Pläne für Datencenter final beerdigt
Komplett sauber abgeräumt
Donnerstag, 05. Februar 2026, 14:30 Uhr
Pläne für den Bau eines Hyperscale Datacenters sorgten Ende vergangenen Jahres für Diskussionen in der Landgemeinde Bleicherode. Gegen das riesige Rechenzentrum auf der grünen Wiese regte sich Widerstand und das mit Erfolg…
Auf dem grünen Feld bis zur Baumreihe am Horziont sollte sich laut Vorstellung des Leipziger Entwicklers am Hünstein ein Riesen-Rechenzentrum ziehen (Foto: agl)
Ende November berichtete die nnz vom Silicon Hünstein und den Plänen für ein Rechenzentrum, welches auf rund 53 Hektar Fläche zwischen den drei Ortschaften Nohra, Wollersleben und Wolkramshausen hätte gebaut werden können. Am Hünstein wurde dazu schnell und deutlich Kritik laut, eine Bürgerinitiative sammelte Argumente und Fakten, die dem Landgemeinderat vorgelegt werden sollten.
Der hatte noch im Dezember getagt und der weiteren Planung Einstimmig einen ersten Riegel vorgeschoben. Der finale Sargnagel für das umstrittene Bauprojekt mitten auf der grünen Wiese fiel vergangene Woche in der ersten Sitzung des neuen Jahres, mit der Aufhebung eines Beschlusses, der Landgemeinde-Bürgermeisterin Franka Hitzing dazu verpflichtet hätte, einen städtebaulichen Vertrag mit dem Projektentwickler FAB aus Leipzig auszuarbeiten.
Am Hünstein ist die Freude groß. Ziel sei gewesen, den Landgemeinderat nicht alleine dem Einfluss des Projektentwicklers zu überlassen und das habe gut funktioniert, berichtet ein Mitglied der Bürgerinitiative der nnz. Der Druck, den man zügig und auf vielen Kanälen aufgebaut habe, sei auch an der richtigen Stelle angekommen.
Das Resümee kann auch die Bürgermeisterin der Landgemeinde teilen, der Gemeinderat habe erst im Nachgang der öffentlichen Veranstaltungen des Projektentwicklers und dem darauffolgenden, massivem Widerspruch aus der Bevölkerung eine "Rolle rückwärts" gemacht, sagt Hitzing der nnz. Im Dezember wurde ein Beschluss zu dem Vorhaben aus dem April aufgehoben, das man die zweite Abstimmung erst Ende vergangener Woche durchführen konnte, war eher bürokratischen Fristen geschuldet. "Die Sache ist jetzt komplett sauber abgeräumt", sagt die Bürgermeisterin.
Was nicht heißt, dass damit alle Messen gesungen sind. Für die Energiewirtschaft sei die Landgemeinde weiterhin interessant, die Lage dank Autobahn und Umspannwerk attraktiv, erläuter Hitzing. Vor der Debatte um das Rechenzentrum gab es etwa Überlegungen zur Ansiedlung einer Batteriespeicher-Anlage nahe dem Umspannwerk, die mit dem "Hyperscale Datacenter" im Blick wieder vom Tisch genommen wurden. "Generell sollten wir als Region sehen, dass wir uns an den Entwicklungen beteiligen, zumindest solange wir dabei Wege finden, als Region auch zu profitieren", so Hitzing weiter. Auf dem Acker zwischen den drei Orten dürfte nun aber erst einmal Ruhe eingekehrt sein, statt dem Bagger wird hier weiterhin der Traktor rollen.
Angelo Glashagel
Autor: red
Auf dem grünen Feld bis zur Baumreihe am Horziont sollte sich laut Vorstellung des Leipziger Entwicklers am Hünstein ein Riesen-Rechenzentrum ziehen (Foto: agl)
Ende November berichtete die nnz vom Silicon Hünstein und den Plänen für ein Rechenzentrum, welches auf rund 53 Hektar Fläche zwischen den drei Ortschaften Nohra, Wollersleben und Wolkramshausen hätte gebaut werden können. Am Hünstein wurde dazu schnell und deutlich Kritik laut, eine Bürgerinitiative sammelte Argumente und Fakten, die dem Landgemeinderat vorgelegt werden sollten.
Der hatte noch im Dezember getagt und der weiteren Planung Einstimmig einen ersten Riegel vorgeschoben. Der finale Sargnagel für das umstrittene Bauprojekt mitten auf der grünen Wiese fiel vergangene Woche in der ersten Sitzung des neuen Jahres, mit der Aufhebung eines Beschlusses, der Landgemeinde-Bürgermeisterin Franka Hitzing dazu verpflichtet hätte, einen städtebaulichen Vertrag mit dem Projektentwickler FAB aus Leipzig auszuarbeiten.
Am Hünstein ist die Freude groß. Ziel sei gewesen, den Landgemeinderat nicht alleine dem Einfluss des Projektentwicklers zu überlassen und das habe gut funktioniert, berichtet ein Mitglied der Bürgerinitiative der nnz. Der Druck, den man zügig und auf vielen Kanälen aufgebaut habe, sei auch an der richtigen Stelle angekommen.
Das Resümee kann auch die Bürgermeisterin der Landgemeinde teilen, der Gemeinderat habe erst im Nachgang der öffentlichen Veranstaltungen des Projektentwicklers und dem darauffolgenden, massivem Widerspruch aus der Bevölkerung eine "Rolle rückwärts" gemacht, sagt Hitzing der nnz. Im Dezember wurde ein Beschluss zu dem Vorhaben aus dem April aufgehoben, das man die zweite Abstimmung erst Ende vergangener Woche durchführen konnte, war eher bürokratischen Fristen geschuldet. "Die Sache ist jetzt komplett sauber abgeräumt", sagt die Bürgermeisterin.
Was nicht heißt, dass damit alle Messen gesungen sind. Für die Energiewirtschaft sei die Landgemeinde weiterhin interessant, die Lage dank Autobahn und Umspannwerk attraktiv, erläuter Hitzing. Vor der Debatte um das Rechenzentrum gab es etwa Überlegungen zur Ansiedlung einer Batteriespeicher-Anlage nahe dem Umspannwerk, die mit dem "Hyperscale Datacenter" im Blick wieder vom Tisch genommen wurden. "Generell sollten wir als Region sehen, dass wir uns an den Entwicklungen beteiligen, zumindest solange wir dabei Wege finden, als Region auch zu profitieren", so Hitzing weiter. Auf dem Acker zwischen den drei Orten dürfte nun aber erst einmal Ruhe eingekehrt sein, statt dem Bagger wird hier weiterhin der Traktor rollen.
Angelo Glashagel
