Mit allen Mitteln
Montag, 18. August 2008, 13:18 Uhr
Die nationalen Medien hatten in den zurückliegenden Tagen ausführlich über das Geschäft mit geklauten Kontodaten berichtet. Die nnz jetzt mit einem Fall aus Nordhausen...
Irmgard Pietschmann lebt im betreuten Wohnen am August-Bebel-Platz. Vor einigen Wochen erhielt sie einen Anruf. Sie solle bei einem Gewinnspiel mitmachen. Das wollte Frau Pietschmann nicht, die Stimme am Telefon blieb hartnäckig und wurde aggressiv. Wir haben ihre Kontonummer, sie können das Geld ja wieder zurückbuchen lassen!
Tage später kontrollierte die Rentnerin ihre Kontoauszüge und entdeckte die Abbuchung von 49,95 Euro durch eine Firma namens DELUXWIN. Die Bankverbindung kann diese dubiose Firma vermutlich über einen geklauten Datenbestand der SKL erhalten haben, so Eckehard Balke. Seine Kollegin Silvia Georgi ergänzt: Das Abzocken durch Kaltakquise am Telefon hat eine neue Qualität erhalten. Vor allem sind ältere Menschen betroffen, die mit einem aggressiven Telefonverkauf unter Druck gesetzt werden. Hinzu kommt, daß nicht einmal mehr schriftliche Unterlagen zugeschickt werden. Es wird einfach abgebucht.
Noch asozialer führe sich ein so genannter Bundesverband Verbraucherservice auf. Der läßt über Call-Center anrufen und suggeriert, daß er Mann oder Frau vor einer unbefugten Benutzung von Bankdaten schützen könne. In vielen Fällen besitzt der ominöse Bundesverband auch diese Bankverbindungen.
Irmgard Pietschmann ist sofort zu ihrer Verbraucherberaterin Silvia Georgi gegangen, hat nach dem Gespräch den Betrag von 49,95 Euro durch ihre Bank zurückholen lassen. In einigen Fällen aber sei es vorgekommen, daß die per Lastschrift eingezogenen Gelder blitzschnell ins Ausland transferiert werden. Dann sei das Geld meist weg.
Silvia Georgi hat deshalb einige Tipps parat: Keine Geschäfte am Telefon eingehen, keine persönlichen Daten weitergeben und bei schriftlichen Angeboten unbedingt das Kleingedruckt lesen. Die Verbraucherberater warnen zudem vor dem Abschluß von Haustürgeschäften. Hier seien Vertreter oder Drückerkolonnen für Zeitschriftenabos oder Telefonverträge unterwegs.
Autor: nnzIrmgard Pietschmann lebt im betreuten Wohnen am August-Bebel-Platz. Vor einigen Wochen erhielt sie einen Anruf. Sie solle bei einem Gewinnspiel mitmachen. Das wollte Frau Pietschmann nicht, die Stimme am Telefon blieb hartnäckig und wurde aggressiv. Wir haben ihre Kontonummer, sie können das Geld ja wieder zurückbuchen lassen!
Tage später kontrollierte die Rentnerin ihre Kontoauszüge und entdeckte die Abbuchung von 49,95 Euro durch eine Firma namens DELUXWIN. Die Bankverbindung kann diese dubiose Firma vermutlich über einen geklauten Datenbestand der SKL erhalten haben, so Eckehard Balke. Seine Kollegin Silvia Georgi ergänzt: Das Abzocken durch Kaltakquise am Telefon hat eine neue Qualität erhalten. Vor allem sind ältere Menschen betroffen, die mit einem aggressiven Telefonverkauf unter Druck gesetzt werden. Hinzu kommt, daß nicht einmal mehr schriftliche Unterlagen zugeschickt werden. Es wird einfach abgebucht.
Noch asozialer führe sich ein so genannter Bundesverband Verbraucherservice auf. Der läßt über Call-Center anrufen und suggeriert, daß er Mann oder Frau vor einer unbefugten Benutzung von Bankdaten schützen könne. In vielen Fällen besitzt der ominöse Bundesverband auch diese Bankverbindungen.
Irmgard Pietschmann ist sofort zu ihrer Verbraucherberaterin Silvia Georgi gegangen, hat nach dem Gespräch den Betrag von 49,95 Euro durch ihre Bank zurückholen lassen. In einigen Fällen aber sei es vorgekommen, daß die per Lastschrift eingezogenen Gelder blitzschnell ins Ausland transferiert werden. Dann sei das Geld meist weg.
Silvia Georgi hat deshalb einige Tipps parat: Keine Geschäfte am Telefon eingehen, keine persönlichen Daten weitergeben und bei schriftlichen Angeboten unbedingt das Kleingedruckt lesen. Die Verbraucherberater warnen zudem vor dem Abschluß von Haustürgeschäften. Hier seien Vertreter oder Drückerkolonnen für Zeitschriftenabos oder Telefonverträge unterwegs.
