Insolvenzverfahren
Hammer-Filiale in Nordhausen schließt endgültig
Mittwoch, 29. April 2026, 16:00 Uhr
In der Nordhäuser Hammer-Filiale im Gewerbegebiet an der Halleschen Straße gehen endgültig die Lichter aus. Nach einem Abverkauf in den vergangenen Wochen öffnet der Raumausstatter- und Heimwerkermarkt am heutigen Mittwoch letztmals seine Türen...
Der Laden wirkt wie leergefegt. Morgen werden nur noch die Schlüssel an den Vermieter übergeben, sagte Ronald Klann. Der 55-Jährige gehört zu den letzten drei Mitarbeitern, die die Geschäfte in Nordhausen abgewickelt haben. Ein Azubi absolviert am heutigen Tag noch seine Prüfung und kann seine Ausbildung damit beenden. Die übrigen Beschäftigten der Nordhäuser Filiale haben sich beruflich bereits neu orientiert.
Schon im Herbst vergangenen Jahres stand die Zukunft vieler Hammer-Märkte auf der Kippe. Damals mussten bundesweit zahlreiche Filialen schließen, darunter auch der Markt in Mühlhausen. Hintergrund war die Insolvenz der Brüder Schlau Unternehmensgruppe aus Porta Westfalica, zu der die Hammer-Fachmärkte bis dahin gehörten.
Mehrere Gesellschaften hatten sogenannte Masseunzulänglichkeit angemeldet. Das bedeutet, dass die vorhandene Insolvenzmasse nicht ausreicht, um sämtliche während des Insolvenzverfahrens entstehenden Verpflichtungen vollständig zu erfüllen.
Im Zuge einer Umstrukturierung wurden von insgesamt 126 Märkten 93 in die neu gegründete Hammer Raumstylisten GmbH überführt. Auch die Nordhäuser Filiale schaffte damals den Sprung in diese neue Gesellschaft. Damit keimte Hoffnung auf einen Fortbestand auf. Das Sortiment wurde sogar noch einmal umgestellt. Übernommen wurden nach Unternehmensangaben nur wirtschaftlich erfolgreiche Märkte.
Doch die Hoffnung währte nicht lange: In der neu gegründeten Gesellschaft gab es nach Angaben von der Insolvenz verwaltenden PLUTA Rechtsanwalts GmbH Anlaufverzögerungen in der Warenversorgung, die insbesondere durch technische Probleme verursacht wurden und zu Umsatzausfällen und schließlich einer Liquiditätskrise führten. Nach einem erneuten Insolvenzantrag im Januar 2026 steht nun ein Großteil der verbliebenen 87 Filialen vor dem Aus. Rund die Hälfte davon soll bis Ende April geschlossen werden. Darunter nun auch der Standort in Nordhausen.
Susanne Schedwill
Autor: sscDer Laden wirkt wie leergefegt. Morgen werden nur noch die Schlüssel an den Vermieter übergeben, sagte Ronald Klann. Der 55-Jährige gehört zu den letzten drei Mitarbeitern, die die Geschäfte in Nordhausen abgewickelt haben. Ein Azubi absolviert am heutigen Tag noch seine Prüfung und kann seine Ausbildung damit beenden. Die übrigen Beschäftigten der Nordhäuser Filiale haben sich beruflich bereits neu orientiert.
Schon im Herbst vergangenen Jahres stand die Zukunft vieler Hammer-Märkte auf der Kippe. Damals mussten bundesweit zahlreiche Filialen schließen, darunter auch der Markt in Mühlhausen. Hintergrund war die Insolvenz der Brüder Schlau Unternehmensgruppe aus Porta Westfalica, zu der die Hammer-Fachmärkte bis dahin gehörten.
Mehrere Gesellschaften hatten sogenannte Masseunzulänglichkeit angemeldet. Das bedeutet, dass die vorhandene Insolvenzmasse nicht ausreicht, um sämtliche während des Insolvenzverfahrens entstehenden Verpflichtungen vollständig zu erfüllen.
Im Zuge einer Umstrukturierung wurden von insgesamt 126 Märkten 93 in die neu gegründete Hammer Raumstylisten GmbH überführt. Auch die Nordhäuser Filiale schaffte damals den Sprung in diese neue Gesellschaft. Damit keimte Hoffnung auf einen Fortbestand auf. Das Sortiment wurde sogar noch einmal umgestellt. Übernommen wurden nach Unternehmensangaben nur wirtschaftlich erfolgreiche Märkte.
Doch die Hoffnung währte nicht lange: In der neu gegründeten Gesellschaft gab es nach Angaben von der Insolvenz verwaltenden PLUTA Rechtsanwalts GmbH Anlaufverzögerungen in der Warenversorgung, die insbesondere durch technische Probleme verursacht wurden und zu Umsatzausfällen und schließlich einer Liquiditätskrise führten. Nach einem erneuten Insolvenzantrag im Januar 2026 steht nun ein Großteil der verbliebenen 87 Filialen vor dem Aus. Rund die Hälfte davon soll bis Ende April geschlossen werden. Darunter nun auch der Standort in Nordhausen.
Susanne Schedwill

