Dabei stellte er klar, dass energetische Sanierungen zwar finanzielle Vorteile für den Eigentümer, Investor und Mieter versprechen. Doch um das eigentliche Problem unserer Gesellschafft zu bewältigen, nämlich geeigneten und bezahlbaren Wohnraum für das Leben im Alter herzustellen, wird uns dies nicht helfen.
Immobilienberater/-makler Michael Kroll beschreibt Möglichkeiten zum Wohnen im Alter. (Foto: IET)
Verschärft durch den nach wie fortschreitenden demografischen Wandel, mithin einer Überalterung unserer Gesellschaft, fehlt auch auf dem regionalen Wohnungsmarkt schlicht ausreichend barrierefreier Wohnraum, welcher für ein selbstbestimmtes Leben im Alter geeignet wäre. Kroll stellte in seinem Vortrag verschiedene Möglichkeiten des barrierefreien Wohnens vor und rückte dabei die entscheidenden Vorteile für ältere Menschen in den Mittelpunkt. Dabei erläuterte er auch die Grundlagen des Barrierefreien Bauens.
Dabei stellte er fest: Wir brauchen ein Umdenken bei der Planung von Wohnungen und zeigte dabei die Schwerpunkte auf: Erstens, barrierefreie Standards bei Neubauten müssen selbstverständlich werden und nicht nur eine Ausnahme bilden. Zweitens sollten Umbaumaßnahmen im Bestand finanziell stärker gefördert werden. Drittens müssen Kommunen und Bauträger gemeinsam langfristige Wohnkonzepte entwickeln, deren Ziel es ist, nicht nur Wohnungen zu realisieren, sondern dabei auch Lebensqualität bis ins hohe Alter zu schaffen.
Im anschließenden Vortrag erläuterte der Immobilienwertermittler und Experte für Barrierefreies Bauen Lutz Engelhardt den eigentlichen Paradigmenwechsel in Bezug auf die bauliche Barrierefreiheit, der sich in den letzten Jahren vollzogen hat. Noch vor 15 Jahren wurde Barrierefreies Bauen ausschließlich als das Bauen für Menschen mit Behinderungen verstanden – woher dieser Begriff ursprünglich auch stammt – aber gerade hier hat ein Verständnisgewinn dazu geführt, dass das Barrierefreie Bauen heute als besonderer Qualitätsstandard beim Wohnen erkannt wird.
Immobilienwertermittler/Immobilienbewerter Lutz Engelhardt veranschaulicht Lösungen von barrierefreien Wohnungen (Foto: IET)
Engelhardt stellte fest: Menschen wollen so lange wie möglich selbstbestimmt leben, und nur wenn es überhaupt nicht anders geht, in einer stationären Pflegeeinrichtung untergebracht werden. Salopp gesagt: Kein Schwein will ins Heim! Das barrierefreie Wohnen ist der Schlüssel zum selbstbestimmten Leben – bis ins hohe Alter. In diesem Zusammenhang stellte er verschiedene Beispiele aus seiner beruflichen Praxis vor, welche die Möglichkeiten von barrierefreiem Wohnraum umfassend aufzeigen.
Den Zuhörern empfahl er, Mietangebote kritisch zu hinterfragen, denn beispielsweise eine 5 cm hohe Schwelle an Türen oder zur Duschfläche ist ein K.o.-Kriterium für die bauliche Barrierefreiheit.
Der Abend endete mit verschiedenen Gesprächen zwischen Zuhörern und anwesenden Mitgliedern des IET-Südharz. Alle freuen sich bereits auf die kommenden Veranstaltungen im Frühjahr 2026. Dann stehen wieder Themen rund um die Übertragung von Immobilien im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe.
