Klarheit in den Ermittlungen
Was lange währt, wird…
Sonntag, 10. Mai 2026, 08:21 Uhr
Kleofas und Knauf - diese beiden Namen waren in den 2010er Jahren eng mit dem Aufstieg von Wacker Nordhausen verbunden. In der Thüringen-Liga übernahm Nico Kleofas das Ruder des Nordhäuser Traditionsvereins. Alles schien perfekt, bis sein das System zusammenfiel…
Das Archiv dieser Zeitung ist voll von Wacker-Nachrichten. Wie das im Leben so ist - es gibt schlechte und es gibt gute Neuigkeiten. Die jetzige Nachricht wird vermutlich unterschiedlich aufgefasst, denn Carlo Knauf wurde von den Vorwürfen wie der Urkundenfälschung und des Betrugs im Zuge der Ermittlungen freigesprochen”, sprich entlastet. Die Ermittlungen sollen eingestellt worden sein, bestätigte die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft der Main-Post.
Wie die Zeitung weiter berichtet, soll die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft hingegen gegen Kleofas Anklage bei der Wirtschaftsstrafkammer wegen Betrugs und Insolvenzverschleppung erhoben haben.
Wackers Aufstiegsgeschichte war - so ist es der interessierten Sportöffentlichkeit suggeriert worden - mit der Verbindung von Nico Kleofas zu Carlo Knauf verbunden. Obwohl es keine direkte finanzielle Verbindung zu dem Fußballsportverein seitens des Unternehmens gab, ließ es sich Carlo Knauf nicht nehmen, bei einigen der traditionellen Neujahrsempfängen von Knauf in der Kalkhütte” jeweils einen Abstecher in seinen Grußworten zu Wacker zu machen. Da war von der dritten Liga die Rede, einmal sogar von der zweiten Liga.
Da war die "Welt" noch in Ordnung: Nico Kleofas (links) und Carlo Knauf beim Neujahrsempfang 2016 in der "Kalkhütte" (Foto: nnz-Archiv)
Die Zeit unter der Führung von Kleofas war geprägt von der Erkenntnis des geneigten Publikums, dass Geld auf dem Weg zum sportlichen Ruhm überhaupt keine Rolle spielte. Nicht Knauf, sondern einige private Investoren sollen dem Verein jeweils sechsstellige Summen geliehen haben, verbunden mit dem Versprechen auf hohe Erträge. Als Garant für die Sicherheit der Deals wurde eine Bürgschaft mit der Unterschrift von Carlo Knauf präsentiert.
Dies jedoch hat Knauf stets bestritten, letztlich sollen Ermittlungen in Mühlhausen ergeben haben, dass der angebliche Bürge von der Bürgschaft keine Ahnung gehabt habe. Und so wurde Carlo Knauf vom angeblichen Täter zum Opfer, was jetzt juristisch festgehalten ist.
Was muss nun für die Region festgehalten werden? Der FSV Wacker 90 Nordhausen liegt fast am Boden, es besteht weiterhin die Gefahr, in die Landesklasse abzusteigen. Geführt wird der Verein von einem Präsidenten, der - so wird berichtet - jeglichen Draht zu den Fußballern, zur Region, zu Sponsoren und, ja auch das muss nicht unerwähnt bleiben, zur kommunalen Politik verloren hat. Und der Verein läuft Gefahr, noch in diesem Jahr aus dem Vereinsregister gestrichen zu werden.
Vielleicht sollten nach der - hoffentlich - erfolgreichen Neuwahl eines Präsidiums dasselbe mal den Kontakt zum Unternehmen Knauf suchen und die Gespräche mit der lokalen Politik suchen, damit der Verein das wieder wird, was er einmal war: ein Ort des Sports, der Kommunikation und der Nachwuchsarbeit. Das wird aus dem momentanen tiefen Tal ein beschwerlicher Weg, der Begleiter bedarf. Das Unternehmen Knauf könnte dabei vielleicht ein wenig behilflich” sein, in der Thüringenliga ein konstanter Faktor zu sein. Mit beim Bau dabei ist Knauf als Unternehmen schon lange, in Form von Baustoffen, deren Ausgangsstoffe aus dieser Region kommen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redDas Archiv dieser Zeitung ist voll von Wacker-Nachrichten. Wie das im Leben so ist - es gibt schlechte und es gibt gute Neuigkeiten. Die jetzige Nachricht wird vermutlich unterschiedlich aufgefasst, denn Carlo Knauf wurde von den Vorwürfen wie der Urkundenfälschung und des Betrugs im Zuge der Ermittlungen freigesprochen”, sprich entlastet. Die Ermittlungen sollen eingestellt worden sein, bestätigte die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft der Main-Post.
Wie die Zeitung weiter berichtet, soll die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft hingegen gegen Kleofas Anklage bei der Wirtschaftsstrafkammer wegen Betrugs und Insolvenzverschleppung erhoben haben.
Wackers Aufstiegsgeschichte war - so ist es der interessierten Sportöffentlichkeit suggeriert worden - mit der Verbindung von Nico Kleofas zu Carlo Knauf verbunden. Obwohl es keine direkte finanzielle Verbindung zu dem Fußballsportverein seitens des Unternehmens gab, ließ es sich Carlo Knauf nicht nehmen, bei einigen der traditionellen Neujahrsempfängen von Knauf in der Kalkhütte” jeweils einen Abstecher in seinen Grußworten zu Wacker zu machen. Da war von der dritten Liga die Rede, einmal sogar von der zweiten Liga.
Da war die "Welt" noch in Ordnung: Nico Kleofas (links) und Carlo Knauf beim Neujahrsempfang 2016 in der "Kalkhütte" (Foto: nnz-Archiv)
Die Zeit unter der Führung von Kleofas war geprägt von der Erkenntnis des geneigten Publikums, dass Geld auf dem Weg zum sportlichen Ruhm überhaupt keine Rolle spielte. Nicht Knauf, sondern einige private Investoren sollen dem Verein jeweils sechsstellige Summen geliehen haben, verbunden mit dem Versprechen auf hohe Erträge. Als Garant für die Sicherheit der Deals wurde eine Bürgschaft mit der Unterschrift von Carlo Knauf präsentiert.
Dies jedoch hat Knauf stets bestritten, letztlich sollen Ermittlungen in Mühlhausen ergeben haben, dass der angebliche Bürge von der Bürgschaft keine Ahnung gehabt habe. Und so wurde Carlo Knauf vom angeblichen Täter zum Opfer, was jetzt juristisch festgehalten ist.
Was muss nun für die Region festgehalten werden? Der FSV Wacker 90 Nordhausen liegt fast am Boden, es besteht weiterhin die Gefahr, in die Landesklasse abzusteigen. Geführt wird der Verein von einem Präsidenten, der - so wird berichtet - jeglichen Draht zu den Fußballern, zur Region, zu Sponsoren und, ja auch das muss nicht unerwähnt bleiben, zur kommunalen Politik verloren hat. Und der Verein läuft Gefahr, noch in diesem Jahr aus dem Vereinsregister gestrichen zu werden.
Vielleicht sollten nach der - hoffentlich - erfolgreichen Neuwahl eines Präsidiums dasselbe mal den Kontakt zum Unternehmen Knauf suchen und die Gespräche mit der lokalen Politik suchen, damit der Verein das wieder wird, was er einmal war: ein Ort des Sports, der Kommunikation und der Nachwuchsarbeit. Das wird aus dem momentanen tiefen Tal ein beschwerlicher Weg, der Begleiter bedarf. Das Unternehmen Knauf könnte dabei vielleicht ein wenig behilflich” sein, in der Thüringenliga ein konstanter Faktor zu sein. Mit beim Bau dabei ist Knauf als Unternehmen schon lange, in Form von Baustoffen, deren Ausgangsstoffe aus dieser Region kommen.
Peter-Stefan Greiner
