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Ein Blick in die Statistik

Thüringen, deine Kinder

Montag, 01. Juni 2026, 07:00 Uhr
Nach den vorläufigen Erstergebnissen des Mikrozensus lebten im Jahr 2025 in Thüringen 287.000 Familien* mit 443.000 Kindern. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik anlässlich des heutigen Internationalen Kindertages weiter mitteilt, waren darunter 320.000 Kinder unter 18 Jahren**. Diese lebten in 203. 000 Thüringer Familien...

Damit ist die Zahl der minderjährigen Kinder gegenüber 2015 von 304.000 um 5,1 Prozent gestiegen, während die Zahl der Familien mit minderjährigen Kindern um 4.000 (+1,9 Prozent) anstieg. Die durchschnittliche Kinderzahl in Thüringer Familien nahm innerhalb von 10 Jahren von 1,52 auf 1,58 minderjährige Kinder je Familie zu. Dennoch liegt Thüringen 2025 damit unter dem bundesweiten Durchschnitt von 1,7 minderjährigen Kindern je Familie.

Über die Hälfte der 320.000 Kinder unter 18 Jahren (55,8 Prozent) wohnte 2025 bei verheirateten Eltern, weitere 21,3 Prozent bei Eltern in Lebensgemeinschaften und 22,9 Prozent bei einem alleinerziehenden Elternteil.

Werden alle mit ihren Eltern zusammenwohnenden Kinder unabhängig von ihrem Alter betrachtet, lebten von den insgesamt 443.000 Töchtern und Söhnen 37,4 Prozent ohne Bruder oder Schwester im Haushalt. 42,0 Prozent wohnten mit 1 Geschwisterkind und 20,6 Prozent mit 2 oder mehr Geschwisterkindern zusammen. Damit nahm der Anteil der Einzelkinder in Thüringen gegenüber 2015 zwar um 5,1 Prozentpunkte ab, lag aber trotzdem noch über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 29,7 Prozent.

*Die Familie im statistischen Sinn umfasst im Mikrozensus alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, das heißt Ehepaare, Lebensgemeinschaften und Alleinerziehende mit Kindern im Haushalt. Eine Altersbegrenzung für die Zählung als Kind besteht prinzipiell nicht. Kinder, die noch gemeinsam mit den Eltern in einem Haushalt leben, dort aber bereits eigene Kinder versorgen, sowie Kinder, die mit einer Partnerin oder einem Partner in einer Lebensgemeinschaft leben, werden im Mikrozensus nicht der Herkunftsfamilie zugerechnet, sondern zählen statistisch als eigene Familie bzw. Lebensform.

**Die Ergebnisse des Mikrozensus können von denen der Bevölkerungsfortschreibung abweichen. Unterschiedliche methodische und konzeptionelle Gründe können dafür verantwortlich sein. Ein Grund kann darin bestehen, dass der Mikrozensus Haushalte in Hauptwohnsitzhaushalten erhebt und dadurch eine Person in mehreren Haushalten vorkommen und somit mehrfach gezählt wer- den kann, z. B. Kinder, die abwechselnd bei ihren getrennt lebenden Elternteilen wohnen. Ein weiterer Grund kann in der Datengrundlage, die zur Hochrechnung der Ergebnisse genutzt wird, liegen. Sind diese Daten weniger aktuell, dann können sich die Ergebnisse des Mikrozensus von den aktuelleren Daten der Bevölkerungsfortschreibung unterscheiden.
Autor: red

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