Zugekauft
Dienstag, 07. Oktober 2008, 11:10 Uhr
In Zeiten, da sich manche Kommunen von ihren Anteilen an Unternehmen trennen, geht Nordhausen einen anderen Weg. Hier werden Anteile zugekauft. Die nnz mit einem aktuellen Beispiel...
Der kommunale Anteil an der Energieversorgung Nordhausen (EVN) ist seit dem 1. Oktober auf 60 Prozent gestiegen. Die Stadtwerke Nordhausen kauften vom EVN-Miteigentümer, der E.ON Thüringer Energie AG, weitere 4,2 Prozent der Eigentümeranteile am Energieversorgungsunternehmen. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) hat die entsprechenden Verträge mit den E.ON-Vertretern unterzeichnet, nachdem bereits im Vorjahr die Nordhäuser Stadträte den Weg frei zum Anteilskauf frei gemacht hatten. Der Anteilskauf kostet rund 2 ,9 Millionen Euro. Der Tag des Eigentumsübergangs ist ein wichtiger und guter Tag für die Nordhäuser Bürgerschaft, sagte die Oberbürgermeisterin.
Denn die Versorgung mit Strom und Wärme ist ein entscheidender Teil der Daseinsfürsorge - deshalb ist ein starkes und entscheidendes Mitspracherecht der Bürger darüber von immenser Bedeutung. Mit dem Anteilskauf wurde dies ein weiteres Mal deutlich gestärkt, sagte Frau Rinke weiter. Gleichzeitig sei damit ausgeschlossen, dass über die Versorgung der Menschen in Nordhausen mit Strom und Wärme weitab von der Stadt in irgendeiner fernen Konzernzentrale entschieden werden kann. Vielmehr fallen die grundlegenden Entscheidungen – auch über die Verwendung der Erträge - durch die gewählten Kommunalvertreter im Aufsichtsrat hier vor Ort. Das gibt Sicherheit und Transparenz, die demokratische Mitbestimmung ist gesichert – das ist entscheidend, so die Oberbürgermeisterin weiter. Die Erträge würden zugleich wieder in den regionalen Wirtschaftskreislauf eingespeist und kommen auch damit den Menschen hier wieder zugute, weil sie zum Beispiel verwendet werden können auf anderen Gebieten der Daseinsfürsorge, zum Beispiel im Personennahverkehr.
Sie freue sich, so die Oberbürgermeisterin weiter, dass sich E.ON als fairer und wohlwollender Verhandlungspartner gezeigt habe. An der Energieversorgung Nordhausen GmbH hielten die Stadtwerke Nordhausen – Holding für Versorgung und Verkehr GmbH bisher 55,8 % und die E.ON Thüringer Energie AG 44,2 %. Mit dem erworbenen Anteil verfügen die Stadtwerke dann über insgesamt 60 %. Der Anteil der E.ON verringert sich entsprechend.
Autor: nnzDer kommunale Anteil an der Energieversorgung Nordhausen (EVN) ist seit dem 1. Oktober auf 60 Prozent gestiegen. Die Stadtwerke Nordhausen kauften vom EVN-Miteigentümer, der E.ON Thüringer Energie AG, weitere 4,2 Prozent der Eigentümeranteile am Energieversorgungsunternehmen. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) hat die entsprechenden Verträge mit den E.ON-Vertretern unterzeichnet, nachdem bereits im Vorjahr die Nordhäuser Stadträte den Weg frei zum Anteilskauf frei gemacht hatten. Der Anteilskauf kostet rund 2 ,9 Millionen Euro. Der Tag des Eigentumsübergangs ist ein wichtiger und guter Tag für die Nordhäuser Bürgerschaft, sagte die Oberbürgermeisterin.
Denn die Versorgung mit Strom und Wärme ist ein entscheidender Teil der Daseinsfürsorge - deshalb ist ein starkes und entscheidendes Mitspracherecht der Bürger darüber von immenser Bedeutung. Mit dem Anteilskauf wurde dies ein weiteres Mal deutlich gestärkt, sagte Frau Rinke weiter. Gleichzeitig sei damit ausgeschlossen, dass über die Versorgung der Menschen in Nordhausen mit Strom und Wärme weitab von der Stadt in irgendeiner fernen Konzernzentrale entschieden werden kann. Vielmehr fallen die grundlegenden Entscheidungen – auch über die Verwendung der Erträge - durch die gewählten Kommunalvertreter im Aufsichtsrat hier vor Ort. Das gibt Sicherheit und Transparenz, die demokratische Mitbestimmung ist gesichert – das ist entscheidend, so die Oberbürgermeisterin weiter. Die Erträge würden zugleich wieder in den regionalen Wirtschaftskreislauf eingespeist und kommen auch damit den Menschen hier wieder zugute, weil sie zum Beispiel verwendet werden können auf anderen Gebieten der Daseinsfürsorge, zum Beispiel im Personennahverkehr.
Sie freue sich, so die Oberbürgermeisterin weiter, dass sich E.ON als fairer und wohlwollender Verhandlungspartner gezeigt habe. An der Energieversorgung Nordhausen GmbH hielten die Stadtwerke Nordhausen – Holding für Versorgung und Verkehr GmbH bisher 55,8 % und die E.ON Thüringer Energie AG 44,2 %. Mit dem erworbenen Anteil verfügen die Stadtwerke dann über insgesamt 60 %. Der Anteil der E.ON verringert sich entsprechend.
