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"Sirenengesänge“

Kästner-Abend feiert Premiere in Nordhausen

Freitag, 10. April 2026, 14:19 Uhr
Das Theater Nordhausen präsentiert Erich Kästner jenseits seiner Kinderbücher: „Sirenengesänge" zeigt den Autor als scharfzüngigen Satiriker. Drei Darstellerinnen interpretieren seine gesellschaftskritischen Texte in einer literarisch-musikalischen Inszenierung...

Laura Bettinger, Franka Anne Kahl und Anne Kies stehen bals mit einem Kästner-Stück auf der Bühne in Nordhausen. (Foto: Anke Neugebauer) Laura Bettinger, Franka Anne Kahl und Anne Kies stehen bals mit einem Kästner-Stück auf der Bühne in Nordhausen. (Foto: Anke Neugebauer)
Mit einem literarisch-musikalischen Abend rund um Erich Kästner bringt das Theater Nordhausen eine besondere Produktion auf die Bühne: Am 17. April 2026 um 19.30 Uhr feiert „Sirenengesänge“ im Theater im Anbau Premiere. Die Inszenierung ist eine Kooperation mit dem Schiller-Theater Rudolstadt.

Verantwortlich für Konzept und Umsetzung zeichnen Alexander Stillmark (Inszenierung) und Volker Pfüller (Bühne und Kostüme), die sich intensiv mit Kästners vielseitigem Werk auseinandergesetzt haben. Während der Autor vielen vor allem durch seine bekannten Kinderbücher in Erinnerung ist, rückt die Produktion seine Rolle als scharfzüngiger Satiriker und kritischer Beobachter der Gesellschaft in den Mittelpunkt.

Unter dem Titel „Leben ist immer lebensgefährlich“ interpretieren Laura Bettinger, Franka Anne Kahl und Anne Kies ausgewählte Texte als „Sirenengesänge“ – mal ironisch, mal bissig, stets mit feinem Gespür für Sprache und Zeitgeist. Musikalisch begleitet werden sie am Klavier von Thomas Voigt.

Der Abend versteht sich als Reminiszenz an das literarische Kabarett der Berliner Moderne und verbindet Unterhaltung mit gesellschaftskritischem Anspruch. Kästners pointierte Texte entfalten dabei eine Aktualität, die laut Kritik „moderner nicht sein könnte“. Die Darstellerinnen erscheinen dabei wie Beobachterinnen von außen, die mit scharfem Blick und viel Ironie auf die Gegenwart schauen.

Weitere Vorstellungen sind am 24. April (19.30 Uhr), 3. Mai (14.30 Uhr) und 16. Mai 2026 (19.30 Uhr) jeweils im Theater im Anbau geplant.
Autor: red

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