Almauftrieb mit Handwerkermarkt und kulinarischen Angeboten
Lämmerfest auf der Ziegenalm Sophienhof
Montag, 27. April 2026, 09:10 Uhr
Auf 560 Metern Höhe im Harzdörfchen Sophienhof beging man am Wochenende wieder das traditionelle Lämmerfest der Ziegenalm. Heidschnucken, Harzziegen und ihr Nachwuchs erobern die Wiesen, während Handwerker seltene Künste vorführen. Doch hinter den Kulissen kämpft Familie Liebig auch mit besonderen Herausforderungen...
Wenn die Vegetation es zulässt und das Futter für die Tiere reicht, ist es wieder Zeit für das traditionelle Lämmerfest auf der Ziegenalm Sophienhof. Seit über 20 Jahren nutzt Betreiber Kai Liebig das letzte oder vorletzte Aprilwochenende für den traditionellen Almauftrieb.
Der Name ist Programm: Die Lämmer sind dann groß genug, um die erste Nacht allein draußen auf den Wiesen zu verbringen. Besucher erwartet nicht nur der Nachwuchs der Heidschnucken und Harzziegen, sondern das gesamte Tier-Ensemble des Hofes: Pferde, Esel, Rinder, Schafe, Damwild und Hühner sind auf dem weitläufigen Gelände zu erleben.
Gastronomisch ist das Fest breit aufgestellt. Es gibt Angebote aus dem Backhaus, der Käserei und dem Hofladen, dazu Gegrilltes und eine Gulaschkanone. Überbackener Käse steht ebenfalls auf dem Programm. Einen besonderen Platz nimmt das Strohhaus ein, das die Landfrauen aus dem Bekanntenkreis der Familie Liebig als Kuchenpavillon einrichten — mit reichlich selbst gebackenem Kuchen und Heißgetränken.
Ergänzt wird das Fest durch einen Handwerkermarkt. Liebig legt dabei Wert darauf, Stände mit vorführendem Handwerk zu gewinnen — Handwerker, die ihr Können direkt zeigen. Das wird allerdings schwieriger: Diese handgemachten Waren kommen zunehmend als Billigware aus dem Ausland. Da gibt es kaum noch Leute, die sich damit beschäftigen", bedauert Liebig. Kürschner, Hakenmacher, Schmiede — Berufsbilder, die auf solchen Märkten langsam verschwinden. Einen vollen Markt gab es dennoch, und die anwesenden Händler waren voll des Lobes" über ihre Umsätze. Über den Tag verteilt zählte das Fest mehr als 1.000 Besucher.
Die Gaststätte der Ziegenalm ist nicht mehr regulär geöffnet. Nach personellen Veränderungen betreibt die Familie die Alm mit reduzierter Mannschaft — Gruppenveranstaltungen sind auf Anfrage noch möglich. Der Hofladen bleibt das verlässliche Standbein und ist weiterhin ganzjährig geöffnet. Und Kerstin Liebig, die ihren Stammgästen seit Jahren eng verbunden ist, schließt nicht aus, dass die Gaststätte gelegentlich doch noch aufmacht — wenn es irgendwie geht.
Volker Georg Franke
Autor: vgfWenn die Vegetation es zulässt und das Futter für die Tiere reicht, ist es wieder Zeit für das traditionelle Lämmerfest auf der Ziegenalm Sophienhof. Seit über 20 Jahren nutzt Betreiber Kai Liebig das letzte oder vorletzte Aprilwochenende für den traditionellen Almauftrieb.
Der Name ist Programm: Die Lämmer sind dann groß genug, um die erste Nacht allein draußen auf den Wiesen zu verbringen. Besucher erwartet nicht nur der Nachwuchs der Heidschnucken und Harzziegen, sondern das gesamte Tier-Ensemble des Hofes: Pferde, Esel, Rinder, Schafe, Damwild und Hühner sind auf dem weitläufigen Gelände zu erleben.
Gastronomisch ist das Fest breit aufgestellt. Es gibt Angebote aus dem Backhaus, der Käserei und dem Hofladen, dazu Gegrilltes und eine Gulaschkanone. Überbackener Käse steht ebenfalls auf dem Programm. Einen besonderen Platz nimmt das Strohhaus ein, das die Landfrauen aus dem Bekanntenkreis der Familie Liebig als Kuchenpavillon einrichten — mit reichlich selbst gebackenem Kuchen und Heißgetränken.
Ergänzt wird das Fest durch einen Handwerkermarkt. Liebig legt dabei Wert darauf, Stände mit vorführendem Handwerk zu gewinnen — Handwerker, die ihr Können direkt zeigen. Das wird allerdings schwieriger: Diese handgemachten Waren kommen zunehmend als Billigware aus dem Ausland. Da gibt es kaum noch Leute, die sich damit beschäftigen", bedauert Liebig. Kürschner, Hakenmacher, Schmiede — Berufsbilder, die auf solchen Märkten langsam verschwinden. Einen vollen Markt gab es dennoch, und die anwesenden Händler waren voll des Lobes" über ihre Umsätze. Über den Tag verteilt zählte das Fest mehr als 1.000 Besucher.
Die Gaststätte der Ziegenalm ist nicht mehr regulär geöffnet. Nach personellen Veränderungen betreibt die Familie die Alm mit reduzierter Mannschaft — Gruppenveranstaltungen sind auf Anfrage noch möglich. Der Hofladen bleibt das verlässliche Standbein und ist weiterhin ganzjährig geöffnet. Und Kerstin Liebig, die ihren Stammgästen seit Jahren eng verbunden ist, schließt nicht aus, dass die Gaststätte gelegentlich doch noch aufmacht — wenn es irgendwie geht.
Volker Georg Franke



















