Neustart für Unfallchirurgen und Orthopäden
Nordhausen: Vom Klinikum in die Praxis
Samstag, 09. Mai 2026, 16:21 Uhr
Seit April verstärkt Dr. Christian Behr die chirurgische Praxis von Steffen Weise in Nordhausen. Der ehemalige Oberarzt des Südharz-Klinikums bringt umfangreiche Spezialisierungen mit und verfolgt ehrgeizige Pläne...
Dr. Christian Behr verstärkt nun die chirurgische Facharztpraxis von Steffen Weise in der Gerhart-Hauptmann-Straße 1c in Nordhausen. (Foto: ssc)
Wir haben hier einen sehr geräumigen und voll ausgestatteten OP-Trakt für die Durchführung zahlreicher Operationen, sagt Dr. Christian Behr und zeigt den Operationssaal. Noch vor wenigen Monaten gehörten für den 38-Jährigen Bereitschaftsdienste, Notfälle und lange Schichten zum Alltag im Südharz-Klinikum (SHK). Seit 1. April verstärkt Behr nun die chirurgische Facharztpraxis von Steffen Weise in der Gerhart-Hauptmann-Straße 1c in Nordhausen.
Am SHK war der Unfallchirurg zuletzt Oberarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. Der Schritt in die niedergelassene Praxis sei für den Bielener lange keine Option gewesen. Das hat sich plötzlich so ergeben, sagt Behr. Den oft hektischen und langen Klinikalltag habe er zwar immer gemocht, inzwischen schätze er jedoch die andere Arbeitsweise in der Praxis. Hier könne man Patienten über einen längeren Zeitraum begleiten und intensiver betreuen.
Schulter- und Fußspezialist
Fachlich bringt der Mediziner umfangreiche Spezialisierungen mit. Behr ist Schulterchirurg, zertifizierter Fußchirurg und Spezialist für minimalinvasive Gelenk-Eingriffe. Nach dem Medizinstudium in Mainz arbeitete Behr zunächst drei Jahre am Evangelischen Krankenhaus Göttingen‐Weende. 2019 zog er mit seiner Familie zurück nach Nordhausen und begann seine Laufbahn am Südharz-Klinikum. Dort entwickelte er sich vom Assistenzarzt über den Facharzt bis hin zum Oberarzt.
Gemeinsam mit Praxisinhaber Steffen Weise verfolgt er nun ehrgeizige Pläne für die Weiterentwicklung der Praxis. Das operative Angebot soll erweitert werden: Eingriffe an Knie, Schulter, Fußgelenk und Ellenbogen sollen künftig verstärkt ambulant erfolgen. Auch die Nachbehandlung nach Operationen gehört zum Leistungsspektrum der Praxis. Neben operativen Eingriffen wird auch das gesamte konservative Behandlungsspektrum angeboten.
Nächstes Ziel: Durchgangsarzt-Zentrum
Ein weiteres Ziel ist die Anerkennung als Durchgangsarzt-Zentrum für Arbeitsunfälle. Aktuell gibt es im Landkreis Nordhausen nicht genügend Anlaufstellen für Arbeitsunfälle, da mit dem Ausscheiden von Dr. Klaus Hagen sich die Anzahl der sogenannten D-Ärzte verringerte. Dadurch kommt es aktuell zur vermehrten Belastung der bereits hochfrequentierten Notaufnahme des Südharz-Klinikums. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung, um künftig auch Arbeitsunfälle behandeln zu können. Dazu stehen wir in Kontakt mit der Berufsgenossenschaft. Entsprechende technische Voraussetzungen hierzu planen wir, zeitnah umzusetzen, berichtet Behr.
Zudem hat die Praxis einen Teil der Patienten von Dr. Klaus Hagen übernommen, der bis Ende vergangenen Jahres in der Oscar-Cohn-Straße praktizierte. Trotz der zusätzlichen Patienten gebe es weiterhin Kapazitäten. Wir können noch Patienten aufnehmen, so Behr.
Susanne Schedwill
Autor: ssc
Dr. Christian Behr verstärkt nun die chirurgische Facharztpraxis von Steffen Weise in der Gerhart-Hauptmann-Straße 1c in Nordhausen. (Foto: ssc)
Wir haben hier einen sehr geräumigen und voll ausgestatteten OP-Trakt für die Durchführung zahlreicher Operationen, sagt Dr. Christian Behr und zeigt den Operationssaal. Noch vor wenigen Monaten gehörten für den 38-Jährigen Bereitschaftsdienste, Notfälle und lange Schichten zum Alltag im Südharz-Klinikum (SHK). Seit 1. April verstärkt Behr nun die chirurgische Facharztpraxis von Steffen Weise in der Gerhart-Hauptmann-Straße 1c in Nordhausen.
Am SHK war der Unfallchirurg zuletzt Oberarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. Der Schritt in die niedergelassene Praxis sei für den Bielener lange keine Option gewesen. Das hat sich plötzlich so ergeben, sagt Behr. Den oft hektischen und langen Klinikalltag habe er zwar immer gemocht, inzwischen schätze er jedoch die andere Arbeitsweise in der Praxis. Hier könne man Patienten über einen längeren Zeitraum begleiten und intensiver betreuen.
Schulter- und Fußspezialist
Fachlich bringt der Mediziner umfangreiche Spezialisierungen mit. Behr ist Schulterchirurg, zertifizierter Fußchirurg und Spezialist für minimalinvasive Gelenk-Eingriffe. Nach dem Medizinstudium in Mainz arbeitete Behr zunächst drei Jahre am Evangelischen Krankenhaus Göttingen‐Weende. 2019 zog er mit seiner Familie zurück nach Nordhausen und begann seine Laufbahn am Südharz-Klinikum. Dort entwickelte er sich vom Assistenzarzt über den Facharzt bis hin zum Oberarzt.
Gemeinsam mit Praxisinhaber Steffen Weise verfolgt er nun ehrgeizige Pläne für die Weiterentwicklung der Praxis. Das operative Angebot soll erweitert werden: Eingriffe an Knie, Schulter, Fußgelenk und Ellenbogen sollen künftig verstärkt ambulant erfolgen. Auch die Nachbehandlung nach Operationen gehört zum Leistungsspektrum der Praxis. Neben operativen Eingriffen wird auch das gesamte konservative Behandlungsspektrum angeboten.
Nächstes Ziel: Durchgangsarzt-Zentrum
Ein weiteres Ziel ist die Anerkennung als Durchgangsarzt-Zentrum für Arbeitsunfälle. Aktuell gibt es im Landkreis Nordhausen nicht genügend Anlaufstellen für Arbeitsunfälle, da mit dem Ausscheiden von Dr. Klaus Hagen sich die Anzahl der sogenannten D-Ärzte verringerte. Dadurch kommt es aktuell zur vermehrten Belastung der bereits hochfrequentierten Notaufnahme des Südharz-Klinikums. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung, um künftig auch Arbeitsunfälle behandeln zu können. Dazu stehen wir in Kontakt mit der Berufsgenossenschaft. Entsprechende technische Voraussetzungen hierzu planen wir, zeitnah umzusetzen, berichtet Behr.
Zudem hat die Praxis einen Teil der Patienten von Dr. Klaus Hagen übernommen, der bis Ende vergangenen Jahres in der Oscar-Cohn-Straße praktizierte. Trotz der zusätzlichen Patienten gebe es weiterhin Kapazitäten. Wir können noch Patienten aufnehmen, so Behr.
Susanne Schedwill
