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Ein Blick in die Statistik

Thüringer Zahlen zur Grünen Woche

Freitag, 16. Januar 2026, 10:24 Uhr
Auf der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau präsentieren Hersteller und Vermarkter, auch aus Thüringen, die Vielfalt landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die Statistiker des Thüringer Landesamtes haben aus diesem Anlass einmal auf die Äcker des Freistaates im vergangenen Jahr geblickt...

Auf einer Fläche von rund 346 600 Hektar wurde eine Erntemenge von rund 2,7 Millionen Tonnen Getreide (einschließlich Körnermais und Corn-Cob-Mix) erzeugt. Bezogen auf das langjährige Mittel der Jahre 2019/2024 wurde die Erntemenge um 7 Prozent überschritten.

Bei den Hackfrüchten wurden sowohl bei Kartoffeln als auch bei Zuckerrüben überdurchschnittliche Erträge eingefahren. Von den 1 700 Hektar Anbaufläche wurden 66 000 Tonnen Kartoffeln gerodet. Gegenüber dem langjährigen Mittel der Jahre 2019/2024 war (auch aufgrund der Erweiterung der Anbaufläche) bei der Erntemenge ein Plus von knapp einem Drittel (15 900 Tonnen bzw. 32 Prozent) zu verzeichnen. Die Zuckerrübenernte betrug im Erntejahr 2025 rund 920 300 Tonnen und lag 48 500 Tonnen bzw. 6 Prozent über dem langjährigen Mittel der Jahre 2019/2024.

Nach ersten Hochrechnungen wurden im Herbst 2025 für das kommende Erntejahr 2026 von den Thüringer Landwirten 367 500 Hektar Ackerfläche mit Winterfeldfrüchten bestellt. Gegenüber der Erntefläche des Jahres 2025 verringerte sich die Anbaufläche um 8 800 Hektar bzw. 2Prozent. Der Winterweizen als anbaustärkste Getreideart wurde auf 179 900 Hektar gedrillt und liegt um 7 900 Hektar bzw. 4 Prozent unter dem Anbauumfang des Erntejahres 2025. Die Aussaatfläche von Winterraps wurde um 1 400 Hektar bzw. 1 Prozent verringert. Die Erntefläche im Jahr 2026 wird voraussichtlich rund 96 200 Hektar betragen.

Nach den hohen Ertragseinbußen durch Frostereignisse im Jahr 2024 verzeichneten die Thüringer Obstbaubetriebe im abgelaufenen Erntejahr 2025 überdurchschnittliche Erträge. Bei der Gesamterntemenge wurde das langjährige Mittel der

Jahre 2019/2024 um knapp ein Drittel (31 Prozent) übertroffen. Insgesamt wurden rund 32 900 Tonnen Baumobst geerntet. Die Apfelernte fiel mit insgesamt 26 300 Tonnen gegenüber dem langjährigen Mittel 2019/2024 um 5 800 Tonnen bzw. 29 Prozent höher aus.

Die Erntemenge an Sauerkirschen von 1 900 Tonnen lag um 27 Prozent über dem langjährigen Mittel der vergangenen 6 Jahre. Die Menge der geernteten Süßkirschen betrug ebenfalls rund 1 900 Tonnen. Gegenüber dem langjährigen Durchschnitt der Jahre 2019/2024 war hier ein Plus von 500 Tonnen bzw. 34 Prozent zu verzeichnen.

Von Januar bis November 2025 wurden rund 257 600 als tauglich beurteilte Tiere geschlachtet und 44 900 Tonnen Fleisch erzeugt. Die Schlachtmenge lag um 7 Prozent bzw. 2 900 Tonnen über dem vergleichbaren Zeitraum von 2024. Knapp zwei Drittel (66 Prozent) der Gesamtschlachtmenge entfielen auf Rindfleisch. Von Januar bis November 2025 wurden in den Betrieben mit einer Haltungskapazität von mindestens 3 000 Hennenhaltungsplätzen insgesamt 428 Millionen Eier erzeugt. Das waren 3 Prozent bzw. knapp 14 Millionen Eier weniger als im vergleichbaren Zeitraum 2024.
Autor: red

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