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Thüringer Landesamt für Statistik

Neubau weiter teuer

Donnerstag, 08. Januar 2026, 08:16 Uhr
Die Preise für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk), einschließlich Umsatzsteuer, lagen im November 2025 um 3,3 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Im Vergleich zum vergangenen Berichtsmonat (August 2025) verteuerte sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik der Bau von Wohngebäuden um 0,3 Prozent und erreichte einen Indexstand von 146,1 (Basis 2021=100).

Im Gesamtjahresdurchschnitt betrug die Steigerung zum Vorjahr 3,2 Prozent. Der Preisauftrieb der Jahre 2021 bis 2023 hat sich beruhigt. Die Betriebe begründeten Preissteigerungen nicht mehr mit Lieferengpässen von Baumaterialien, stattdessen wurden hauptsächlich höhere Lohnkosten, Materialpreissteigerungen und die aktuelle Marktlage angegeben.

Im Bereich Rohbauarbeiten erhöhten sich die Jahresdurchschnittspreise 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent. Am stärksten verteuerten sich hier die Preise für Zimmer- und Holzbauarbeiten (+6,0 Prozent), für Abdichtungsarbeiten (+4,8 Prozent), für Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten (+3,6 Prozent) und für Erdar-beiten (+3,1 Prozent). Preisrückgänge konnten bei Gerüstarbeiten (-1,6 Prozent) beobachtet werden.

Bei den Ausbauarbeiten erhöhten sich die Jahresdurchschnittspreise 2025 gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent. Deutliche Preisanstiege verzeichneten die Arbeiten an Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden (+9,1 Prozent), an elektro-, sicherheits- und informationstechnischen Anlagen (+6,4 Prozent), an Heizanlagen und zentralen Wassererwärmungsanlagen (+6,0 Prozent) sowie Trockenbauarbeiten (+5,5 Prozent).

Im Jahresdurchschnitt 2025 konnte im Bereich Straßenbau ein Preisanstieg derTeuerungsrate gegenüber dem Vorjahr von 2,2 Prozent beobachtet werden. Diese Steigerung lässt sich unter anderem auf die wachsenden Preise des Verkehrswege baus in den Bereichen Pflaster, Platten und Einfassungen (+4,5 Prozent) sowie der Oberbauschichten mit hydraulischen Bindemitteln (+3,2 Prozent) zurückführen.

Für die Preiserhöhung der Brücken im Straßenbau um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr waren unter anderen die Arbeiten an Entwässerungsanlagen (+11,0 Prozent) sowie Maler- und Lackierarbeiten inklusive Beschichtungen (+7,6 Prozent) verantwortlich.

Für die Instandhaltung von Wohngebäuden erhöhten sich die Preise im Jahresdurchschnittsvergleich um 3,5 Prozent, die Preise für Schönheitsreparaturen in einer Wohnung um 4,2 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahr mussten die Thüringerinnen und Thüringer im Durchschnitt für den Bereich Außenanlagen für Wohngebäude 4,2 Prozent mehr investieren. Die Landschaftsbauarbeiten erhöhten sich um 8,3 Prozent in diesem Gewerk.

Der Neubau von Bürogebäuden verteuerte sich im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2024 um 3,3 Prozent, der Neubau von gewerblichen Betriebsgebäuden um 3,0 Prozent.
Autor: red

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