nnz-online
ThüringenForst zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt

Thüringens Wälder werden immer älter

Mittwoch, 20. Mai 2026, 09:36 Uhr
Die Ergebnisse der aktuellen Bundeswaldinventur zeigen für Thüringens Wälder drei wichtige Entwicklungen auf: Sie werden im Durchschnitt immer älter und damit reicher an biologisch wertvollen Lebensraumstrukturen. Sie werden immer vorratsreicher und damit wichtiger für den Klimaschutz...

Auerhuhnküken in der Aufzuchtstation der ThüringenForst-AöR in Ostthüringen (Foto: Siegfried Klaus) Auerhuhnküken in der Aufzuchtstation der ThüringenForst-AöR in Ostthüringen (Foto: Siegfried Klaus)


Und sie werden immer naturnäher und damit vielfältiger, etwa in Bezug auf seltene Baumarten. Damit haben die Thüringer Waldbesitzenden und Forstleute den Kulturwald als naturnahe Landnutzungsform, trotz großer klimawandelbedingter Herausforderungen, stetig verbessert. Und nicht nur das: Die Waldfläche ist in Thüringen in den letzten zehn Jahren stabil geblieben. Auch, weil die großen Schadflächen klimastabil wiederbewaldet werden.


Immer häufiger sind forstwirtschaftliche Eingriffe die Voraussetzung für die biologische Vielfalt. Mit naturnahen waldbaulichen Strategien lassen sich artenreiche und klimastabile Mischwälder mit seltenen Baumarten entwickeln, Orchideenstandorte sichern, Moore wiedervernässen oder gezielt Artenschutzmaßnahmen umsetzen.

Als herausragendes Artenschutzprojekt widmet sich ThüringenForst seit 2010 sehr erfolgreich dem Auerhuhn, dass im Freistaat vom Aussterben bedroht war.

Als Charakterart des Thüringer Waldes und des Schiefergebirges und als Leitart lichter Wälder mit offeneren Strukturen reagiert das Auerwild erfreulich auf geeignete Waldbewirtschaftungsmaßnahmen. Reproduktionsnachweise auf Habitatpflegeflächen unterstreichen dies.
Autor: emw

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de