Traditionsbrennerei feiert doppelt Jubiläum
Ein schönes Schlückchen
Freitag, 02. Januar 2026, 12:56 Uhr
Das neue Jahr ist gerade zwei Tage alt, da geht es bei der Traditionsbrennerei schon wieder hoch her. Neben den ersten Gästen begrüßte man am Vormittag auch die Presse um auf das alte Jahr zurückzublicken und einen Vorgeschmack auf 2026 zu geben…
Die Echte Nordhäuser Traditionsbrennerei feiert im kommenden Jahr zwei mal Jubiläum und auch für 2027 hat Museumsleiter Thomas Müller schon vorsorgen lassen (Foto: agl)
Das neue Jahr startete in der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei heute mit viel Trubel - zwei Busse voller Gäste tummelten sich im Museum, mittendrin Winfried Schmitt mit einem gut gefüllten Körbchen voller Schnaps - ein Bild, wie man es in den letzten Jahren oft gesehen hat.
Rund 38.000 Besucher kamen im vergangenen Jahr in die Tradi, etwas weniger als 2024 aber kein Grund sich zu verstecken, nach der Gedenkstätte Mittelbau-Dora bleibt die alte Brennerei einer der großen Besuchermagneten der Region, resümiert Museumsleiter Thomas Müller.
Vom Konzert bis zur Premium-Kornverkostung waren 95 Prozent der Veranstaltungen ausverkauft und der Sommer ging ohne einen Regenabend über die Bühne. Wir sind sehr zufrieden aber auch demütig. Dass die Menschen so gerne hierher kommen, ist ein Geschenk und ein schöner Ausweis für uns, sagt Müller.
Die Edelspirituosen aus eigener Produktion verkauften sich gut, gegen den allgemeinen Trend konnte man sich aber nicht stellen, wo weniger getrunken wird, da wird auch weniger Schnaps verkauft. Manch guter Tropfen wurde den Brennern aber auch so aus der Hand gerissen, etwa der Bergwerkskorn, den man anlässlich des Sondershäuser Stadtjubiläums unter Tage hatte reifen lassen. Die Grubenfässer sind bereits wieder gefüllt, das Experiment geht in die zweite Runde. Und auch die Kollegen von Nordbrand ließen sich nicht lumpen und investierten rund eine halbe Million Euro in die Sanierung der Dachflächen an dem über 100 Jahre alten Ensemble.
Zwei Jubiläen für 2026
Mit Bauarbeiten geht es im neuen Jahr schon bald weiter, Anfang Februar werden die Fußböden im Museum erneuert und die Tradi muss für ein paar Tage schließen. Mit dem Abschluss der Arbeiten ist man dann aber auch gut gerüstet für das Jubiläumsjahr: die Traditionsbrennerei feiert 2026 ihren 30. Geburtstag.
Die Eröffnung fand am 08. September 1996 statt, das war der Tag des offenen Denkmals. So soll es auch zum 30. sein, wir feiern am Wochenende vom 12. und 13. September unseren Geburtstag. Am Samstag werden die Stubenhocker aufspielen und der Hof wird illuminiert, am Sonntag folgt der Denkmalstag, den wir hoffentlich bei uns eröffnen können, aber das steht noch nicht fest. Was wir sicher wissen ist, dass Ronald Gäßlein musizieren wird und das es dass eine oder andere schöne Schnäpschen geben wird., so der Museumsleiter.
Auch Abseits der Geburtstagsfeierlichkeiten ist der Tradi-Kalender gut gefüllt mit Kabarett, Konzerten und Verkostungen zu Gin, Whiskey und Rum. Besonders freut sich Müller auf einen Auftritt der Scruffy Mutts, die zusammen mit den Pixxie and the Pipes aufspielen werden, sowie auf Konzerte mit den Fellas und einem Rod Steward Tribute.
Fest zur kulturellen Tradition in der Brennerei gehört auch das Theater und da darf man sich auf ein neues Stück aus der Feder von Achim Lenz freuen, der schon das Lutherstück Trinke was klar ist für das Museum inszeniert hatte. Der Arbeitstitel des neuen Stücks lautet Der Tote im Fass, es wird also kriminell zugehen, wobei der Humor natürlich nicht zu kurz kommen soll. Angesiedelt wird der Korn-Krimi in den 70er Jahren der DDR, die Premiere wird für September angepeilt.
Zum Jubiläumsjahr darf ein guter Tropfen natürlich nicht fehlen und in der Brennerei warten mehrere Fässer auf ihre eigene Premiere. Wir haben einen Korn im Kastanienfass, der ein ganz eigener Genuss werden wird, außerdem einen fassgelagerten Kümmel sowie unseren vierten Whiskey, der seit 10 Jahren lagert. Unsere Meisterstück-Linie wird um einen Korn erweitert, auch der liegt seit einem Jahrzehnt und wird ein schönes Schlückchen werden., berichtet Müller. Über das neue Jahr hinaus blickt man auch auf 2027 und zum 1.100 Jubiläum der Stadt Nordhausen. Den Jubiläumskorn hat man im September schon einmal zur Probe verkostet, der Tropfen wird schön fruchtig, verspricht Müller, und aus Eichenfass wird man dem Anlass entsprechend 2027 Flaschen füllen können.
Das zweite Jubiläum in 2026 wird man ganz am Ende des Jahres feiern: die Adventsausstellung wird 20 Jahre alt. Was 2006 als kleines Highlight am Jahresende mit ein paar Gestecken begann, hat sich zum Besuchermagneten entwickelt, 6.000 Besucher zählte die Adventsausstellung allein in diesem Jahr. Mit welchem Thema man zum 20. Geburtstag aufwarten wird, steht noch nicht fest, es soll aber etwas Genussvolles werden.
Der prall gefüllte Terminkalender für 2026 kann hier nicht im Einzelnen aufgeführt werden, Interessierte finden eine Übersicht aber bereits auf der Website der Traditionsbrennerei
Autor: red
Die Echte Nordhäuser Traditionsbrennerei feiert im kommenden Jahr zwei mal Jubiläum und auch für 2027 hat Museumsleiter Thomas Müller schon vorsorgen lassen (Foto: agl)
Das neue Jahr startete in der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei heute mit viel Trubel - zwei Busse voller Gäste tummelten sich im Museum, mittendrin Winfried Schmitt mit einem gut gefüllten Körbchen voller Schnaps - ein Bild, wie man es in den letzten Jahren oft gesehen hat.
Rund 38.000 Besucher kamen im vergangenen Jahr in die Tradi, etwas weniger als 2024 aber kein Grund sich zu verstecken, nach der Gedenkstätte Mittelbau-Dora bleibt die alte Brennerei einer der großen Besuchermagneten der Region, resümiert Museumsleiter Thomas Müller.
Vom Konzert bis zur Premium-Kornverkostung waren 95 Prozent der Veranstaltungen ausverkauft und der Sommer ging ohne einen Regenabend über die Bühne. Wir sind sehr zufrieden aber auch demütig. Dass die Menschen so gerne hierher kommen, ist ein Geschenk und ein schöner Ausweis für uns, sagt Müller.
Die Edelspirituosen aus eigener Produktion verkauften sich gut, gegen den allgemeinen Trend konnte man sich aber nicht stellen, wo weniger getrunken wird, da wird auch weniger Schnaps verkauft. Manch guter Tropfen wurde den Brennern aber auch so aus der Hand gerissen, etwa der Bergwerkskorn, den man anlässlich des Sondershäuser Stadtjubiläums unter Tage hatte reifen lassen. Die Grubenfässer sind bereits wieder gefüllt, das Experiment geht in die zweite Runde. Und auch die Kollegen von Nordbrand ließen sich nicht lumpen und investierten rund eine halbe Million Euro in die Sanierung der Dachflächen an dem über 100 Jahre alten Ensemble.
Zwei Jubiläen für 2026
Mit Bauarbeiten geht es im neuen Jahr schon bald weiter, Anfang Februar werden die Fußböden im Museum erneuert und die Tradi muss für ein paar Tage schließen. Mit dem Abschluss der Arbeiten ist man dann aber auch gut gerüstet für das Jubiläumsjahr: die Traditionsbrennerei feiert 2026 ihren 30. Geburtstag.
Die Eröffnung fand am 08. September 1996 statt, das war der Tag des offenen Denkmals. So soll es auch zum 30. sein, wir feiern am Wochenende vom 12. und 13. September unseren Geburtstag. Am Samstag werden die Stubenhocker aufspielen und der Hof wird illuminiert, am Sonntag folgt der Denkmalstag, den wir hoffentlich bei uns eröffnen können, aber das steht noch nicht fest. Was wir sicher wissen ist, dass Ronald Gäßlein musizieren wird und das es dass eine oder andere schöne Schnäpschen geben wird., so der Museumsleiter.
Auch Abseits der Geburtstagsfeierlichkeiten ist der Tradi-Kalender gut gefüllt mit Kabarett, Konzerten und Verkostungen zu Gin, Whiskey und Rum. Besonders freut sich Müller auf einen Auftritt der Scruffy Mutts, die zusammen mit den Pixxie and the Pipes aufspielen werden, sowie auf Konzerte mit den Fellas und einem Rod Steward Tribute.
Fest zur kulturellen Tradition in der Brennerei gehört auch das Theater und da darf man sich auf ein neues Stück aus der Feder von Achim Lenz freuen, der schon das Lutherstück Trinke was klar ist für das Museum inszeniert hatte. Der Arbeitstitel des neuen Stücks lautet Der Tote im Fass, es wird also kriminell zugehen, wobei der Humor natürlich nicht zu kurz kommen soll. Angesiedelt wird der Korn-Krimi in den 70er Jahren der DDR, die Premiere wird für September angepeilt.
Zum Jubiläumsjahr darf ein guter Tropfen natürlich nicht fehlen und in der Brennerei warten mehrere Fässer auf ihre eigene Premiere. Wir haben einen Korn im Kastanienfass, der ein ganz eigener Genuss werden wird, außerdem einen fassgelagerten Kümmel sowie unseren vierten Whiskey, der seit 10 Jahren lagert. Unsere Meisterstück-Linie wird um einen Korn erweitert, auch der liegt seit einem Jahrzehnt und wird ein schönes Schlückchen werden., berichtet Müller. Über das neue Jahr hinaus blickt man auch auf 2027 und zum 1.100 Jubiläum der Stadt Nordhausen. Den Jubiläumskorn hat man im September schon einmal zur Probe verkostet, der Tropfen wird schön fruchtig, verspricht Müller, und aus Eichenfass wird man dem Anlass entsprechend 2027 Flaschen füllen können.
Das zweite Jubiläum in 2026 wird man ganz am Ende des Jahres feiern: die Adventsausstellung wird 20 Jahre alt. Was 2006 als kleines Highlight am Jahresende mit ein paar Gestecken begann, hat sich zum Besuchermagneten entwickelt, 6.000 Besucher zählte die Adventsausstellung allein in diesem Jahr. Mit welchem Thema man zum 20. Geburtstag aufwarten wird, steht noch nicht fest, es soll aber etwas Genussvolles werden.
Der prall gefüllte Terminkalender für 2026 kann hier nicht im Einzelnen aufgeführt werden, Interessierte finden eine Übersicht aber bereits auf der Website der Traditionsbrennerei
