Überfallopfer berichtet
Ein ganz "normaler" Abend in Nordhausen?
Mittwoch, 12. November 2025, 17:05 Uhr
Heute berichtete die nnz über ein "Vorkommnis" in Nordhausen, dass vor mehr als zehn Jahren noch unter Ungeheuerlichkeit durchgangenen wäre. Doch heute ist das "Vorkommnis" in die Alltagsspalte gerutscht. Ein Augenzeugenbericht eines Opfers in der nnz...
Das Zorgeufer in Nordhausen (Foto: nnz)
Am gestrigen späten Nachmittag begleitete ich meine sechsjährige Enkelin zum Sporttraining in die Atriumpassage. In der Zeit ihres Trainings erledigte ich einen kurzen Weg in der Bahnhofstraße - Richtung Rautenstraße.
18.00 Uhr wollte ich meine Enkelin vom Sport abholen. Auf dem Weg zurück bog ich an der Bahnhofsbrücke links in die Promenade an der Uferstraße ein, um kurz danach die Straße Richtung Atriumpassage Nebeneingang zu passieren. An der kleinen Steintreppe zur Straße runter kreisten mich plötzlich sechs bis sieben arabisch stämmige Migranten ein, von denen zwei Personen mich "antanzten" (gebräuchlicher Ausdruck).
Ich wies diese Personen mit Worten energisch von mir, was sie aber nicht sofort taten. Nachdem sie zurück traten, ging ich runter zur Straße, um meinen Weg fortzusetzen. Mitte auf der Straße griff ich intuitiv zur Brusttasche meiner Jacke und stellte fest, dass die Brieftasche fehlte.
Ich kehrte um und stellte die immer noch anwesenden und freudig erregten Haupttäter zur Rede. Worauf mich einer von beiden am Ärmel meiner Jacke zur dort befindlichen Hecke zog und auf meine im Gebüsch liegende Brieftasche zeigt. Das passierte etwas abseits der Gruppe. Der Mann ging zurück, ich kontrollierte mein Brieftasche und stellte fest, dass alle drei Bankkarten fehlten.
Darauf hin ging ich nochmals zur der Gruppe und stellte die Haupttäter zur Rede. Einer davon wurde handgreiflich, der Rest begann in alle Richtungen zu flüchten. Der äußerst aggressive Täter wollte es den anderen gleichtun und ihnen mit seinem Fahrrad folgen. Ich konnte ihm lediglich das Rad entreißen, das ich später der Polizei übergab."
Man kennt mich in Nordhausen und weiß, dass ich solchen Angriffen eher nicht ausgesetzt bin. Man kann sich denken, was passiert, wenn weniger wehrhafte Menschen oder gar Kinder diesen Kriminellen ausgesetzt sind. Diese in Großstädten längst etablierte Vorgehensweise hält nun auch in Nordhausen, unweit eines sehr belebten Ortes, Einzug.
Es ist eine Frage der Zeit, wann sich diese Personen mit Gewalt ihre Beute holen. Alle waren etwa 20 bis25 Jahre alt. Im Nachhinein wurde mir klar, in welcher Gefahr ich in dieser Situation war, denn Messer gehören, wie jeder weiß, zu deren Grundausrüstung. Das Ganze passierte 17.44 Uhr, die Polizei traf 17.53 Uhr ein. Sehr schnell, aber genug Zeit für die Täter zu verschwinden.
Die Beschwerden und die Angst der Bevölkerung vor dieser Stelle sind riesig. Ich habe diese Schilderung auch dem Fraktionsvorsitzenden der CDU, im Nordhäuser Stadtrat, Steffen Iffland übergeben und bitte dringlichst darum, hier Schlimmeres zu verhindern. Ein Entfernen der Bänke und Tische in diesem Bereich der Zorge wäre ein notwendiger und sinnvoller Schritt. Der unbescholtene Normalbürger hält sich eh nicht mehr an diesem Platz auf.
Sorgen Sie bitte dafür, dass demnächst dort nichts passiert, was andere Menschen ihre Gesundheit oder gar das Leben kosten könnte. Darauf möchte ich mit dieser Schilderung aufmerksam machen.
Roald Hesse
Anmerkung der Redaktion: Steffen Iffland wird die Situation entlang der Zorge heute Abend zum Thema in der Sitzung des Nordhäuser Stadtrates machen.
Autor: psg
Das Zorgeufer in Nordhausen (Foto: nnz)
Am gestrigen späten Nachmittag begleitete ich meine sechsjährige Enkelin zum Sporttraining in die Atriumpassage. In der Zeit ihres Trainings erledigte ich einen kurzen Weg in der Bahnhofstraße - Richtung Rautenstraße.
18.00 Uhr wollte ich meine Enkelin vom Sport abholen. Auf dem Weg zurück bog ich an der Bahnhofsbrücke links in die Promenade an der Uferstraße ein, um kurz danach die Straße Richtung Atriumpassage Nebeneingang zu passieren. An der kleinen Steintreppe zur Straße runter kreisten mich plötzlich sechs bis sieben arabisch stämmige Migranten ein, von denen zwei Personen mich "antanzten" (gebräuchlicher Ausdruck).
Ich wies diese Personen mit Worten energisch von mir, was sie aber nicht sofort taten. Nachdem sie zurück traten, ging ich runter zur Straße, um meinen Weg fortzusetzen. Mitte auf der Straße griff ich intuitiv zur Brusttasche meiner Jacke und stellte fest, dass die Brieftasche fehlte.
Ich kehrte um und stellte die immer noch anwesenden und freudig erregten Haupttäter zur Rede. Worauf mich einer von beiden am Ärmel meiner Jacke zur dort befindlichen Hecke zog und auf meine im Gebüsch liegende Brieftasche zeigt. Das passierte etwas abseits der Gruppe. Der Mann ging zurück, ich kontrollierte mein Brieftasche und stellte fest, dass alle drei Bankkarten fehlten.
Darauf hin ging ich nochmals zur der Gruppe und stellte die Haupttäter zur Rede. Einer davon wurde handgreiflich, der Rest begann in alle Richtungen zu flüchten. Der äußerst aggressive Täter wollte es den anderen gleichtun und ihnen mit seinem Fahrrad folgen. Ich konnte ihm lediglich das Rad entreißen, das ich später der Polizei übergab."
Man kennt mich in Nordhausen und weiß, dass ich solchen Angriffen eher nicht ausgesetzt bin. Man kann sich denken, was passiert, wenn weniger wehrhafte Menschen oder gar Kinder diesen Kriminellen ausgesetzt sind. Diese in Großstädten längst etablierte Vorgehensweise hält nun auch in Nordhausen, unweit eines sehr belebten Ortes, Einzug.
Es ist eine Frage der Zeit, wann sich diese Personen mit Gewalt ihre Beute holen. Alle waren etwa 20 bis25 Jahre alt. Im Nachhinein wurde mir klar, in welcher Gefahr ich in dieser Situation war, denn Messer gehören, wie jeder weiß, zu deren Grundausrüstung. Das Ganze passierte 17.44 Uhr, die Polizei traf 17.53 Uhr ein. Sehr schnell, aber genug Zeit für die Täter zu verschwinden.
Die Beschwerden und die Angst der Bevölkerung vor dieser Stelle sind riesig. Ich habe diese Schilderung auch dem Fraktionsvorsitzenden der CDU, im Nordhäuser Stadtrat, Steffen Iffland übergeben und bitte dringlichst darum, hier Schlimmeres zu verhindern. Ein Entfernen der Bänke und Tische in diesem Bereich der Zorge wäre ein notwendiger und sinnvoller Schritt. Der unbescholtene Normalbürger hält sich eh nicht mehr an diesem Platz auf.
Sorgen Sie bitte dafür, dass demnächst dort nichts passiert, was andere Menschen ihre Gesundheit oder gar das Leben kosten könnte. Darauf möchte ich mit dieser Schilderung aufmerksam machen.
Roald Hesse
Anmerkung der Redaktion: Steffen Iffland wird die Situation entlang der Zorge heute Abend zum Thema in der Sitzung des Nordhäuser Stadtrates machen.
