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ThINKA No. 3

Sozialraumprojekt geht auch in Salza an den Start

Mittwoch, 22. April 2026, 14:45 Uhr
Das „ThINKA“ Projekt ist mit dem heutigen Tag auch in Salza vertreten, am Mittag wurde das Büro in der Dietrich Bonhoeffer Straße eingeweiht. Drei Mitarbeiter sollen den Menschen vor Ort bei Bedarf helfend und beratend zur Seite stehen, bei großen wie kleinen Problemlagen…

Nach dem ersten ThINKA Büro im Bochumer Hof und der Eröffnung des Büros in Nordhausen Ost ist die Dependance in Salza nun die dritte Anlaufstelle in der Kreisstadt. „Die Problemlagen der Menschen sind natürlich ähnlich, aber die Zusammensetzung des Sozialraums ist eine andere.“, erzählt Dagmar Berger, die das Projekt zusammen mit Maximilian Merkel und Jessica Stolze betreut.

Unterstützung für Salza bei "ThINKA", v.l.: Maximilian Merkel, Jessica Stolze und Dagmar Berger (Foto: agl) Unterstützung für Salza bei "ThINKA", v.l.: Maximilian Merkel, Jessica Stolze und Dagmar Berger (Foto: agl)

Neben der Blockbebauung in der Bonhoeffer Straße und ihrer Umgebung prägen auch Einfamilienhäuser das Bild und neben Salza als Stadtteil will man bei Bedarf auch nach Herreden, Hesserode, Hörningen und Hochstedt kommen. Städtischer Charakter mischt sich mit dem ländlichen, Alte wie Junge, Einheimische und Zugezogene - in Salza kommt alles zusammen.

So vielfältig wie die Menschen sind auch die Probleme, für die man bei ThINKA - das Acronym steht für „Thüringer Initiative für Integration, Nachhaltigkeit, Kooperation & Aktivierung“ - Unterstützung bieten will. Sorgen mit der Miete, Ärger mit dem Jobcenter, Wohnungs- und Arbeitssuche, Schuldnerberatung, Leistungsbeantragung - für solche Fälle sind Berger und Kollegen da, erreichbar direkt im Wohngebiet. „Es gibt kleine Probleme, die sich leicht lösen lassen und es gibt Probleme, die fangen scheinbar klein an, entpuppten sich dann aber im Zusammenhang als vielschichtigere und größere Aufgaben. Da braucht es dann auch mal mehr als einen Termin. Neben dem, was wir tun können, haben wir uns ein gutes Netzwerk aufgebaut und fungieren als Brücke in das weitere Hilfesystem und das funktioniert inzwischen sehr gut“, erzählt Berger.

Der Einschätzung pflichtet auch Pascal Wetzler von der SWG bei, der für den Einstand im Quartier ein passendes Geschenk für die Sozialarbeiter mitgebracht hatte - ein gut bestückter „Moderationskoffer“. Die Wohnungsbaugesellschaft begrüßt das Engagement vor Ort ausdrücklich, auch weil das Angebot natürlich auch der eigenen Mieterschaft in der Umgebung zu Gute kommt. „Der Quartiersansatz ist eine sehr gute Idee, die wir unbedingt unterstützen wollen und da das für uns als Wohnungsbaugesellschaft nicht mit „manpower“ geht, haben wir die Büroräume gestellt und hergerichtet“, erzählt Wetzler. „Der kürzeste Weg ist oft der Beste und mitunter sicher auch schneller als der übliche Behördengang. Und die Lage mitten im Wohngebiet gibt der Sache auch eine gewisse Anonymität.“, meint der SWG-Prokurist, im eigenen Haus freue man sich zudem, die Vernetzung der einzelnen Akteure nicht nur am Telefon zu praktizieren, sondern auch die Gesichter zu den Stimmen zu kennen.

Neben dem Hilfeangeboten will man bei „ThINKA“ auch dafür sorgen, dass sich etwas im Lebensumfeld der Menschen tut. Am Bochumer Hof hat man dazu zum Beispiel das „Quariterskochen“ eingeführt, bei dem man alle zwei Wochen zusammenkommt, gemeinsam kocht und sich so noch einmal auf anderer Ebene kennen lernen kann, erzählt Dagmar Berger. Vom Rentner bis zum Studenten sei da alles dabei. Ähnlich will man es auch in Salza halten, hier soll es ein „Begegnungsfrühstück“ geben. Dass sich die neuen Räumlichkeiten dafür anbieten, konnte man zur Eröffnung direkt erproben, die Gäste waren zahlreich.
Angelo Glashagel
Autor: red

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