Weihnachtsfeier im Handwagen
Heimatvertriebene würdigten Ehrenamt
Montag, 08. Dezember 2025, 13:45 Uhr
Der BdV Kreisverband Nordhausen fand sich am 04. Dezember traditionell in der Gaststätte Zum Sachswerfener Handwagen, in der Gemeinde Harztor OT Niedersachswerfen zur diesjährigen Weihnachtsfeier zusammen...
Kulturell umrahmt wurde die Veranstaltung vom Männerchor Goldene Aue und vom BdV gegründeten ukrainischen Chor Cherwona Kalina. Heimatfreundin Gisela Bagemihl bereicherte das Programm durch ein Gedicht, welches die Weihnachtsbräuche der Heimat beschrieb. Das ließ schmerzliche Erinnerungen wach werden. Es machte sich emotionale Stille im Saal breit. Einigen Anwesenden standen die Tränen in den Augen. Die Heimatvertriebenen gedachten in der Besinnlichkeit der Vorweihnachtszeit der 15 Millionen Landsleute, die in Folge von Flucht und Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg ihre Heimat verlassen mussten.
Sie mahnten im 80. Jahr des Beginns von Flucht und Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg zur Versöhnung und Frieden sowie ein geeintes Europa, was damals die Heimatsvertriebenen in ihrer Charta im August 1953 bereits festschrieben. Das Recht auf Heimat ist ein grundlegendes Menschenrecht und stellt eine Voraussetzung für die Entwicklung der Identität und Kultur dar. Sie forderten den Einsatz für eine weltweite verfassungsrechtliche Verankerung des Rechts auf Heimat.
Vor dem Hintergrund der Kriege in der Ukraine und weltweit verschärften die Vertriebenen die Forderung zur Ächtung von Flucht und Vertreibung. Laut Vereinten Nationen (UNHCR), Stand Mitte 2025, sind weltweit 117,3 Millionen Menschen gewaltsam aus ihrer Heimat vertrieben worden, dass heißt, 1 von 70 Menschen weltweit sind auf der Flucht. Diese Zahl umfasst Binnenvertriebene (innerhalb ihres Landes), anerkannte Flüchtlinge und Asylsuchende, die vor Krieg, Gewalt und Verfolgung fliehen mussten. Das Thema ist aktueller denn je. Die Geschichte darf sich nicht wiederholen. Viele Entwicklungen, auch in Deutschland, bereiten Anlass zur Sorge. Extremisten darf kein Nährboden gegeben werden. Die Demokratie und die damit verbundenen Rechte, die wir uns in Ostdeutschland erst 1990 erkämpft haben, sollten nicht leichtfertig auf´s Spiel gesetzt werden, forderten die Vertriebenen.
Als Gäste konnten die Heimatvertriebenen Landrat Matthias Jendricke, die Beigeordneten des Landkreises Stefan Nüßle und Dirk Schimm, Jan Oberbüchler, Vorstand der Kreissparkasse Nordhausen sowie Frau Fuhrmann als Vertreterin des Ortschaftsrates Niedersachswerfen begrüßen. Die Heimatvertriebenen bedankten sich für die einfühlsamen Grußworte. In seiner Ansprache würdigte der Kreisvorsitzende Egon Primas das unermüdliche ehrenamtliche Engagement der Vertriebenen zur Wahrung und Pflege des ostdeutschen Kulturgutes sowie für die Vertretung der Interessen der deutschen Heimatvertriebenen und
Spätaussiedler.
Ausgezeichnet für ihr langjähriges Wirken wurden:
BdV Kreisverband Nordhausen
Autor: redKulturell umrahmt wurde die Veranstaltung vom Männerchor Goldene Aue und vom BdV gegründeten ukrainischen Chor Cherwona Kalina. Heimatfreundin Gisela Bagemihl bereicherte das Programm durch ein Gedicht, welches die Weihnachtsbräuche der Heimat beschrieb. Das ließ schmerzliche Erinnerungen wach werden. Es machte sich emotionale Stille im Saal breit. Einigen Anwesenden standen die Tränen in den Augen. Die Heimatvertriebenen gedachten in der Besinnlichkeit der Vorweihnachtszeit der 15 Millionen Landsleute, die in Folge von Flucht und Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg ihre Heimat verlassen mussten.
Sie mahnten im 80. Jahr des Beginns von Flucht und Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg zur Versöhnung und Frieden sowie ein geeintes Europa, was damals die Heimatsvertriebenen in ihrer Charta im August 1953 bereits festschrieben. Das Recht auf Heimat ist ein grundlegendes Menschenrecht und stellt eine Voraussetzung für die Entwicklung der Identität und Kultur dar. Sie forderten den Einsatz für eine weltweite verfassungsrechtliche Verankerung des Rechts auf Heimat.
Vor dem Hintergrund der Kriege in der Ukraine und weltweit verschärften die Vertriebenen die Forderung zur Ächtung von Flucht und Vertreibung. Laut Vereinten Nationen (UNHCR), Stand Mitte 2025, sind weltweit 117,3 Millionen Menschen gewaltsam aus ihrer Heimat vertrieben worden, dass heißt, 1 von 70 Menschen weltweit sind auf der Flucht. Diese Zahl umfasst Binnenvertriebene (innerhalb ihres Landes), anerkannte Flüchtlinge und Asylsuchende, die vor Krieg, Gewalt und Verfolgung fliehen mussten. Das Thema ist aktueller denn je. Die Geschichte darf sich nicht wiederholen. Viele Entwicklungen, auch in Deutschland, bereiten Anlass zur Sorge. Extremisten darf kein Nährboden gegeben werden. Die Demokratie und die damit verbundenen Rechte, die wir uns in Ostdeutschland erst 1990 erkämpft haben, sollten nicht leichtfertig auf´s Spiel gesetzt werden, forderten die Vertriebenen.
Als Gäste konnten die Heimatvertriebenen Landrat Matthias Jendricke, die Beigeordneten des Landkreises Stefan Nüßle und Dirk Schimm, Jan Oberbüchler, Vorstand der Kreissparkasse Nordhausen sowie Frau Fuhrmann als Vertreterin des Ortschaftsrates Niedersachswerfen begrüßen. Die Heimatvertriebenen bedankten sich für die einfühlsamen Grußworte. In seiner Ansprache würdigte der Kreisvorsitzende Egon Primas das unermüdliche ehrenamtliche Engagement der Vertriebenen zur Wahrung und Pflege des ostdeutschen Kulturgutes sowie für die Vertretung der Interessen der deutschen Heimatvertriebenen und
Spätaussiedler.
Ausgezeichnet für ihr langjähriges Wirken wurden:
- Veronika Hahnemann - BdV Ortsverband Niedersachswerfen
- Manfred Becker - BdV Ortsverband Niedersachswerfen
- Christa Schulze - BdV Ortsverband Görsbach
- Lothar Hoffmann - BdV Ortsverband Görsbach
- Herta Koch - BdV Ortsverband Uthleben
- Rita Bürgel - BdV Ortsverband Uthleben
- Ruth Kleemann - BdV Ortsverband Uthleben
- Helmut Wittwer - Landsmannschaft Schlesien
- Anja Sturm
BdV Kreisverband Nordhausen



