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IHK-Umfrage:

Ausbildung überzeugt mit guten Zukunftschancen

Montag, 15. Juni 2026, 19:30 Uhr
Die duale Ausbildung bleibt in Thüringen für viele junge Menschen ein attraktiver Einstieg ins Berufsleben. Besonders der hohe Praxisbezug, gute Übernahmechancen und ein positives Betriebsklima überzeugen die Auszubildenden. Das zeigt die aktuelle Auswertung der diesjährigen Befragung von Auszubildenden im 1. Ausbildungsjahr...

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Ausbildung (Symbolbild) (Foto: This_is_Engineering auf Pixabay)

... der Industrie- und Handelskammern (IHKs) aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Von den rund 1.500 befragten Jugendlichen in Thüringen würden 85 Prozent ihre Ausbildung im eigenen Unternehmen weiterempfehlen – ein starkes Signal für die Ausbildungsqualität im Freistaat.

Ausbildung punktet mit Perspektive und Praxis
Für junge Menschen in Thüringen zählt vor allem, was Ausbildung konkret bietet: einen schnellen Einstieg in die Praxis, verlässliche Perspektiven und die Chance, im Unternehmen zu bleiben. So bewerten 94 Prozent der Befragten den Praxisbezug als wichtig, 92 Prozent achten besonders auf gute Übernahme- und Karrierechancen. Neu zeigt die Umfrage zudem, wie stark digitale Anwendungen bereits im Ausbildungsalltag angekommen sind:

48 Prozent der Jugendlichen nutzen Künstliche Intelligenz in der Berufsschule, 22 Prozent bereits im Ausbildungsbetrieb. Die Ergebnisse zeigen: Ausbildung ist für viele Jugendliche kein Ersatzweg, sondern eine bewusste Entscheidung für einen direkten und chancenreichen Berufseinstieg.

„Die Umfrage macht deutlich, wie stark die duale Ausbildung in Thüringen aufgestellt ist. Dass so viele junge Menschen ihre Ausbildung weiterempfehlen würden, ist ein klares Zeichen für engagierte Betriebe, gute Betreuung und echte Perspektiven. Genau daran müssen wir weiter anknüpfen“, sagt Thomas Fahlbusch, Abteilungsleiter Aus- und Weiterbildung der IHK Erfurt.

Berufsorientierung muss greifbar sein
Entscheidend für die Berufswahl bleiben in Thüringen persönliche Kontakte und praktische Erfahrungen. So nennt die Mehrheit der Befragten praktische Erfahrungen wie Praktika, Ferienjobs oder Betriebsbesichtigungen als wichtigen Faktor der Berufsorientierung, 48 Prozent sehen das persönliche Umfeld aus Eltern, Freunden und Bekannten als besonders prägend an.

Auch bei der Wahl des Ausbildungsbetriebs spielt das persönliche Umfeld mit 47 Prozent eine wichtige Rolle. Jeder dritte Jugendliche hat zudem durch Praktikum, Ferienarbeit oder Betriebsbesuch seinen Ausbildungsbetrieb gefunden. Erstmals zeigt die Befragung zudem, dass 30 Prozent der Jugendlichen vor Ausbildungsbeginn zunächst ungelernt beschäftigt waren – ein Hinweis darauf, wie wichtig verlässliche Orientierung und gute Übergänge von der Schule in Ausbildung bleiben.

„Für Unternehmen heißt das: Wer Nachwuchs gewinnen will, muss sichtbar sein und echte Erfahrungen im Berufsalltag ermöglichen. Jugendliche brauchen frühzeitig Einblicke, klare Informationen und passende Unterstützung, damit aus Interesse auch ein erfolgreicher Ausbildungsstart wird“, so Matthias Säckl, Abteilungsleiter Aus- und Weiterbildung der IHK Ostthüringen zu Gera.

Mobilität bleibt Schwachstelle
Gleichzeitig macht die Umfrage deutlich, wo in Thüringen Handlungsbedarf besteht. Lange Wege zur Berufsschule und unzureichende Verkehrsanbindungen bremsen viele Jugendliche aus. Für 63 Prozent spielt die Nähe zur Berufsschule eine entscheidende Rolle. Immerhin jeder dritte Jugendliche muss jedoch mehr als 60 Minuten für den Weg zur Berufsschule aufbringen. Das zeigt: Lange Wege und schlechte Verkehrsanbindungen können Ausbildung unnötig erschweren.

„Gerade in einem Flächenland wie Thüringen kommt es darauf an, dass junge Menschen ihren Ausbildungsplatz und die Berufsschule gut erreichen können. Regionalität, Erreichbarkeit und verlässliche Infrastruktur sind deshalb wichtige Faktoren dafür, dass Ausbildung gelingt“, ergänzt Anja Boller, Abteilungsleiterin Aus- und Weiterbildung der IHK Südthüringen.
Autor: psg

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