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Wer soll das bezahlen?

Montag, 17. November 2008, 17:55 Uhr
Die nnz hatte bereits im Jahr 2006 über die Probleme mit der Rekultivierung der Deponie Dachsberg bei Bleicherode berichtet. Damals hegten die Akteure jedoch die Hoffnung, dass die Betreiberfirma für die Folgen aufkommt. Diese Hoffnung hat sich erledigt...


Das Thüringen-Journal berichtet heute, dass die Sanierung der Deponie den Steuerzahler bis zu 35 Millionen Euro kosten könnte. Der Steuerzahler, das sind sie und sie und sie – wir alle. Bleibt nur die Frage, aus welcher Kasse nun bezahlt wird? Für die SPD-Umweltpolitikerin Dagmar Becker ist klar: „Das Land ist in der Pflicht. Eine Sanierungsanordnung liegt vor, das Staatliche Umwelt kam seiner Aufsichtspflicht nicht nach.“

Doch das beauftragte Unternehmen, das auch eine ARGE mit der damaligen Entwicklungsgesellschaft des Landkreises Nordhausen (EGN) eingegangen war, soll laut Becker eine vier Meter dicke Schicht aus Klärschlamm und Asche aufgebracht haben. Genehmigt worden seien jedoch nur 1,80 Meter. Hier habe das Umweltamt in seiner Kontrollpflicht versagt.

35 Millionen Euro, da muss nicht diskutiert werden, die können weder die Stadt Bleicherode noch der Landkreis Nordhausen aufbringen. Das wäre in etwa so, als wenn Not und Elend die Finanzkrise heilen sollten.

Vom insolventen Unternehmen Gereka kann auch nichts mehr erwartet werden, auch da fehlt es schlichtweg an Masse.
Autor: nnz

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