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Arbeiterkampftag auf dem Rathausplatz

Hinaus zum 1. Mai

Freitag, 01. Mai 2026, 12:25 Uhr
Rote Fahnen, ein paar Stände, handgemachte Musik, kämpferische Reden gegen den Status Quo - auf dem Nordhäuser Rathausplatz wurde der "Arbeiterkampftag" heute in gewohnter Weise zelebriert, wozu auch ein Handstand gehört...

Die erste Rede des Tages hielt Gregor Gallner vom Deutschen Gewerkschaftsbund Hessen-Thüringen und rechnete mit der Berliner Politik ab.

"Billiger Klassenkampf von oben" sei das, was aus der Hauptstadt komme, es brauche kein Sparen am Sozialstaat, sondern Entlastungen, die da ankommen, wo sie gebraucht werden, also nicht bei der weiter gewachsenen Zahl der Milliardäre im Land. 172 an der Zahl sollen es inzwischen sein, ihr Vermögen in etwa das Anderthalbfache des gesamten Bundeshaushaltes betragen.

Rote Fahnen, streitbare Reden - auf dem Rathausplatz kam man heute zum 1. Mai zusammen (Foto: agl) Rote Fahnen, streitbare Reden - auf dem Rathausplatz kam man heute zum 1. Mai zusammen (Foto: agl)

"Unsere Jobs vor euren Profiten" müsse die Devise lauten. Die Erbschafts- und Vermögenssteuer müsse man anfassen statt an Arbeitnehmer und Gesundheitssystem zu sparen, in Straße, Schiene, Netz und Kommunen investieren. Zu den Zuhörern zählten am Vormittag die Genossen von SPD, Linken und dem Bündnis Sarah Wagenknecht sowie die Grünen und einige Besucher auf dem Platz. Alles in guter Tradition also und zu der gehört in Nordhausen seit vielen Jahren auch der "Kopfstand für den Arbeitskampf", den sich Siegfried Junkers auch mit 87 Jahren nicht nehmen ließ.
Angelo Glashagel
Autor: red

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