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Gestrickte Angebote

Samstag, 11. Oktober 2008, 08:12 Uhr
Eines kann man den Machern in der Reichsstraße in Nordhausen nicht nachsagen: Trägheit. Fast täglich flattern die Angebote des Mehrgenerationenhauses auf den Tisch der nnz-Redaktion. Jetzt wird auf eine besondere, handgemachte Modenschau verwiesen...

Gestricktes im MEGEHA (Foto: LIFT) Gestricktes im MEGEHA (Foto: LIFT)

Zu einer besonderen Modenschau lädt das Nordhäuser Mehrgenerationenhaus (MEGEHA) am Dienstag, 21. Oktober um 16 Uhr ein. Unter dem Motto „So schön ist handgestrickt...“ wird in der Reichsstraße 12 gezeigt, was sich – etwas Geduld und handarbeitliche Fähigkeiten vorausgesetzt - aus Wolle so alles machen lässt. Mehrere Mannequins führen aktuelle Strickmodetrends für Herbst und Winter vor und Gudrun Dörnert, Inhaberin des Handarbeitsgeschäftes „Wollkätzchen“, gibt Tipps zu Strickmustern, Materialien und Verarbeitungsmöglichkeiten von Wolle. Der Eintritt beträgt zwei Euro, darin enthalten ist ein Kaffee-Gedeck.

Stricken ist ein Hobby, dass seit einiger Zeit wieder auf dem Vormarsch ist. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Mit Omas Pudelmütze oder den manch einem aus fernen Kindheitstagen in Erinnerung gebliebenen Westovern hat die aktuelle Mode aus Wolle nicht mehr viel gemeinsam. Hochwertige Wolle dient als Ausgangsmaterial für top-aktuelle Oberbekleidungsstücke wie Pullover, Westen und Jacken sowie modischen Accessoires wie Schals, Mützen und Capes. Moderne Wolle gibt es in einer schier unglaublichen Farbauswahl und den unterschiedlichsten Veredelungsformen, die das Material fast jedem Verwendungszweck anpassen.

Schon seit Tausenden von Jahren fertigt der Mensch Kleidungsstücke aus Wolle. Denn das Naturmaterial eignet sich besonders gut dazu. Wolle hat eine sogenannte natürliche Thermoregulations-Eigenschaft. Tierwolle kann im Faserinneren Wasserdampf speichern, die Oberfläche stößt Wasser jedoch ab. Sie kann bis zu 33 Prozent ihres Trockengewichtes an Wasser aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen und sie leitet Feuchtigkeit wesentlich schneller ab als die viel verwendete Baumwolle.

Da Wollwaren (bezogen auf ihr Gesamtvolumen) aus bis zu 85 Prozent Luft bestehen, sind sie gute Wärmeisolatoren: Die Körperwärme des Trägers entweicht nur wenig. Umgangssprachlich heißt es deshalb, dass Wolle gut „wärmt“, obwohl das Material von sich aus nur die Wärmestrahlung des Körpers reflektiert. Wolle nimmt Schmutz schlecht an, knittert kaum (da die Faser sehr elastisch ist), ist sehr farbbeständig und schwer entflammbar. Sie brennt nicht, sondern verkohlt nur. Wolle nimmt im Gegensatz zu Kunstfasern wenig Schweißgeruch an. Wolle neigt allerdings zum Fusseln, was die Hersteller heute durch spezielle Behandlungen mindern können.
Autor: nnz

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