IFA Museum
IFA Museum blickte zurück und stellte sich neu auf
Samstag, 04. April 2026, 08:00 Uhr
Nach drei Jahren im Amt wählt der IFA-Museums Verein in seiner Mitgliederversammlung eine neue Leitung und einen neuen Beirat. Dabei zog man eine positive Bilanz und das nicht nur für die vergangenen drei Jahre...
Der Vorstand berichtet in seinem Rechenschaftsbericht über eine erfolgreiche Arbeitsperiode, solide Finanzarbeit und einen gute Kassenarbeit.
Es gehört zu den festen Ritualen des Vereinslebens, dass die Vorstände in Abständen Rechenschaft über ihre Arbeit ablegen und um das Vertrauen der Mitglieder werben. Die Mitgliederversammlungen folgen festen Regeln, denn es geht oft um mehr als nur schöne Berichte und ein gemütliches Beisammensein im Anschluss, es geht auch um Dank für die geleistete Arbeit und Nachdenken über die Zukunft.
Der Verein IFA-Museum ist da nicht anders und doch ist hier vieles nicht mit normalen Vereinen vergleichbar. Dazu gehört besonders die Tatsache, dass das Museum täglich für die Öffentlichkeit zugänglich ist, also Mitglieder immer präsent sein müssen.
Im Dezember 2007 gründete ein kleiner Kreis ehemaliger Motorenwerker im Autohaus ihres Freundes Helmut Peter den Verein IFA-Museum Nordhausen am Harz. Eigentlich wollte man zunächst nur die verstreuten Überreste der untergegangenen IFA retten. Der Umstand, dass sich in der Garage von Bäckermeister Günter Helbing aus dem Eichsfeld noch einige Nordhäuser Traktoren fanden, beförderte ihren Willen, die Geschichte der Industrie an der Freiherr-vom Stein Straße vor der Vergessenheit zu bewahren.
Viele von ihnen hatten einen Großteil ihres Berufslebens damit verbracht, mit Fachkenntnis und Leidenschaft Traktoren und Dieselmotoren zu bauen. Nach der Vereinsgründung bedurfte es dann weiterer vier Jahre, bis sie genug zusammengetragen hatten und im ehemaligen Kulturhaus einen würdigen, passenden Platz für ihre Ausstellung fanden.
Die Eröffnung 2011 war ein voller Erfolg, zeigte sich doch das breite Interesse an der eigenen Geschichte. Heute hat der Verein 136 Mitglieder und dazu kommt eine große Zahl von Freunden und Förderern. Inzwischen ist aus den bescheidenen Anfängen ein ehrenamtlich geführtes Museum entstanden, das einem wichtigen Teil der Nordhäuser Industriegeschichte präsentiert. Das Museum ist inzwischen unter Fachleuten anerkannt und fester Bestandteil der Museumslandschaft in Mitteldeutschland.
Seit Eröffnung haben ca. 80.000 Besucher den Weg in die Montaniastraße gefunden. Die Vereinsmitglieder haben über 30.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit investiert, um über 130 Objekte und große Exponate aufzuarbeiten, zu präsentieren und ihre Geschichte zu erklären. Darunter sind einmalige Objekte wie die 100-jährige Lok LD 302 oder der Traktor ZT 300 mit Biogasantrieb. Ein Archiv mit weit über 25.000 Dokumenten ist entstanden und ein großes Betriebsmodell zeigt das Motorenwerk in seiner ganzen Ausdehnung.
Nach dem Corona-Einbruch 2020/21 kommen jährlich 7.000 bis 8.000 Interessierte, um sich mit der Geschichte vertraut zu machen. Der Verein kann es sich als besonderen Erfolg anrechnen, dass inzwischen Besucher aus allen Teilen der Bundesrepublik in das Nordhäuser Technikmuseum kommen. Oft sind es Fans mit ihren historischen Fahrzeugen oder ganze Vereine, die mit großem Interesse die Ausstellung besichtigen.
Als ein Alleinstellungsmerkmal haben sich die Führungen durch Zeitzeugen entwickelt. In den letzten Jahren waren die Sonderausstellungen und die dazugehörigen Fachvorträge besondere Höhepunkte und Besuchermagnete. So kamen zu einigen Veranstaltungen so viele interessierte Besucher, dass wir viele unserer Exponate aus der großen Ausstellungshalle räumen mussten, um für den Ansturm genügend Sitzplätze anbieten zu können.
In seiner Mitgliederversammlung konnte der Verein nicht nur für die letzten drei Jahre eine positive Bilanz ziehen, die Arbeit über 18 Jahre hat sich ausgezahlt. Der Landkreis und der Ministerpräsident von Thüringen würdigten diese Arbeit durch Ehrenurkunden für den Verein und seinen Vorsitzenden. Sie sind Ansporn für die weitere Arbeit.
In der Veranstaltung am 17. März haben die Mitglieder einen neuen Vorstand und einen wissenschaftlichen Beirat gewählt. Ihre Aufgabe wird es sein die Herausforderungen der nächsten Jahre zu bewältigen. Dazu braucht es neue Ideen, um die Ausstellung vor allem für junge Besucher attraktiver zu gestalten und natürlich der Unterstützung durch Stadt und Land.
Hans Georg Franke
IFA-Museum Nordhausen am Harz
Autor: redDer Vorstand berichtet in seinem Rechenschaftsbericht über eine erfolgreiche Arbeitsperiode, solide Finanzarbeit und einen gute Kassenarbeit.
Es gehört zu den festen Ritualen des Vereinslebens, dass die Vorstände in Abständen Rechenschaft über ihre Arbeit ablegen und um das Vertrauen der Mitglieder werben. Die Mitgliederversammlungen folgen festen Regeln, denn es geht oft um mehr als nur schöne Berichte und ein gemütliches Beisammensein im Anschluss, es geht auch um Dank für die geleistete Arbeit und Nachdenken über die Zukunft.
Der Verein IFA-Museum ist da nicht anders und doch ist hier vieles nicht mit normalen Vereinen vergleichbar. Dazu gehört besonders die Tatsache, dass das Museum täglich für die Öffentlichkeit zugänglich ist, also Mitglieder immer präsent sein müssen.
Im Dezember 2007 gründete ein kleiner Kreis ehemaliger Motorenwerker im Autohaus ihres Freundes Helmut Peter den Verein IFA-Museum Nordhausen am Harz. Eigentlich wollte man zunächst nur die verstreuten Überreste der untergegangenen IFA retten. Der Umstand, dass sich in der Garage von Bäckermeister Günter Helbing aus dem Eichsfeld noch einige Nordhäuser Traktoren fanden, beförderte ihren Willen, die Geschichte der Industrie an der Freiherr-vom Stein Straße vor der Vergessenheit zu bewahren.
Viele von ihnen hatten einen Großteil ihres Berufslebens damit verbracht, mit Fachkenntnis und Leidenschaft Traktoren und Dieselmotoren zu bauen. Nach der Vereinsgründung bedurfte es dann weiterer vier Jahre, bis sie genug zusammengetragen hatten und im ehemaligen Kulturhaus einen würdigen, passenden Platz für ihre Ausstellung fanden.
Die Eröffnung 2011 war ein voller Erfolg, zeigte sich doch das breite Interesse an der eigenen Geschichte. Heute hat der Verein 136 Mitglieder und dazu kommt eine große Zahl von Freunden und Förderern. Inzwischen ist aus den bescheidenen Anfängen ein ehrenamtlich geführtes Museum entstanden, das einem wichtigen Teil der Nordhäuser Industriegeschichte präsentiert. Das Museum ist inzwischen unter Fachleuten anerkannt und fester Bestandteil der Museumslandschaft in Mitteldeutschland.
Seit Eröffnung haben ca. 80.000 Besucher den Weg in die Montaniastraße gefunden. Die Vereinsmitglieder haben über 30.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit investiert, um über 130 Objekte und große Exponate aufzuarbeiten, zu präsentieren und ihre Geschichte zu erklären. Darunter sind einmalige Objekte wie die 100-jährige Lok LD 302 oder der Traktor ZT 300 mit Biogasantrieb. Ein Archiv mit weit über 25.000 Dokumenten ist entstanden und ein großes Betriebsmodell zeigt das Motorenwerk in seiner ganzen Ausdehnung.
Nach dem Corona-Einbruch 2020/21 kommen jährlich 7.000 bis 8.000 Interessierte, um sich mit der Geschichte vertraut zu machen. Der Verein kann es sich als besonderen Erfolg anrechnen, dass inzwischen Besucher aus allen Teilen der Bundesrepublik in das Nordhäuser Technikmuseum kommen. Oft sind es Fans mit ihren historischen Fahrzeugen oder ganze Vereine, die mit großem Interesse die Ausstellung besichtigen.
Als ein Alleinstellungsmerkmal haben sich die Führungen durch Zeitzeugen entwickelt. In den letzten Jahren waren die Sonderausstellungen und die dazugehörigen Fachvorträge besondere Höhepunkte und Besuchermagnete. So kamen zu einigen Veranstaltungen so viele interessierte Besucher, dass wir viele unserer Exponate aus der großen Ausstellungshalle räumen mussten, um für den Ansturm genügend Sitzplätze anbieten zu können.
In seiner Mitgliederversammlung konnte der Verein nicht nur für die letzten drei Jahre eine positive Bilanz ziehen, die Arbeit über 18 Jahre hat sich ausgezahlt. Der Landkreis und der Ministerpräsident von Thüringen würdigten diese Arbeit durch Ehrenurkunden für den Verein und seinen Vorsitzenden. Sie sind Ansporn für die weitere Arbeit.
In der Veranstaltung am 17. März haben die Mitglieder einen neuen Vorstand und einen wissenschaftlichen Beirat gewählt. Ihre Aufgabe wird es sein die Herausforderungen der nächsten Jahre zu bewältigen. Dazu braucht es neue Ideen, um die Ausstellung vor allem für junge Besucher attraktiver zu gestalten und natürlich der Unterstützung durch Stadt und Land.
Hans Georg Franke
IFA-Museum Nordhausen am Harz



















