nnz-online
AfD kritisiert CDU

Wettern gegen Wasserstoff

Montag, 17. November 2025, 12:58 Uhr
Für die Nordhäuser AfD können Wasserstoff, Geothermie und Biogas nur auf dem Papier glänzen, das teilt der Landtagsabgeordnete Jörg Prophet mit und kritisiert die CDU...

„Wasserstoff als die Energie der Zukunft? Fantastisch – wenn man einfach vergisst, dass die Entwicklung der Infrastruktur noch Jahrzehnte in der Zukunft liegt, Speichertechnologien ineffizient und extrem teuer sind und man für die Erzeugung durch die Zukunftstechnologie Elektrolyse mehr Energie investieren muss, als am Ende dabei herauskommt“, kommentiert Jörg Prophet die Ausführungen der CDU zum Thema. Übrigens, Stand der Technik ist die Wasserstoffgewinnung durch Dampfreformierung aus Erdgas-einem von der CDU „totgesagten“ fossilen Rohstoff.

Auch Biogas klingt klimafreundlich, solange man genügend organische Abfälle hat und nicht aus Versehen Mais und Getreide dafür verbrennen muss, die dann als Lebensmittel oder Tierfutter nicht mehr zur Verfügung stehen. Tiefengeothermie (Nutzung der natürlichen Wärmeenergie aus dem Erdinneren in Tiefen ab mindestens 400 Metern) – eine Technologie, die noch in den Kinderschuhen steckt, extrem hohe Kosten durch technologisch anspruchsvolle Tiefbohrungen verursacht und in manchen Regionen sogar kleinere Erdbeben auslösen kann.

„Wer Innovation nur an Schlagworten misst, kann Deutschland gerne an die Spitze der Energiepolitik setzen – in der Realität läuft uns die internationale Konkurrenz allerdings davon“, ergänzt Jörg Prophet. Kurzum: Zukunftsenergie à la CDU heißt vor allem eins – Hoffnung, dass die Gesetze der Physik schon irgendwie und irgendwann mitspielen und die Bevölkerung angesichts immer weiter steigender Energiekosten und leeren Portemonnaies nicht rebelliert.

Die Kritikpunkte liegen auf der Hand: Infrastrukturprobleme, Kostenexplosionen,
langsame Umsetzung – die so hochgelobten Zukunftstechnologien drohen auf dem Papier zu glänzen, während die Realität mit ernsten Herausforderungen, der Abwanderung deutscher Wirtschaftsunternehmen und zahllosen Insolvenzen kämpft.

„Die Forderung der AfD bleibt klar: ehrliche, realistische Konzepte statt großer Worte und medialer Selbstdarstellung, worüber sich Herr Fullmann gerne in unserem Programm informieren kann“, so Jörg Prophet.
Jörg Prophet, Fraktionsvorsitzender der AfD im Kreistag Nordhausen
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de