Einen ganz speziellen Ringelnatzabend mit zwei Nordhäuser Urgesteinen kann man an diesem Freitag im kleinen Saal des Hotels Harzparadies in Ilfeld erleben. Der umtriebige Filmemacher Erik Grun zelebriert Gedichte von Joachim Ringelnatz in seiner eigenen, unnachahmlichen Art und Weise...
Seine tragik-komischen Darbietungen, in der auch die Selbstironie seinen Platz hat, serviert er dem Publikum gerade so, als hätte er die Geschichten selbst erlebt. Einzigartig sind an diesem höchst unterhaltsamen und abwechslungsreichen Programm auch die biografischen Elemente, die Erik Grun gekonnt mit einbaut.
Grun und Fähnrich präsentieren Ringelnatz (Foto: M. Fähnrich)
Los geht es am 19.6. um 19 Uhr. Damit der Abend auch richtig schön rund wird, hat er sich einen einheimischen, nicht weniger bekannten Musiker ins Boot geholt. Es ist Gerald Michael Fähnrich, den die meisten nur Fähni nennen, der mit seiner eigenen, teils auch improvisierten Musik eine perfekte Ergänzung zu den lustigen Ringelnatz-Gedichten bieten.
Ab und zu rutsch ihm auch mal ein eigener Spaßreim heraus. Selbst diese passen perfekt zum JR-Repertoire.
Die beiden Nordhäuser Unikate sind inzwischen ziemlich gut aufeinander eingestimmt. Das merkt man sehr schnell. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sie auch außerhalb des eigenen Dunstkreises auf Tour gehen. So waren sie erst kurz nach Ostern in Wurzen zu Gast, im Geburtshaus des Herrn Hans Böttcher, wie Joachim Ringelnatz mit bürgerlichem Namen hieß. Aber dieser war ihm zu langweilig – passt ja auch nicht zu seinen teils schrägen Gedichten.
Ergo sollte man diese sehr spezielle Art des Humors auch auf eine sehr spezielle Art zelebrieren, genau so, wie es Grun & Fähnrich machen! Alles, außer langweilig!