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Tarifabschluss für die holz- und kunststoffverarbeitende Industrie erzielt

Mehr in der Lohntüte

Dienstag, 03. Februar 2026, 13:35 Uhr
Die rund 20.000 Beschäftigten in der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie erhalten mehr Lohn. Außerdem gibt es im April dieses Jahres eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro...

Die Entgelte der rund 20.000 Beschäftigten der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie in Thüringen steigen in vier Schritten: Ab 1. Juni werden die Entgelte um 2 Prozent, ab 1. November um 0,7 Prozent, ab 1. April 2027 um 0,8 Prozent und ab 1. Juli 2027 um weitere 2,2 Prozent angehoben. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro im April 2026.

Die Ausbildungsvergütungen steigen ab 1. August 2026 um 70 Euro und ab 1. Juli 2027 um weitere 30 Euro in jedem Ausbildungsjahr pro Monat an. Im vierten Ausbildungsjahr erhalten Auszubildende damit monatlich 1.270 Euro zum 1. Juni 2026 und ab 1. Juli 2027 1.300 Euro pro Monat. Zudem erhalten die Auszubildenden eine Einmalzahlung von 150 Euro im April 2026.

Jan-Paul Grüner, Verhandlungsführer der IG Metall Mitte, bezeichnet das Ergebnis angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage einiger Thüringer Betriebe als Erfolg gewerkschaftlicher Solidarität: „Im Rahmen der insgesamt vier Erhöhungsstufen steigen die Entgelte in Thüringen gegenüber dem Einkommensniveau in anderen Bundesländern um insgesamt 1,5 Prozent. Damit haben wir in Bezug auf unsere Forderung einer Angleichung der Entgelte einen erheblichen Schritt in die richtige Richtung getan.“

Die IG Metall-Tarifkommission hat dem Ergebnis einstimmig zugestimmt. Die Laufzeit des Tarifvertrags endet am 29. Februar 2028.

Autor: red

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