Fünftes Sinfoniekonzert im Theater Nordhausen
Wenn das Cello spricht
Dienstag, 21. April 2026, 16:51 Uhr
Das Loh-Orchester unter Gabor Hontvari präsentierte im Theater Nordhausen ein Konzert der Superlative. Christel Laude war beim fünften Sinfoniekonzert für die nnz dabei...
Bereits mit der zauberhaften musikalischen Geschichte von Peter und der Wolf bewies der russische Komponist Sergej Prokofjew sein besonderes Gespür für die Klangfarben der Instrumente eines Orchesters. In seinem sinfonischen Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 125 unterstrich er dies ein weiteres Mal.
Diese Sinfonia Concertante, wie das Werk auch bezeichnet wird, brachte das Loh-Orchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Gabor Hontvari im 5. Sinfoniekonzert im Theater Nordhausen zur Aufführung. Solist war der 1989 in Hannover geborene Cellist Valentino Worlitsch, Solocellist des Gewandhausorchesters Leipzig, der über große internationale Erfahrung verfügt.
Die Sinfonia ist ein Werk mit höchsten Ansprüchen an Solist und Orchester – und darüber hinaus auch an das Publikum. Vergleichbar einer großen Gesprächsrunde bildete das Orchester die musikalische Grundlage, wobei sich alle Instrumente mit bravourös gespielten Soli an der Diskussion beteiligten. Der Hauptpart jedoch lag beim Cello mit seinem extrem anspruchsvollen Solopart.
Der Solist beherrschte alle spieltechnischen Facetten, korrespondierte sensibel mit den Orchesterinstrumenten, vermochte unterschiedlichste Stimmungen auszudrücken und spielte mit äußerster Konzentration, zugleich aber mit wohltuender Leichtigkeit. Besonders hervorzuheben ist das atemberaubende Tempo in der Kadenz. Nach lang anhaltendem Beifall gab es eine Zugabe.
Aufgrund der Gewichtigkeit der Werke standen in diesem Sinfoniekonzert lediglich zwei Stücke auf dem Programm. Nach der Pause erklang die ebenso monumentale 5. Sinfonie von Peter Tschaikowsky, auch als Schicksalssinfonie bezeichnet.
Hier beeindruckte vor allem der Dirigent. Mit großer Emotionalität führte er das Orchester und interpretierte den teils widersprüchlichen Gehalt des Werkes, der aus dem Leben des Komponisten selbst hervorgegangen ist: von Zweifeln geprägt, über tänzerische Momente bis hin zu euphorischen Ausbrüchen – einem Sieg über das Schicksal gleichkommend.
Wie auch immer das Ende der Sinfonie gedeutet werden mag, es mündete in einen positiven Schlussakkord, der einem feierlichen Choral in Dur gleichkommt. Mit stürmischem Beifall wurden Dirigent und Orchester verabschiedet.
Christel Laude
Autor: redBereits mit der zauberhaften musikalischen Geschichte von Peter und der Wolf bewies der russische Komponist Sergej Prokofjew sein besonderes Gespür für die Klangfarben der Instrumente eines Orchesters. In seinem sinfonischen Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 125 unterstrich er dies ein weiteres Mal.
Diese Sinfonia Concertante, wie das Werk auch bezeichnet wird, brachte das Loh-Orchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Gabor Hontvari im 5. Sinfoniekonzert im Theater Nordhausen zur Aufführung. Solist war der 1989 in Hannover geborene Cellist Valentino Worlitsch, Solocellist des Gewandhausorchesters Leipzig, der über große internationale Erfahrung verfügt.
Die Sinfonia ist ein Werk mit höchsten Ansprüchen an Solist und Orchester – und darüber hinaus auch an das Publikum. Vergleichbar einer großen Gesprächsrunde bildete das Orchester die musikalische Grundlage, wobei sich alle Instrumente mit bravourös gespielten Soli an der Diskussion beteiligten. Der Hauptpart jedoch lag beim Cello mit seinem extrem anspruchsvollen Solopart.
Der Solist beherrschte alle spieltechnischen Facetten, korrespondierte sensibel mit den Orchesterinstrumenten, vermochte unterschiedlichste Stimmungen auszudrücken und spielte mit äußerster Konzentration, zugleich aber mit wohltuender Leichtigkeit. Besonders hervorzuheben ist das atemberaubende Tempo in der Kadenz. Nach lang anhaltendem Beifall gab es eine Zugabe.
Aufgrund der Gewichtigkeit der Werke standen in diesem Sinfoniekonzert lediglich zwei Stücke auf dem Programm. Nach der Pause erklang die ebenso monumentale 5. Sinfonie von Peter Tschaikowsky, auch als Schicksalssinfonie bezeichnet.
Hier beeindruckte vor allem der Dirigent. Mit großer Emotionalität führte er das Orchester und interpretierte den teils widersprüchlichen Gehalt des Werkes, der aus dem Leben des Komponisten selbst hervorgegangen ist: von Zweifeln geprägt, über tänzerische Momente bis hin zu euphorischen Ausbrüchen – einem Sieg über das Schicksal gleichkommend.
Wie auch immer das Ende der Sinfonie gedeutet werden mag, es mündete in einen positiven Schlussakkord, der einem feierlichen Choral in Dur gleichkommt. Mit stürmischem Beifall wurden Dirigent und Orchester verabschiedet.
Christel Laude

