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Wie steht es um die Grünpflege in Ost?

Montag, 18. Mai 2026, 16:57 Uhr
Ein Leser aus Nordhausen-Ost kritisiert den Zustand der Grünflächen in einem Baugebiet des Stadtteils. Wir haben bei der Stadtverwaltung nachgefragt...

Über den umgemähten Rasen im den Wohngebiet in Nordhausen-Ost ärgert sich der Leser. Der Name ist der Redaktion bekannt.  (Foto: Leser/privat) Über den umgemähten Rasen im den Wohngebiet in Nordhausen-Ost ärgert sich der Leser. Der Name ist der Redaktion bekannt. (Foto: Leser/privat)
Der Leser schreibt, es sei zwar „schön zu sehen“, wie in „Alt-Ost“ Wiesen, Bäume und Büsche gepflegt und gemäht würden. Auf der anderen Straßenseite im Baugebiet passiere dagegen „nichts“. Weder würden die Bäume in einen sicheren Zustand gebracht, noch herrsche Ordnung im Bereich des Rössingsbachs. Zudem stehe das Gras auf den Wiesen inzwischen fast einen Meter hoch. Der Leser fragt deshalb, wofür die Grundsteuern verwendet werden, die in dem Gebiet eingenommen werden.

Die Stadt Nordhausen weist den Vorwurf einer ungleichen Pflege zurück. Grundsätzlich werde bei der Grünpflege nicht zwischen „Neu“- und „Alt“-Ost unterschieden. Der gesamte Stadtteil sei an eine Pflegefirma vergeben und unterliege denselben Pflegeintervallen. Dass manche Flächen gepflegter wirken, könne auch daran liegen, dass Wohnungsunternehmen wie SWG oder WBG unabhängig von der Stadt eigene Flächen unterhalten.

Nach Angaben der Stadt werden im gesamten Stadtgebiet rund 160 Hektar Grünflächen nach festgelegten Pflegekategorien bewirtschaftet. Intensive Rasenmahd erfolge in der Regel fünf- bis sechsmal pro Jahr. Witterungsbedingungen hätten in diesem Jahr jedoch zu Verzögerungen geführt, da viele Flächen wegen des nassen Wetters nicht befahren werden konnten. Die ausstehenden Arbeiten würden nun schrittweise nachgeholt.

Hier noch ein weiteres Beispiel. (Foto: Leser/privat) Hier noch ein weiteres Beispiel. (Foto: Leser/privat) Einige Wiesenflächen würden zudem bewusst extensiv gepflegt und deshalb nur zweimal jährlich gemäht. Ziel sei die Förderung der Biodiversität sowie der Schutz von Insekten und Blühpflanzen. Auch der Grünstreifen in der Leimbacher Straße werde bei der ersten Mahd absichtlich ausgespart, damit sich dortige Narzissenbestände regenerieren können.

Die Stadt betont außerdem, dass von hochwachsendem Gras auf öffentlichen Grünflächen grundsätzlich keine Gefahr ausgehe. Sichtachsen und Kreuzungsbereiche würden im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht freigeschnitten. Auch der öffentliche Baumbestand werde regelmäßig kontrolliert und gepflegt.

Zu den Einnahmen aus der Grundsteuer erklärt die Stadt, dass diese in den Gesamthaushalt Nordhausens fließen. Eine direkte Zweckbindung ausschließlich für die Grünpflege gebe es nicht. Die Finanzierung erfolge über die im Haushalt bereitgestellten Mittel sowie eigenes Personal.

Auch entlang des Rössingsbachs würden nach Angaben der Verwaltung regelmäßig Baumpflegearbeiten durchgeführt. Diese dienten vor allem der Verkehrssicherung. Gleichzeitig werde die Entwicklung des im Bebauungsplan vorgesehenen Feldgehölzstreifens berücksichtigt.

Der Name des Lesers ist der Redaktion bekannt
Autor: ssc

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