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Aus dem Kreistag

Der Haushalt ist kein Wunschzettel

Mittwoch, 13. Mai 2026, 19:49 Uhr
Der Kreistag des Landkreises Nordhausen hat in seiner gestrigen Sitzung den Haushalt für das Jahr 2026 mit einem Gesamtvolumen von 220 Millionen Euro beschlossen. Damit ist die finanzielle Handlungsfähigkeit des Landkreises gesichert. Der Haushalt sei jedoch kein Wunschzettel geworden, teilt die CDU mit...

Der Haushalt ist ein Spagat zwischen Erfüllung von gesetzlichen Pflichtaufgaben und Investitionen. Insbesondere steigende Ausgaben im Sozialbereich, etwa für Pflege und Betreuung in einer älter werdenden Gesellschaft oder in der Jugendhilfe, binden bereits rund 70 Prozent der Mittel. Gleichzeitig stellt der demografische Wandel mit sinkenden Geburtenzahlen den Landkreis vor neue Herausforderungen bei der Weiterentwicklung der Schullandschaft.

Trotz begrenzter Spielräume setzt die CDU-Kreistagsfraktion klare Schwerpunkte. „Durch eine Straffung von Strukturen und der Nutzung von Fördermitteln können wir dennoch einiges auf den Weg bringen. Unser Fokus liegt dabei klar auf dem Bildungsbereich“, erklärt der Fraktionsvorsitzende René Fullmann. Ein zentrales Vorhaben ist die Weiterentwicklung des Berufsschulzentrums in Nordhausen. Durch eine im Haushalt verankerte Verpflichtungsermächtigung wird bereits Anfang 2027 die Planung für die Umgestaltung gestartet. Parallel dazu sollen, unmittelbar nach dem Auszug der Grundschule am Standort Petersberg, zügig die Umbauarbeiten beginnen. Ziel ist es, moderne Lernbedingungen zu schaffen und damit langfristig den Fachkräftenachwuchs für die regionale Wirtschaft zu sichern.

Auch im Bereich der Schulsozialarbeit konnte ein wichtiger Fortschritt erzielt werden. Dank der intensiven Gespräche und Interventionen durch die beiden Schulleiter aus der Fraktion, Carola Böck und Andreas Trump, ist es gelungen drei weitere Stellen zu schaffen. Besonders das Förderzentrum St. Martin profitiert von diesem Ausbau, der Schülerinnen und Schüler gezielt unterstützt und stärkt.

Für Stabilität sorgt zudem die Entscheidung, die Hebesätze für die Kreis- und Schulumlage auf dem Niveau des Vorjahres zu belassen. Damit erhalten die Stadt Nordhausen und die Gemeinden im Landkreis weiterhin verlässliche Planungsgrundlagen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Kreisverwaltung. Mit der Einführung eines strategischen Personalmanagements reagiert der Landkreis auf veränderte Anforderungen und stellt die Weichen für eine moderne, leistungsfähige Verwaltung.

„Unser Ziel ist es, den Landkreis Nordhausen aus seiner strukturellen Schwäche herauszuführen und nachhaltig zu stärken. Mit dem Haushalt 2026 setzen hierfür wir die notwendigen Impulse und schaffen die Voraussetzungen für Verlässlichkeit, Planbarkeit und Handlungsfähigkeit. Gute Bildung, eine starke Wirtschaft sowie ein funktionierender Brand- und Katastrophenschutz bleiben dabei zentrale Handlungsfelder“, so Fullmann abschließend.
CDU Kreisverband Nordhausen
Autor: red

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