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DIESE FRAGE AN DIE STADT SEI ERLAUBT:

Keine Bemühungen um ein „Ungeheuer“?

Dienstag, 23. Juni 2026, 12:00 Uhr
Ein schöner Anblick bietet sich dem Zugreisenden, der Nordhausen besucht. Verlässt er das Bahnhofgebäude, fällt der Blick auf die schmucke Fassade des Hotels Fürstenhof. Verlässt er die Stadt, fällt ihm unweigerlich ein Hochhaus ins Auge. Welch ein Kontrast: Glanz hier, Schäbigkeit da. Da fragen sich Besucher wie Einheimische, ob sich das nicht ändern lässt...

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Das "Grüne Ungeheuer" (Foto: R. Frank)

Die gegenwärtige Lage der Dinge deutet auf einen Dauerzustand hin. Das Hochhaus, ob seines Aussehens im Volksmund seit Jahren als das Grüne Ungeheuer bezeichnet, scheint mit der Stadt fest verankert zu sein. Wobei Grün mittlerweile geschmeichelt ist. Grau, schäbig, dreckig steht es da.

Dieser Anblick sollte der Stadt ein Dorn im Auge sein. Ist er es? Das wollten wir von ihr wissen uns fragten bei der Pressestelle an. Wir lesen: „Die Eigentümer, die die Immobilie von der Bahn erworben hatten, waren im Jahr 2018 mit der Stadt in Kontakt. Demnach sollte ein Nutzungskonzept entwickelt und mit der Stadt abgestimmt werden. Dazu kam es leider nicht. Seitdem gibt es keinen Kontakt mehr und ebenso unsererseits keine Kenntnis, ob sich die Eigentumsverhältnisse zwischenzeitlich geändert haben“.

Da steht er nun, der arme Thor und ist so klug als wie zuvor. Immerhin wusste die Stadtverwaltung schon vor achte Jahren um den damaligen Eigentümer des Schandklotzes, was der Kontakt und ein mögliches Nutzungskonzept besagt. Seitdem gebe es keinen Kontakt und keine Kenntnisse, wer das „Ungeheuer“ besitzt.

Wir wagen erneut einen Anlauf und fragen an: Die Eigentümer, welche die Immobilie erworben hatten und 2018 mit der Stadt in Kontakt waren, müssten doch wissen, ob sie das Objekt veräußerten und, wenn ja, wer es jetzt besitzt. Scheut die Stadt Bemühungen, das zu erfahren? Oder lässt sie der Datenschutz untätig verharren?

Stünde die Immobilie irgendwo am Rande der Stadt – kein Hahn würde um sie krähen. Doch sie dominiert den Anblick einer Stadt an einer markanten Stelle, der die Frage immer wieder stellt: Dauerzustand oder Veränderung? Einst befand sich an dieser Stelle eine Mini-Parkanlage mit Bänken und Bäumen. Das wäre eine Veränderung!
Anton Adlerauge
Autor: red

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