Horizont-Hostel kann Bolzplatz freigeben
Die Bälle können endlich fliegen
Dienstag, 25. November 2025, 17:21 Uhr
Viel Geduld und eine ordentlich Portion Beharrlichkeit hat es gebraucht, ehe das Jugend-Hostel des Horizont Vereins heute seinen eigenen, kleinen Sportplatz in Betrieb nehmen konnte. Die erste Idee liegt 14 Jahre in der Vergangenheit…
Das Jugend-Hostel blickt auf eine lange Geschichte zurück, 1993 begann man nicht weit entfernt vom heutigen Standort am Taschenberg in Nordhausen mit einer Gruppe und fünf jungen Menschen. Heute betreuen Sophia Amthor und ihre Kollegen in der sozialen Einrichtung rund 30 Jungen und junge Männer.
Was bisher gefehlt hat, war Raum für Bewegung. Einmal in der Woche konnten sich die jungen Herren in der Turnhalle am Frauenberg austoben, für die energiegeladene Jugend eigentlich nicht ausreichend, meinte man im Jugend-Hostel schon 2011. Sport und Bewegung sind ein hilfreiches Mittel in der Kinder- und Jugendarbeit. Das motiviert nicht nur, es ist auch besser, wenn die jungen Leute ihre Energie - und mitunter auch ihren Frust und ihre Aggression - sportlich ausagieren können, sagt Vereinschef René Kübler am Nachmittag, in seiner aktiven Zeit als Sozialarbeiter sei ein Ball für den Fall der Fälle nie fern gewesen. Die Lösung für das Jugend-Hostel lag nahe: ein eigener Bolzplatz auf dem Hinterhof.
v.l. Sofia Amthor und René Kübler vom Horizont, der 1. Beigeordnete des Landkreises, Stefan Nüßle, Bauunternehmer Silvio Wagner, Birgit Pommer für den Vereinsvorstand des Horizonts und Architekt Tobias Winkler (Foto: agl)
So einfach wie gedacht sollte es nicht werden, in der Nachbarschaft ist man von der Idee nicht begeistert und zieht die Sache vor Gericht. Auch deswegen spricht Kübler am Nachmittag von "Beharrlichkeit", es hat lange gedauert, ehe man sich einigen konnte. Erst 2024 konnten mit Tobias Winkler und Silvio Wagner Architekt und Baufachmann anrücken und loslegen. Nach dem Spatenstich ging es schnell, 263.000 Euro kostete der Bau, wobei man rund 45.000 Euro aus Spenden bestreiten konnte, ohne die das Projekt nicht möglich gewesen wäre, berichtet Kübler.
Heute flogen endlich die ersten Bälle, über dem Feld hängt ein Fangnetz, bei den Nachbarn kann das Leder also gar nicht erst landen. Und mehr als ein paar Stunden am Tag wird hier auch nicht getobt, das war Teil des Kompromisses vor Gericht. Im Hostel ist die Freude groß, die jungen Herren ließen es sich nicht nehmen, den Platz trotz bestem Novemberwetter sogleich in Beschlag zu nehmen.
Angelo Glashagel
Autor: redDas Jugend-Hostel blickt auf eine lange Geschichte zurück, 1993 begann man nicht weit entfernt vom heutigen Standort am Taschenberg in Nordhausen mit einer Gruppe und fünf jungen Menschen. Heute betreuen Sophia Amthor und ihre Kollegen in der sozialen Einrichtung rund 30 Jungen und junge Männer.
Was bisher gefehlt hat, war Raum für Bewegung. Einmal in der Woche konnten sich die jungen Herren in der Turnhalle am Frauenberg austoben, für die energiegeladene Jugend eigentlich nicht ausreichend, meinte man im Jugend-Hostel schon 2011. Sport und Bewegung sind ein hilfreiches Mittel in der Kinder- und Jugendarbeit. Das motiviert nicht nur, es ist auch besser, wenn die jungen Leute ihre Energie - und mitunter auch ihren Frust und ihre Aggression - sportlich ausagieren können, sagt Vereinschef René Kübler am Nachmittag, in seiner aktiven Zeit als Sozialarbeiter sei ein Ball für den Fall der Fälle nie fern gewesen. Die Lösung für das Jugend-Hostel lag nahe: ein eigener Bolzplatz auf dem Hinterhof.
v.l. Sofia Amthor und René Kübler vom Horizont, der 1. Beigeordnete des Landkreises, Stefan Nüßle, Bauunternehmer Silvio Wagner, Birgit Pommer für den Vereinsvorstand des Horizonts und Architekt Tobias Winkler (Foto: agl)
So einfach wie gedacht sollte es nicht werden, in der Nachbarschaft ist man von der Idee nicht begeistert und zieht die Sache vor Gericht. Auch deswegen spricht Kübler am Nachmittag von "Beharrlichkeit", es hat lange gedauert, ehe man sich einigen konnte. Erst 2024 konnten mit Tobias Winkler und Silvio Wagner Architekt und Baufachmann anrücken und loslegen. Nach dem Spatenstich ging es schnell, 263.000 Euro kostete der Bau, wobei man rund 45.000 Euro aus Spenden bestreiten konnte, ohne die das Projekt nicht möglich gewesen wäre, berichtet Kübler.
Heute flogen endlich die ersten Bälle, über dem Feld hängt ein Fangnetz, bei den Nachbarn kann das Leder also gar nicht erst landen. Und mehr als ein paar Stunden am Tag wird hier auch nicht getobt, das war Teil des Kompromisses vor Gericht. Im Hostel ist die Freude groß, die jungen Herren ließen es sich nicht nehmen, den Platz trotz bestem Novemberwetter sogleich in Beschlag zu nehmen.
Angelo Glashagel

