Polizeibericht
Wer macht sich da Sorgen um die Polizei in Bleicherode?
Sonntag, 21. Dezember 2025, 21:00 Uhr
Zu einem kuriosen Einsatz wurde die Nordhäuser Polizei am Wochenende nach Bleicherode gerufen. Der Tatort: das Büro der Kollegen vom Kontaktbereich im Ort...
Es war am frühen Samstagabend in Bleicherode. Da wurde ein Mann dabei beobachtet, wie er sich an einer Außentür der Bleicheröder Stadtverwaltung in der Hauptstraße zu schaffen machte. Handwerklich zwar eher grobschlächtig und ungeschickt aber auf jeden Fall auffällig, hatte er an der Tür etwas zu schrauben. So tendierten die Zeugenwahrnehmungen zwischen einem angenommenen Einbruchsversuch und einem "was auch immer".
Bei der Tür handelte es sich nicht um irgend eine Tür zum Verwaltungsgebäude, vielmehr befinden sich dahinter die Büroräume der Kontaktbereichsbeamten der Landespolizeiinspektion Nordhausen für die Landgemeinde Bleicherode. Deren Geschäftszeit war freilich vorüber, sonst hätten sie selbst nachgesehen, was da an der Tür Rabatz macht.
So taten das die Kollegen aus Nordhausen. Und die müssten feststellen, dass der Mann wohl versucht hatte, einen Überwurfbügel - bekannt von Kellerverschlägen, Gartenlauben, Truhen oder von was auch immer, von dem der Berechtigte will, dass der Zugang, das Nachsehen oder was auch immer, nicht ohne weiteres möglich sein soll, an der Tür anzubringen.
Einfach war diese Zuhaltevorrichtung, die im Fachjargon "Drahtüberfalle" genannt wird. Und fertig angeschraubt war sie auch nicht. Was hätte sie bewirken sollen? Drahtlose Überfälle auf die Polizei verhindern, ein edles Motiv angenommen? Oder sollten die KOBBs daran gehindert werden, ihre Wirkungsstelle überhaupt zu betreten? Ösen- und folglich funktionslos hätte die amputierte "Drahtüberfalle" das zum Glück nicht bewerkstelligen können. Das Geschmäckle eines unästhetischen (weil schief und außerhalb künstlerisch akzeptierter Seitenverhältnisse angebrachten Tatmittels) Sabotageversuches bleibt dennoch. Deshalb ermittelt die Polizei. Und natürlich wegen Sachbeschädigung, denn die Schraubenlöcher blieben.
Was den Mann dazu bewegte, die Tür auf seine, wenn auch nicht normgerechte Art und Weise sichern zu wollen, das würde die Nordhäuser Polizei den Mann gern fragen. Und so bittet die Polizei Personen, die sachdienliche Hinweise zu dieser Sache machen können, sich bei einer Polizeidienststelle zu melden.
Update: Informationen der nnz zufolge soll es sich bereits um den dritten Anschlag auf das Büro des Kontaktbereichsbeamten handeln. Eines der beiden Polizeischilder wurde im Dezember zerstört, das Schild an der Tür geklaut. Die Vermutung liegt nahen das der selbe Täter jetzt die Tür verschrauben wollte.
Autor: redEs war am frühen Samstagabend in Bleicherode. Da wurde ein Mann dabei beobachtet, wie er sich an einer Außentür der Bleicheröder Stadtverwaltung in der Hauptstraße zu schaffen machte. Handwerklich zwar eher grobschlächtig und ungeschickt aber auf jeden Fall auffällig, hatte er an der Tür etwas zu schrauben. So tendierten die Zeugenwahrnehmungen zwischen einem angenommenen Einbruchsversuch und einem "was auch immer".
Bei der Tür handelte es sich nicht um irgend eine Tür zum Verwaltungsgebäude, vielmehr befinden sich dahinter die Büroräume der Kontaktbereichsbeamten der Landespolizeiinspektion Nordhausen für die Landgemeinde Bleicherode. Deren Geschäftszeit war freilich vorüber, sonst hätten sie selbst nachgesehen, was da an der Tür Rabatz macht.
So taten das die Kollegen aus Nordhausen. Und die müssten feststellen, dass der Mann wohl versucht hatte, einen Überwurfbügel - bekannt von Kellerverschlägen, Gartenlauben, Truhen oder von was auch immer, von dem der Berechtigte will, dass der Zugang, das Nachsehen oder was auch immer, nicht ohne weiteres möglich sein soll, an der Tür anzubringen.
Einfach war diese Zuhaltevorrichtung, die im Fachjargon "Drahtüberfalle" genannt wird. Und fertig angeschraubt war sie auch nicht. Was hätte sie bewirken sollen? Drahtlose Überfälle auf die Polizei verhindern, ein edles Motiv angenommen? Oder sollten die KOBBs daran gehindert werden, ihre Wirkungsstelle überhaupt zu betreten? Ösen- und folglich funktionslos hätte die amputierte "Drahtüberfalle" das zum Glück nicht bewerkstelligen können. Das Geschmäckle eines unästhetischen (weil schief und außerhalb künstlerisch akzeptierter Seitenverhältnisse angebrachten Tatmittels) Sabotageversuches bleibt dennoch. Deshalb ermittelt die Polizei. Und natürlich wegen Sachbeschädigung, denn die Schraubenlöcher blieben.
Was den Mann dazu bewegte, die Tür auf seine, wenn auch nicht normgerechte Art und Weise sichern zu wollen, das würde die Nordhäuser Polizei den Mann gern fragen. Und so bittet die Polizei Personen, die sachdienliche Hinweise zu dieser Sache machen können, sich bei einer Polizeidienststelle zu melden.
Update: Informationen der nnz zufolge soll es sich bereits um den dritten Anschlag auf das Büro des Kontaktbereichsbeamten handeln. Eines der beiden Polizeischilder wurde im Dezember zerstört, das Schild an der Tür geklaut. Die Vermutung liegt nahen das der selbe Täter jetzt die Tür verschrauben wollte.


