IW-Gemeindecheck:
Wie gut ist meine Gemeinde versorgt?
Montag, 25. Mai 2026, 16:26 Uhr
Wo gibt es genug Ärzte und Schulen, schnelles Internet, gute Verkehrsanbindung und Freizeitangebote? Der neue IW-Gemeindecheck vergleicht alle 10.817 Gemeinden: NRW schneidet am besten ab, Schlusslichter liegen in Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern. Keine Gemeinde in Deutschland ist so gut versorgt wie...
Südharz Klinikum (Foto: Nordhausen wiki)
... das 23.000-Einwohner-Städtchen Haar am Rande Münchens – mit Ärzten, Schulen und ÖPNV ebenso wie mit schnellem Internet und Freizeitangeboten. Das zeigt der IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge im Auftrag von Philip Morris.
Jenseits der Metropolen schneiden einige Mittel- oder Kleinstädte überraschend gut ab: Memmingen im Allgäu kommt deutschlandweit auf Rang fünf, Friedrichroda im Thüringer Wald auf Rang zehn. Umgekehrt enttäuschen einige Großstädte: Würzburg landet nur auf Rang 1.705, Oldenburg auf 1.462. Schlusslicht des Rankings ist Hirschthal in der Südwestpfalz.
Ostdeutsche Städte schneiden öfter sehr gut ab
Im Vergleich der Flächenländer liegt Nordrhein-Westfalen vorn: Mehr als jede zweite NRW-Gemeinde fällt in die Kategorie sehr gut versorgt, insgesamt 86 Prozent in eine der beiden Top-Kategorien (sehr gut und gut). Am anderen Ende steht Mecklenburg-Vorpommern: Dort gilt mehr als jede zweite Gemeinde als sehr schlecht versorgt. Ostdeutsche Städte schneiden demgegenüber besonders gut ab: 30 Prozent von ihnen sind sehr gut versorgt, unter den westdeutschen Städten sind es nur knapp 20 Prozent.
Unzufriedene nur unter AfD-Anhängern in der Mehrheit
Eine repräsentative Umfrage unter mehr als 5.000 Befragten zeigt zudem:
Die Bewertung der lokalen Daseinsvorsorge ist aber elementar für die Zufriedenheit mit der Demokratie: Will man der politischen Entfremdung entgegenwirken, reicht Geld allein nicht. Entscheidend sind nicht nur die tatsächlichen öffentlichen Angebote, sondern vielmehr wie diese wahrgenommen werden.
Zur Methodik: Für den Gemeindecheck hat das IW alle 10.817 Gemeinden in Deutschland untersucht – anhand von 17 Indikatoren in fünf Bereichen: Digitales (Mobilfunkabdeckung, Breitbandverfügbarkeit), Gesundheit (Erreichbarkeit von Hausärzten, Krankenhäusern, Apotheken, Pflegeeinrichtungen), Mobilität (Qualität von Brücken, Verbindungen Schienenregionalverkehr, Anbindung an Autobahn und Flughafen), Freizeit (Erreichbarkeit von Schwimmbädern, Theatern, Museen) und Bildung (Erreichbarkeit von Grundschulen, weiterführende Schulen, Gymnasien, Versorgung mit Kitas). Die Erreichbarkeiten wurden auf Basis von 100-mal-100-Meter-Zellen des Zensus berechnet und zu einem Gesamtindex aggregiert. Hinzu kommt eine repräsentativ quotierte Befragung von 5.455 Personen, die das Marktforschungsinstitut Bilendi vom 24. Juni bis 6. Juli 2025 durchgeführt hat, quotiert nach Geschlecht und Alter (Kreuzquote), Bundesland und Haushaltsnettoeinkommen.
Autor: psg
Südharz Klinikum (Foto: Nordhausen wiki)
... das 23.000-Einwohner-Städtchen Haar am Rande Münchens – mit Ärzten, Schulen und ÖPNV ebenso wie mit schnellem Internet und Freizeitangeboten. Das zeigt der IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge im Auftrag von Philip Morris.
Jenseits der Metropolen schneiden einige Mittel- oder Kleinstädte überraschend gut ab: Memmingen im Allgäu kommt deutschlandweit auf Rang fünf, Friedrichroda im Thüringer Wald auf Rang zehn. Umgekehrt enttäuschen einige Großstädte: Würzburg landet nur auf Rang 1.705, Oldenburg auf 1.462. Schlusslicht des Rankings ist Hirschthal in der Südwestpfalz.
Ostdeutsche Städte schneiden öfter sehr gut ab
Im Vergleich der Flächenländer liegt Nordrhein-Westfalen vorn: Mehr als jede zweite NRW-Gemeinde fällt in die Kategorie sehr gut versorgt, insgesamt 86 Prozent in eine der beiden Top-Kategorien (sehr gut und gut). Am anderen Ende steht Mecklenburg-Vorpommern: Dort gilt mehr als jede zweite Gemeinde als sehr schlecht versorgt. Ostdeutsche Städte schneiden demgegenüber besonders gut ab: 30 Prozent von ihnen sind sehr gut versorgt, unter den westdeutschen Städten sind es nur knapp 20 Prozent.
Unzufriedene nur unter AfD-Anhängern in der Mehrheit
Eine repräsentative Umfrage unter mehr als 5.000 Befragten zeigt zudem:
- 53 Prozent der Menschen in Deutschland bewerten ihre Daseinsvorsorge positiv, nur jeder Vierte ist unzufrieden.
- Unter Anhängern von SPD, Union und Grünen hält rund jeder Zweite die Versorgung vor Ort für zuverlässig.
- Allein bei AfD-Anhängern überwiegt die Unzufriedenheit: 39 Prozent halten ihre Daseinsvorsorge für nicht zuverlässig, nur 26 Prozent für zuverlässig.
Die Bewertung der lokalen Daseinsvorsorge ist aber elementar für die Zufriedenheit mit der Demokratie: Will man der politischen Entfremdung entgegenwirken, reicht Geld allein nicht. Entscheidend sind nicht nur die tatsächlichen öffentlichen Angebote, sondern vielmehr wie diese wahrgenommen werden.
Zur Methodik: Für den Gemeindecheck hat das IW alle 10.817 Gemeinden in Deutschland untersucht – anhand von 17 Indikatoren in fünf Bereichen: Digitales (Mobilfunkabdeckung, Breitbandverfügbarkeit), Gesundheit (Erreichbarkeit von Hausärzten, Krankenhäusern, Apotheken, Pflegeeinrichtungen), Mobilität (Qualität von Brücken, Verbindungen Schienenregionalverkehr, Anbindung an Autobahn und Flughafen), Freizeit (Erreichbarkeit von Schwimmbädern, Theatern, Museen) und Bildung (Erreichbarkeit von Grundschulen, weiterführende Schulen, Gymnasien, Versorgung mit Kitas). Die Erreichbarkeiten wurden auf Basis von 100-mal-100-Meter-Zellen des Zensus berechnet und zu einem Gesamtindex aggregiert. Hinzu kommt eine repräsentativ quotierte Befragung von 5.455 Personen, die das Marktforschungsinstitut Bilendi vom 24. Juni bis 6. Juli 2025 durchgeführt hat, quotiert nach Geschlecht und Alter (Kreuzquote), Bundesland und Haushaltsnettoeinkommen.
