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Ein Blick in die Statistik

Über 34.000 Helfer in der Not

Montag, 09. Februar 2026, 11:05 Uhr
Am Mittwoch ist "Tag des Notrufs" in Europa. Die Zahlenakrobaten des Statistischen Landesamtes haben aus diesem Anlass auf die Feuerwehren im Freistaat, in denen über 34.000 Männer und Frauen aktiv sind...

In Summe 36 442 Einsätze bewältigten die Thüringer Feuerwehren (ohne Werkfeuerwehren) allein im Jahr 2024. Dazu zählen allerdings auch Fehlalarmierungen. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik anlässlich des europäischen Tags des Notrufs mitteilt, war das verglichen mit dem Jahr zuvor eine Verringerung um 1 590 Einsätze bzw. -4,2 Prozent. Bei den Einsätzen im Jahr 2024 wurden 4 264 Personen aus akuten Gefahrensituationen oder Lebensgefahr gerettet.

Über 12 Zentrale Leitstellen konnten im Jahr 2024 neben den Rettungsdiensten in Thüringen 10 Berufsfeuerwehren sowie 1 560 Freiwillige Stadtteil- und Ortsteilfeuerwehren alarmiert werden.

Insgesamt 34 169 aktive Feuerwehrkräfte waren 2024 in den Thüringer Feuerwehren tätig. Davon leisteten 916 Personen ihren Dienst in den Berufsfeuerwehren und 33.253 engagierten sich in den Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren. Im Vergleich zu 2023 gab es bei den Berufsfeuerwehren einen Zuwachs von 7 Aktiven (+0,8 Prozent) und bei den Freiwilligen Feuerwehren einen Rückgang um 285 Aktive (-0,8 Prozent). Im 5-Jahres-Vergleich konnte bei den Berufsfeuerwehren ein Zuwachs von 87 Personen (+10,5 Prozent) verzeichnet werden. Bei den Freiwilligen Wehren sank die Zahl der Aktiven gegenüber 2019 um 327 Personen
(-1,0 Prozent).

Beim Stichwort „Einsatz für die Feuerwehr“ kommt den meisten Menschen vermutlich zuerst das Löschen von Bränden in den Sinn. Tatsächlich war die Brandbekämpfung statistisch aber nur bei jedem 7. Einsatz (4 881 Fälle bzw. 13,4 Prozent) im Jahr 2024 die Ursache für das Ausrücken einer Thüringer Feuerwehr. Der weitaus häufigste Anlass für die Alarmierung waren mit 25 042 Einsätzen bzw. 68,7 Prozent Einsätze der Allgemeinen Hilfe, worunter Unterstützung bei Unfällen, Havarien, Sturmschäden, Tierrettungen und vieles mehr zählen (-1 604 Fälle bzw. -6,0 Prozent gegenüber 2023). Hinzu kamen 6 519 Fehlalarmierungen, die für fast jeden 6. Einsatz (17,9 Prozent) verantwortlich waren (+172 Einsätze bzw. +2,7 Prozent gegenüber 2023).

Dank der einheitlichen Notrufnummer 112 wird europaweit gewährleistet, dass die Feuerwehren sowie die anderen Hilfsorganisationen im Brandschutz, der Allgemeinen Hilfe und im Katastrophenschutz für jeden erreichbar sind, der auf ihre Hilfe angewiesen ist. Nicht nur der Notruf, sondern auch die haupt- und ehrenamtlichen Rettenden stehen rund um die Uhr zur Hilfe bereit. Das verdient unser aller Respekt, Anerkennung und besonderen Dank.
Autor: red

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