Der April im Überblick
Lass uns übers Wetter reden
Samstag, 02. Mai 2026, 07:00 Uhr
Das Wetter eignet sich ja bekanntermaßen exzellent dazu, behäbige Konversation zu beleben. Wer es also ganz genau wissen will, dem können die Experten vom Deutschen Wetterdienst reichlich Gesprächsstoff an die Hand geben. Zum Beispiel über den insgesamt recht trockenen aber dafür auch an Sonnenschein reichen April...
Der vergangene April brillierte wie der März mit viel Sonnenschein. Lange Hochdruckphasen in Verbindung mit trockener Festlandsluft sorgten nicht nur für außergewöhnlich viele Sonnenstunden, sondern in vielen Regionen auch für wenig Niederschlag. Lediglich in der östlichen Mitte und im Nordosten regnete es durchschnittlich viel.
Die Temperaturen waren vor allem tagsüber frühlingshaft mild, wohingegen sie nachts deutlich abfielen. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Kühle Nächte und frühlingshaft milde Tage
Im vergangenen April gab es zwar frühlingshaft milde Tage, aber vor allem die frischen Nächte verhinderten ein höheres Temperaturmittel; dieses lag bei 9,2 Grad Celsius (°C). Damit betrug die positive Abweichung 1,8 Grad gegenüber dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (7,4 °C). Ein Vergleich mit der aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (9,0 °C) zeigt ein zartes Plus von 0,2 Grad. Nachdem der Start in den Monat eher kühl und verbreitet mit Nachtfrost einhergegangen war, kletterte die Quecksilbersäule in den darauffolgenden Tagen auf frühsommerlich anmutende Höchstwerte. Auf den deutschlandweiten Tiefstwert, der am 1. mit -8,2 °C in Oberstdorf (Bayern) gemessen wurde, folgte bereits am 5. des Monats mit 25,2 °C in Regensburg (Bayern) der Monatshöchstwert. Insgesamt zeichnete sich ein Nordost-Südwest-Gefälle in der Temperaturverteilung ab. Während im Südwesten die Monatsmitteltemperatur über 10 °C lag, war es im Nordosten im Mittel etwa zwei Grad kühler.
Trockenheit hielt an
Nachdem bereits der März verbreitet sehr trocken war, konnte der April in den meisten Regionen das Niederschlagsdefizit nicht ausgleichen. Die Monatsniederschlagssumme belief sich auf rund 25 Liter pro Quadratmeter (l/m²); das entspricht mit Blick auf die Referenzperiode 1961 bis 1990 weniger als der Hälfte des klimatologischen Solls (58 l/m²). Im Vergleich mit der aktuelleren Referenzperiode 1991 bis 2020 (45 l/m²) ergab sich noch ein Defizit von rund 44 Prozent (%). Am nassesten waren im April die Regionen, die im März noch zu den trockensten gehörten, wie beispielsweise Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Berlin. Die höchste Tagesniederschlagssumme wurde mit 83,4 l/m² am 19. in Röbel/Müritz (Mecklenburg-Vorpommern) in Verbindung mit einem stationären Niederschlagsband, in dem es schauerartig verstärkt regnete, gemessen.
Außergewöhnlich sonnig durch die Zufuhr trockener Festlandsluft
Der zweite Frühlingsmonat präsentierte sich außergewöhnlich sonnig. Durch lange Hochdruckphasen in Verbindung mit trockener Festlandsluft summierten sich bis Monatsende rund 245 Sonnenstunden auf. Damit wurde der vieljährige Mittelwert von 154 Stunden (Referenzperiode 1961 bis 1990) um mehr als 50 % überboten. Im Vergleich mit der jüngeren und sonnigeren Vergleichsperiode (1991 bis 2020) ergab noch ein Überschuss von 62 Sonnenstunden (183 Stunden). Im Südwesten und Nordosten zeigte sich das Zentralgestirn im April im Schnitt acht bis neun Stunden täglich, während es im Südosten durchschnittlich etwas mehr als sieben Stunden waren.
Der April in Thüringen
Der April war im Freistaat Thüringen milder, trockener und erheblich sonniger als im langjährigen Mittel. Die Durchschnittstemperatur betrug 8,3 °C, womit es 1,5 Grad wärmer war als in der Referenzperiode (6,8 °C). Ein höheres Temperaturmittel verhinderten die drei bis acht, im Umfeld des Berglandes auch über zehn Tage mit Nachtfrost. Das Niederschlagssoll (58 l/m²) wurde mit rund 35 l/m² um 40 % verfehlt und nennenswerter Niederschlag fiel insbesondere im Umfeld einer Luftmassengrenze zum Ende der zweiten Dekade. Die Sonne leistete mit 230 Stunden (147 Stunden) zwar Höchstarbeit und verbuchte einige Überstunden, aber im Länderranking dürfte Thüringen damit zusammen mit Bayern, Bremen und Sachsen auf dem letzten Platz landen.
Autor: redDer vergangene April brillierte wie der März mit viel Sonnenschein. Lange Hochdruckphasen in Verbindung mit trockener Festlandsluft sorgten nicht nur für außergewöhnlich viele Sonnenstunden, sondern in vielen Regionen auch für wenig Niederschlag. Lediglich in der östlichen Mitte und im Nordosten regnete es durchschnittlich viel.
Die Temperaturen waren vor allem tagsüber frühlingshaft mild, wohingegen sie nachts deutlich abfielen. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Kühle Nächte und frühlingshaft milde Tage
Im vergangenen April gab es zwar frühlingshaft milde Tage, aber vor allem die frischen Nächte verhinderten ein höheres Temperaturmittel; dieses lag bei 9,2 Grad Celsius (°C). Damit betrug die positive Abweichung 1,8 Grad gegenüber dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (7,4 °C). Ein Vergleich mit der aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (9,0 °C) zeigt ein zartes Plus von 0,2 Grad. Nachdem der Start in den Monat eher kühl und verbreitet mit Nachtfrost einhergegangen war, kletterte die Quecksilbersäule in den darauffolgenden Tagen auf frühsommerlich anmutende Höchstwerte. Auf den deutschlandweiten Tiefstwert, der am 1. mit -8,2 °C in Oberstdorf (Bayern) gemessen wurde, folgte bereits am 5. des Monats mit 25,2 °C in Regensburg (Bayern) der Monatshöchstwert. Insgesamt zeichnete sich ein Nordost-Südwest-Gefälle in der Temperaturverteilung ab. Während im Südwesten die Monatsmitteltemperatur über 10 °C lag, war es im Nordosten im Mittel etwa zwei Grad kühler.
Trockenheit hielt an
Nachdem bereits der März verbreitet sehr trocken war, konnte der April in den meisten Regionen das Niederschlagsdefizit nicht ausgleichen. Die Monatsniederschlagssumme belief sich auf rund 25 Liter pro Quadratmeter (l/m²); das entspricht mit Blick auf die Referenzperiode 1961 bis 1990 weniger als der Hälfte des klimatologischen Solls (58 l/m²). Im Vergleich mit der aktuelleren Referenzperiode 1991 bis 2020 (45 l/m²) ergab sich noch ein Defizit von rund 44 Prozent (%). Am nassesten waren im April die Regionen, die im März noch zu den trockensten gehörten, wie beispielsweise Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Berlin. Die höchste Tagesniederschlagssumme wurde mit 83,4 l/m² am 19. in Röbel/Müritz (Mecklenburg-Vorpommern) in Verbindung mit einem stationären Niederschlagsband, in dem es schauerartig verstärkt regnete, gemessen.
Außergewöhnlich sonnig durch die Zufuhr trockener Festlandsluft
Der zweite Frühlingsmonat präsentierte sich außergewöhnlich sonnig. Durch lange Hochdruckphasen in Verbindung mit trockener Festlandsluft summierten sich bis Monatsende rund 245 Sonnenstunden auf. Damit wurde der vieljährige Mittelwert von 154 Stunden (Referenzperiode 1961 bis 1990) um mehr als 50 % überboten. Im Vergleich mit der jüngeren und sonnigeren Vergleichsperiode (1991 bis 2020) ergab noch ein Überschuss von 62 Sonnenstunden (183 Stunden). Im Südwesten und Nordosten zeigte sich das Zentralgestirn im April im Schnitt acht bis neun Stunden täglich, während es im Südosten durchschnittlich etwas mehr als sieben Stunden waren.
Der April in Thüringen
Der April war im Freistaat Thüringen milder, trockener und erheblich sonniger als im langjährigen Mittel. Die Durchschnittstemperatur betrug 8,3 °C, womit es 1,5 Grad wärmer war als in der Referenzperiode (6,8 °C). Ein höheres Temperaturmittel verhinderten die drei bis acht, im Umfeld des Berglandes auch über zehn Tage mit Nachtfrost. Das Niederschlagssoll (58 l/m²) wurde mit rund 35 l/m² um 40 % verfehlt und nennenswerter Niederschlag fiel insbesondere im Umfeld einer Luftmassengrenze zum Ende der zweiten Dekade. Die Sonne leistete mit 230 Stunden (147 Stunden) zwar Höchstarbeit und verbuchte einige Überstunden, aber im Länderranking dürfte Thüringen damit zusammen mit Bayern, Bremen und Sachsen auf dem letzten Platz landen.

