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Sundhausen

Grüne sehen falsche Prioritäten beim B4-Ausbau

Sonntag, 07. Dezember 2025, 13:17 Uhr
Die Freigabe der Umsetzung des Streckenabschnitts „Sundhäuser Berge“ auf der B4 wird vom Landesverband der Thüringer Grünen kritisiert. Statt die Bundesstraße auszubauen, sollte das Geld besser in Ortsumfahrungen und die Schiene investiert werden...

„Bei Sundhausen sollen mehr als 28 Millionen Euro für einen Straßenausbau ausgegeben werden, während die Zugverbindung zwischen Erfurt und Nordhausen noch immer schlecht ausgebaut und unzuverlässig ist. Das ist eine falsche Prioritätensetzung! Es ist höchst fragwürdig, in Zeiten der Klimakrise und des demografischen Wandels weiterhin so Geld in Straßenneubau zu stecken. Gerade Nordhausen und Sondershausen brauchen dringend eine Stabilisierung des Zugverkehrs, damit der Zug auf dieser Strecke wieder verlässlich fahren kann. Das Bundesverkehrsministerium sollte die Millionen lieber in die Schiene sowie Erhalt von Straßen und Brücken investieren.", teilt Ann-Sophie Bohm, Landessprecherin der Thüringer Grünen mit.

Entlang der B4 hätte es deutlich dringendere Projekte gegeben, wie beispielsweise die Ostumfahrung Greußen, wo Anwohner dringend Entlastung bräuchten. Der Neubau bei Sundhausen habe stattdessen Potential, sogar noch mehr Verkehr anzulocken, wenn die begradigte Strecke als Verbindung zwischen Erfurt und Nordhausen noch attraktiver werde.

Zusätzlich könnte das FFH-Schutzgebiet „Helme mit Mühlgräben“ durch den neuen Straßenverlauf erheblich beeinträchtigt werden – dies sei sogar in der Projektanmeldung so vermerkt. "Wichtig bleibt auf jeden Fall, nicht mehr als drei Spuren auszubauen – alles andere wäre überdimensioniert.“, so Bohm.
Autor: red

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