Zu Besuch in der alten Heimat wollte ich heute wieder einmal aus nostalgischen Gründen von Salza nach Herreden laufen. Früher ging es mit dem Opa, alle paar Wochen durchs Herreder Hölzchen mit Rucksack und Frühstück und in der Linde in Herreden gab es dann eine Bockwurst, bevor es wieder nach Hause ging. Meine Freude auf diese kleine Tour war also riesengroß...
Kein Weg mehr zu erkennen (Foto: privat)
Aber schon als ich ein Stück weit in Verlängerung der Flurstraße lief, bot sich mir ein erschreckendes Bild. Das Gras ist so hoch gewuchert, dass kaum ein Weg noch erkennbar ist. Ich habe es trotzdem versucht und bin dann in einer Kuhle, die nicht zu sehen war, erst einmal gestürzt. Zum Glück ohne Folgen.
Das Bild, was sich mir außerdem auf dem Weg bot, betrübt mich sehr, denn überall, wirklich überall, ist der Riesenbärenklau verbreitet. Nicht nur in unmittelbarer Nähe des nur noch zu erahnenden Weges, sondern auch Richtung Feld und vor allem auch unter den Bäumen und Büschen. Und im Foto habe ich festgehalten, dass es sich nur noch um wenige Tage handeln kann, bis die Blütenstände offen sind. Es ist bekannt, wie gefährlich diese Pflanzen sind. Scheinbar interessiert es die Verantwortlichen im Rathaus in Nordhausen nicht.
Bald "explodieren" die Blütenstände (Foto: privat)
Nun frage ich mich doch ernsthaft, ob es in dieser meiner Heimatstadt überhaupt kein Verantwortungsbewusstein für solche Dinge gibt? Dieser Wanderweg ist doch beliebt, warum lässt man den so verkommen? Wenn ich nicht hochgradiger Allergiker wäre, hätte ich gerne selbst Hand angelegt, aber das traute ich mir dann doch nicht zu. Gerda Z., der vollständige Name ist der Redaktion bekannt
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