Nach dem ersten Christopher Street Day (CSD) in Nordhausen mit rund 300 Teilnehmern kehrt die Veranstaltung in diesem Jahr zurück. Unter dem Motto Wir sind hier noch nicht fertig! lädt das Organisationsteam des Queeren Netzwerks Nordhausen (QNet) im September erneut zu Demonstration, Austausch und Begegnung ein...
Sarah Schumann und Jannes Block organisieren den CSD in Nordhausen. Er wird am 12. September stattfinden. (Foto: privat)Wir sind hier noch nicht fertig, beschreibt Jannes Block die Stimmung innerhalb des Organisationsteams zu Beginn der diesjährigen Planungen. Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr wolle man den eingeschlagenen Weg fortsetzen und queeren Menschen sowie ihren Unterstützenden erneut eine sichtbare Plattform in Nordhausen bieten. Am 12. September soll es deshalb den zweiten CSD in Nordhausen geben.
Wir haben gesehen, wie viele queere Menschen und Unterstützende sich getraut haben, authentisch und offen auf die Straßen zu gehen. Menschen wie wir kämpfen für das Recht, die Person lieben zu dürfen, die wir lieben. Umso schöner war es, so viele freudige, bunte und solidarische Menschen auf den Straßen Nordhausens zu sehen. Diese Atmosphäre möchten wir auch in diesem Jahr wieder einfangen, sagt Sarah Schumann, die das Bühnenprogramm des diesjährigen CSD moderieren wird.
Aus Sicht der Veranstalter bleibt die politische und gesellschaftliche Situation ein wichtiger Anlass für die Demonstration. Die gesellschaftliche Lage rund ums Queersein hat sich verschärft. Zudem erleben wir weiterhin Anfeindungen gegenüber queeren Menschen und Veranstaltungen. Deshalb bleibt Sichtbarkeit wichtig, erklärt Jannes Block, der wie bereits beim ersten Nordhäuser CSD als Anmelder und Versammlungsleiter fungiert.
Die Auftaktkundgebung beginnt um 13.30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz. Nach Redebeiträgen lokaler Aktiver zieht der Demonstrationszug durch die Nordhäuser Innenstadt. Anschließend lädt die Abschlusskundgebung mit Musik, Informationsständen und Möglichkeiten zum Austausch sowie zur Vernetzung zum gemeinsamen Ausklang des Tages ein.
Auch für den Abend ist bereits ein weiteres Angebot in Planung. Wir arbeiten derzeit an einer CSD-After-Party für alle, die den Tag gemeinsam ausklingen lassen möchten, verrät Sarah Schumann.
Zum Abschluss richten die Organisierenden eine Einladung ausdrücklich auch an Menschen, die bislang wenig Berührungspunkte mit queeren Themen hatten. Wir sind Menschen. Kommt mit uns ins Gespräch. Niemand muss bereits alles wissen oder verstehen. Wir freuen uns auf Begegnungen und Austausch, betont Jannes Block.
Die Veranstaltenden des Queeren Netzwerks Nordhausen hoffen auf eine breite Beteiligung aus Stadt und Region. Ziel sei es, Nordhausen am 12. September 2026 erneut sichtbar bunt, vielfältig und solidarisch werden zu lassen.