Nordhäuser CDU-Politiker Primas in Berlin
BdV-Präsidium im Gespräch mit Bundespräsident Steinmeier
Dienstag, 18. November 2025, 19:56 Uhr
Das Präsidium des Bundes der Vertriebenen (BdV) ist gestern zu einem Gespräch mit Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue zusammengetroffen...
Der Bundespräsident stellte eine persönliche Verbundenheit zum Thema Flucht und Vertreibung her und zeigte sich besonders interessiert an der Lage der deutschen Minderheiten, der Bildungsarbeit des BdV und den Entwicklungen in den Herkunftsregionen. Die Schilderung der Minderheitensituation in Ostmitteleuropa sowie die geplante Ausrichtung des Sudetendeutschen Tages 2026 in Brünn fanden seine besondere Aufmerksamkeit.
Egon Primas setzt Schwerpunkte
BdV-Vizepräsident, Egon Primas, zugleich BdV-Landesvorsitzender Thüringen, unterstrich im Gespräch die Bedeutung eines regelmäßigen Austauschs mit den deutschen Minderheiten in Europa. Er verwies auf die Schlüsselrolle der Bildungspolitik für Identität, Sprache und kulturelle Kontinuität und erinnerte an die besondere Geschichte der Vertriebenen in der DDR, deren Erfahrungen stärker in das gesamtdeutsche Bewusstsein gehören.
Primas betonte, dass die Arbeit des BdV heute nicht nur historisch, sondern auch europapolitisch relevant sei: Die deutsche Minderheitenpolitik bleibt ein Pfeiler der Verständigung und der europäischen Partnerschaften.
Der BdV Thüringen pflegt seit vielen Jahren enge Kontakte zur deutschen Minderheit in Raum Oppeln (Opole) – Oberschlesien und in Lemberg (Lviv) - Westukraine. Daraus sind inzwischen auch Freundschaften erwachsen. Ein jährlicher vom BdV Thüringen initiierter Schüleraustausch ermöglicht jungen Menschen aus Schlesien, die Muttersprache zu vertiefen, erläuterte Egon Primas.
Seit dem Kriegsausbruch in der Ukraine unterstützt der BdV Thüringen die Region Lemberg mit Hilfsgütern und berät hier ankommende Ukrainerinnen und Ukrainer.
Wertschätzung und offener Dialog
Der Bundespräsident zeigte sich in dem Gespräch als zugewandter und wissbegieriger Gesprächspartner. Die Themenpalette reichte von der Kultur- und Jugendarbeit über Herausforderungen in einzelnen Herkunftsgebieten bis hin zu aktuellen politischen Rahmenbedingungen. Das Gespräch verdeutlichte den bleibenden Stellenwert der Vertriebenen- und Minderheitenarbeit in Deutschland. Der BdV wird die Anregungen aus Bellevue nutzen, um seine Bildungsarbeit, die historische Aufarbeitung und die Zusammenarbeit mit den Minderheiten weiter zu stärken.
Autor: redDer Bundespräsident stellte eine persönliche Verbundenheit zum Thema Flucht und Vertreibung her und zeigte sich besonders interessiert an der Lage der deutschen Minderheiten, der Bildungsarbeit des BdV und den Entwicklungen in den Herkunftsregionen. Die Schilderung der Minderheitensituation in Ostmitteleuropa sowie die geplante Ausrichtung des Sudetendeutschen Tages 2026 in Brünn fanden seine besondere Aufmerksamkeit.
Egon Primas setzt Schwerpunkte
BdV-Vizepräsident, Egon Primas, zugleich BdV-Landesvorsitzender Thüringen, unterstrich im Gespräch die Bedeutung eines regelmäßigen Austauschs mit den deutschen Minderheiten in Europa. Er verwies auf die Schlüsselrolle der Bildungspolitik für Identität, Sprache und kulturelle Kontinuität und erinnerte an die besondere Geschichte der Vertriebenen in der DDR, deren Erfahrungen stärker in das gesamtdeutsche Bewusstsein gehören.
Primas betonte, dass die Arbeit des BdV heute nicht nur historisch, sondern auch europapolitisch relevant sei: Die deutsche Minderheitenpolitik bleibt ein Pfeiler der Verständigung und der europäischen Partnerschaften.
Der BdV Thüringen pflegt seit vielen Jahren enge Kontakte zur deutschen Minderheit in Raum Oppeln (Opole) – Oberschlesien und in Lemberg (Lviv) - Westukraine. Daraus sind inzwischen auch Freundschaften erwachsen. Ein jährlicher vom BdV Thüringen initiierter Schüleraustausch ermöglicht jungen Menschen aus Schlesien, die Muttersprache zu vertiefen, erläuterte Egon Primas.
Seit dem Kriegsausbruch in der Ukraine unterstützt der BdV Thüringen die Region Lemberg mit Hilfsgütern und berät hier ankommende Ukrainerinnen und Ukrainer.
Wertschätzung und offener Dialog
Der Bundespräsident zeigte sich in dem Gespräch als zugewandter und wissbegieriger Gesprächspartner. Die Themenpalette reichte von der Kultur- und Jugendarbeit über Herausforderungen in einzelnen Herkunftsgebieten bis hin zu aktuellen politischen Rahmenbedingungen. Das Gespräch verdeutlichte den bleibenden Stellenwert der Vertriebenen- und Minderheitenarbeit in Deutschland. Der BdV wird die Anregungen aus Bellevue nutzen, um seine Bildungsarbeit, die historische Aufarbeitung und die Zusammenarbeit mit den Minderheiten weiter zu stärken.

