nnz-online

„Aktive Mittagspause“ im Krankenhaus

Dienstag, 18. November 2008, 13:36 Uhr
Die einen sagen Kundgebung, die anderen Demo – im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus wurde heute mit einer „aktiven Mittagspause“ gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung Front gemacht...

Aktive Mittagspause (Foto: nnz) Aktive Mittagspause (Foto: nnz)

Die Betriebsratsvorsitzende der Einrichtung, Andrea Schnell, freute sich über einen vollen Speisesaal. Viele Mitarbeiter waren gekommen, um sich mit dem Aktionsbündnis zur Rettung der Krankenhäuser solidarisch zu zeigen.

Andrea Schnell (Foto: nnz) Andrea Schnell (Foto: nnz) Zur Linderung der Finanzkrise werden innerhalb von zehn Tagen 500 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, auch bei Opel sei man schnell unterwegs, nur für bessere medizinische Versorgung und bessere Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern und Altenheimen würden sich die Volksvertreter schwer tun.

Deshalb forderte Andrea Schnell ein Ende der Budgetierung: „Der Deckel muß weg“, dieser Ruf wurde von den Mitarbeitern mit viel Beifall honoriert. Auch müsse die Finanzierung der tariflichen Steigerungen gesetzlich verankert werden.

Antonius Pille (Foto: nnz) Antonius Pille (Foto: nnz) „Selbst wenn die Politik kein Geld ins Gesundheitssystem gibt, wird es weiterhin Kranke geben, nur können die dann nicht mehr optimal versorgt werden“, sagte Geschäftsführer Antonius Pille. Für ihn sei es ein einmaliger Vorgang, daß sich Arbeitnehmer, Gewerkschaft und Arbeitgeberverbände in diesem Aktionsbündnis zusammengeschlossen hätten. Das Geld, was in die Krankenhäuser und Altenheime gegeben werde, da würde in Nordhausen zum Beispiel direkt in Arbeitsplätze investiert und käme nicht in erster Linie Aktionären zugute.

Und wenn Frank Spieth von der Partei DIE LINKE sich jetzt plötzlich für die Rettung der Krankenhäuser einsetze, dann solle er sich fragen, was er für die Krankenhäuser während seiner Zeit als Verwaltungsratsvorsitzender der AOK gemacht habe. Da habe er den Krankenhäusern in Thüringen vorgeworfen, sie könnten nicht mit dem Geld umgehen. Ein weiterer Kommentar würde sich erübrigen.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de