GEFAHR FÜR DIE BÄUME DES MONTESSORI- KINDERGARTENS
Der immergrüne Killer
Sonntag, 23. November 2025, 16:28 Uhr
Alt wie ein Baum möchte ich werden, genau wie der Dichter es beschreibt…Die Zeilen beziehen sich auf das Gedicht von Louis Fürnberg. Die Puhdys machten das Lied bekannt...
Etliche Bäume auf dem Areal des Montessori-Kindergartens in der Hardenbergstraße grünen. Kein natürliches Laub, das sie schmückt. Ein hartnäckiger Feind ist dabei, sie zu killen: Misteln! Wird er nicht entfernt, ist das Schicksal der Bäume besiegelt. (Foto: Rosalinde Frank)
Nordhausen. Alte Bäume stehen auch in unserem Landkreis. Der Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser macht es sich zur Aufgabe, sie zu pflegen und zu erhalten. Ein Baumkataster gibt Auskunft über schützenswerte hölzerne Riesen im Südharz. Ein weithin bekanntes Naturdenkmal ist Flehmüllers Eiche in Krimderode.
Ihr Alter wird auf über 550 Jahre geschätzt. Unter ihrem schattigen Laubdach machte sich das Eichenfest einen Namen. Es bedarf keiner langen Wanderungen oder Ausfahrten, um ehrwürdigen Bäumen zu begegnen. Sie finden sich schon um die Ecke in Nordhausen. Manch einer geht achtlos an ihnen vorbei, ohne zu wissen, was es mit diesen Veteranen auf sich hat. Beispielsweise mit der alten Linde beim Kreisgericht. Wenn die erzählen könnte. Im Baukataster erfasst, wird ihr Alter mit 300 Jahren angegeben. Blitzeinschläge überstand sie bisher gut.
Ein markanter Baum ist die Lutherlinde bei der Blasiikirche. Etwa 318 Jahre sei sie laut Baumkataster. Herrlich anzusehen ist in der warmen Jahreszeit ein Ginkgo-Baum in der Promenade. Noch relativ jung sei er mit seinen 170 Lenzen auf den Wurzeln. Zu den herausragenden Bäumen in der Stadt zählt in Größe und Statur die Platane in der Grimmelallee. Über sie ist noch wenig bekannt.
Gibt es hier noch eine Chance auf Rettungß (Foto: Rosalinde Frank)
Gerade die in die Jahre gekommenen Bäume mit ihrem verzweigten Astwerk und Nischen spenden nicht nur Schatten und binden Schadstoffe, sie sind auch Lebensraum für allerlei Getier: Vögel, Käfer, Insekten, Fledermäuse, Eichhörnchen. Vielerlei Gründe, sie zu erhalten
Neben Hitze und Trockenheit steht ihnen ein Feind gegenüber, der oft unterschätz wird: Misteln, eine immergrüne Schmarotzerpflanze. Sie zu entferne ist aufwendig. Ist das Laub gefallen, wird dieser Feind allenthalben sichtbar. Nicht nur die Krone der Lutherlinde zieren Misteln.
Noch sehr jung an Jahren ist der Baumbestand auf dem Gelände des Montessori-Kindergartens in der Hardenbergstraße. Gerade in Hitzesommern, die sich laut Prognosen häufen sollen, bietet er unter seinem grünen Dach für Kinder und Personal angenehmen Aufenthalt.
Leider hat viele der dort stehenden verschiedenen Baumarten auch der immergrüne Killer befallen. In einer Häufigkeit, die Schlimmes ahnen lassen. Über kurz oder lang besiegelt er ihren Tod, lässt man den Feind gewähren. Ihm die Chance nehmen, bedeutet Aufwand. Ohne technische Hilfe lassen sich die Misteln nur schwerlich entfernen. Kindergarten und Schule müssen handeln. Die Mühen lohnen: für Kinder und Umwelt.
Kurt Frank
Autor: psg
Etliche Bäume auf dem Areal des Montessori-Kindergartens in der Hardenbergstraße grünen. Kein natürliches Laub, das sie schmückt. Ein hartnäckiger Feind ist dabei, sie zu killen: Misteln! Wird er nicht entfernt, ist das Schicksal der Bäume besiegelt. (Foto: Rosalinde Frank)
Nordhausen. Alte Bäume stehen auch in unserem Landkreis. Der Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser macht es sich zur Aufgabe, sie zu pflegen und zu erhalten. Ein Baumkataster gibt Auskunft über schützenswerte hölzerne Riesen im Südharz. Ein weithin bekanntes Naturdenkmal ist Flehmüllers Eiche in Krimderode.
Ihr Alter wird auf über 550 Jahre geschätzt. Unter ihrem schattigen Laubdach machte sich das Eichenfest einen Namen. Es bedarf keiner langen Wanderungen oder Ausfahrten, um ehrwürdigen Bäumen zu begegnen. Sie finden sich schon um die Ecke in Nordhausen. Manch einer geht achtlos an ihnen vorbei, ohne zu wissen, was es mit diesen Veteranen auf sich hat. Beispielsweise mit der alten Linde beim Kreisgericht. Wenn die erzählen könnte. Im Baukataster erfasst, wird ihr Alter mit 300 Jahren angegeben. Blitzeinschläge überstand sie bisher gut.
Ein markanter Baum ist die Lutherlinde bei der Blasiikirche. Etwa 318 Jahre sei sie laut Baumkataster. Herrlich anzusehen ist in der warmen Jahreszeit ein Ginkgo-Baum in der Promenade. Noch relativ jung sei er mit seinen 170 Lenzen auf den Wurzeln. Zu den herausragenden Bäumen in der Stadt zählt in Größe und Statur die Platane in der Grimmelallee. Über sie ist noch wenig bekannt.
Gibt es hier noch eine Chance auf Rettungß (Foto: Rosalinde Frank)
Gerade die in die Jahre gekommenen Bäume mit ihrem verzweigten Astwerk und Nischen spenden nicht nur Schatten und binden Schadstoffe, sie sind auch Lebensraum für allerlei Getier: Vögel, Käfer, Insekten, Fledermäuse, Eichhörnchen. Vielerlei Gründe, sie zu erhalten
Neben Hitze und Trockenheit steht ihnen ein Feind gegenüber, der oft unterschätz wird: Misteln, eine immergrüne Schmarotzerpflanze. Sie zu entferne ist aufwendig. Ist das Laub gefallen, wird dieser Feind allenthalben sichtbar. Nicht nur die Krone der Lutherlinde zieren Misteln.
Noch sehr jung an Jahren ist der Baumbestand auf dem Gelände des Montessori-Kindergartens in der Hardenbergstraße. Gerade in Hitzesommern, die sich laut Prognosen häufen sollen, bietet er unter seinem grünen Dach für Kinder und Personal angenehmen Aufenthalt.
Leider hat viele der dort stehenden verschiedenen Baumarten auch der immergrüne Killer befallen. In einer Häufigkeit, die Schlimmes ahnen lassen. Über kurz oder lang besiegelt er ihren Tod, lässt man den Feind gewähren. Ihm die Chance nehmen, bedeutet Aufwand. Ohne technische Hilfe lassen sich die Misteln nur schwerlich entfernen. Kindergarten und Schule müssen handeln. Die Mühen lohnen: für Kinder und Umwelt.
Kurt Frank
