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35 Jahre Berufsbildungszentrum Nordhausen

Sicher in allen Verkehrslagen

Freitag, 20. März 2026, 17:00 Uhr
Vor 35 Jahren begann in Nordhausen die Geschichte des Berufsbildungszentrums, kurz BBZ. In den einschlägigen Kreisen ist das Kürzel inzwischen weit über Nordhausen hinaus bekannt. Beim Thema Verkehrs- und Fahrsicherheit hat man sich einen Namen gemacht aber das ist schon lange nicht mehr das einzige Standbein…

Die alte Generation geht, der Nachwuchs übernimmt: pünktlich zum 35, Jubiläum des BBZ hat sich nach Olaf Salomon auch Doris Schuhmann in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet. Die neuen Köpfe an der Spitze sind Loris Fiedler (links) und Eric Benkenstein rechts (Foto: agl) Die alte Generation geht, der Nachwuchs übernimmt: pünktlich zum 35, Jubiläum des BBZ hat sich nach Olaf Salomon auch Doris Schuhmann in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet. Die neuen Köpfe an der Spitze sind Loris Fiedler (links) und Eric Benkenstein rechts (Foto: agl)

Trotz grau kalter Witterung kam am Morgen eine erkleckliche Anzahl an Gästen auf den Hof des BBZ am ehemaligen IFA-Gelände. Man hat über die Jahre viele Freunde gefunden, durch stete Arbeit, Innovationskraft und Engagement.

Der Anfang war wie so oft zu Beginn der 90er Jahre ein kleiner. Gerade einmal fünf Mitarbeiter zählte das junge Projekt damals, man wollte vor allem anderen Menschen für den Kraftfahrbereich fit zu machen. „Qualifizierung war dabei immer nur das eine Thema, es ging auch um Orientierung in einer schweren Zeit, um Stabilität und die Befähigung, Perspektiven zu schaffen“, sagt Eric Benkenstein 35 Jahre später. Das BBZ ist gewachsen, erst durch gute Netzwerke, dann mit der Übernahme des alten Ernst-Thälmann-Stadions und dem Bau des „Autodroms“, später durch die Fusion mit dem Bildungszentrum IKL.

Einen Namen macht man sich vor allem mit dem Fahrsicherheitstraining und der Ausbildung von Fachleuten. In Deutschland gibt es heute kaum noch einen Fahrsicherheitstrainer, der nicht wenigstens einmal in Nordhausen und auf dem Autodrom war. Die großen Lkw mit „Stützrädern“ sind in Europa einmalig und Abseits der Kraftfahrer auf den Autobahnen hat man sich auch in Spezialbereichen wie der Fahrsicherheit im Gelände, beim Führen von Einsatzfahrzeugen oder dem Training für mobilitätseingeschränkte Fahrer ausgezeichnet.

Zudem engagiert man sich national wie international in den einschlägigen Gremien, etwa im Ausschuss für Fahrzeugtechnik oder dem Verkehrssicherheitsrat. „Wir können Dinge anbieten, die gibt es nicht beim ADAC, nicht bei der Bundeswehr und nicht bei der Verkehrswacht“, darf Benkenstein schwärmen, die Liste der Partner, die man über die Jahre gewonnen hat, ist lang und nicht allein auf die Region beschränkt. Möglich wurde der Erfolg auch durch Kontinuität in der Führung, so Benkenstein weiter und verweist dabei zum einen auf seinen Vorgänger Olaf Salomon, der das BBZ seit seiner Gründung bis Mitte vergangenen Jahres führte. Eine zweite, langjährige Stütze der erfolgreichen Arbeit wurde heute verabschiedet: Doris Schuhmann.

Sie zeigte sich verantwortlich für das zweite, maßgebliche Standbein des BBZ: die Berufsbildung. Über das Bildungszentrum IKL stand man schon lange in Verbindung, 2015 folgte die Fusion. „Du hast die Strukturen geschaffen und vertrauen aufgebaut, deine Leistung verdient Sichtbarkeit. Wir danken dir für dein Lebenswerk“, lobt der neue Geschäftsführer zur offiziellen Verabschiedung heute und Schuhmann hat daraufhin noch so manche Hand zu schütteln.

Wie dieses Werk aussieht, kann man wenige Meter weiter aus nächster Nähe begutachten: in der Ausbildungswerkstatt herrscht auch heute reger Betrieb. Der Nachwuchs lernt hier sowohl an den älteren, robusten Maschinen, als auch an neuester Technik - von der großen CNC Fräse bis zu 3D-Druck mit Filament- und Resin oder Python Programmierung am Robotik-Modell. Neben den Betrieben der Region ist das BBZ inzwischen auch fester Anlaufpunkt für die Schulen geworden, die einen Partner in Sachen Berufsorientierung gefunden haben.

Der Erfolg der letzten 35 Jahre sei am Ende aber nicht allein dem Wirken einzelner geschuldet, wird Benkenstein schließen, sondern ist engagierten Kollegen zu verdanken, deren Leistung über die Jahrzehnte hinweg Respekt verdiene. Auf die großen Veränderungen die durch Digitalisierung bis Automatisierung auf das BBZ zukommen, sei man dank eines starken Teams gut vorbereitet, das Jubiläum sei deswegen nicht nur ein Meilenstein, sondern ebenso ein Versprechen, auch in Zukunft Verantwortung zu übernehmen.
Angelo Glashagel
Autor: red

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