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Rückrundenstart in Schlotheim

Donnerstag, 11. Dezember 2008, 07:11 Uhr
Schon zwei Spiele der Thüringenliga sind für den FSV Wacker 90 Nordhausen auswärts wegen Unbespielbarkeit der Plätze ausgefallen, so in Borsch und in Rudolstadt. Nun beginnt am Sonnabend um 13.30 Uhr schon die zweite Halbserie, obwohl die erste noch gar nicht beendet ist. Hier erfahren Sie mehr…

Auf zur Rückrunde (Foto: nnz) Auf zur Rückrunde (Foto: nnz)

Wir gehen einmal davon aus, dass am 13. Dezember beim SSV 07 Schlotheim die Mannschaften auflaufen können, obwohl am letzten Sonnabend der dortige Platz im Stadion an der Weberstraße noch unbespielbar war. Beide Kontrahenten hatten also ein freies Wochenende. Dem Auskurieren von Verletzungen war das dienlich. Durch die Spielabsagen ging dafür der gewöhnliche Rhythmus eventuell etwas verloren.

Wer verkraftet das besser? Der FSV Wacker 90 möchte natürlich seine Serie ungeschlagener Begegnungen unbedingt fortsetzen und den Platz in der Spitzengruppe behalten. Von den noch im Rennen befindlichen fünfzehn Vereinen haben erst sechs alle vierzehn Spiele bestritten, unter ihnen die beiden führenden Vertretungen Gotha/Friemar und Jena. Den Gothaern ist die inoffizielle Herbstmeisterschaft demnach nicht mehr zu nehmen. Das offensivfreudigste Team steht verdient dort, selbst wenn Wacker in Gotha 3:1 gewann.

Sollte Nordhausen in Schlotheim wenigstens einen Punkt holen wie beim Hinspiel, ist den Südharzern der dritte Platz vor Weihnachten ebenfalls sicher, weil Sondershausen und Rudisleben/Arnstadt mit drei Punkten Rückstand folgen. Gelingt Wacker wie im Vorjahr sogar ein voller Erfolg, wäre man weiterhin ganz vorn mit dran, zumal ja zwei Nachholspiele ausstehen, deren Termine vom TFV aber noch nicht festgelegt worden sind.

Wie schwer eine Wiederholung des 1:0-Auswärtssieges aus dem letzten Spieljahr werden dürfte, hat der erste Spieltag dieser Saison gezeigt. Die Seilerstädter stellten sich im AKS als eine kompakte Mannschaft vor, die in der Abwehr sicher stand und einen zuverlässigen Torwart zwischen den Pfosten besaß. Mit ihrer Kontertaktik bereiteten sie Wacker einige Probleme. Sicher, das Unentschieden war bei der Vielzahl hochkarätiger Nordhäuser Chancen schmeichelhaft für Schlotheim, was aber unterm Strich zählte, war der geholte Punkt.

Überhaupt ist mir nach der im August hier gebotenen Leistung unerklärlich, warum der SSV 07 nur den zwölften Tabellenplatz einnimmt. Man hat immerhin auch schon zwanzig Tore erzielt. 34 Gegentreffer stellen jedoch neben Weida den schlechtesten Wert der Liga dar. Vielleicht gelingt den Nordhäusern dieses Mal eine bessere Chancenverwertung, dann sollte die Serie nicht reißen.

Zum sechsten Mal treffen beide Vertretungen am Sonnabend in der Thüringenliga aufeinander. Das 1:1 im Hinspiel war dabei das erste Punktspiel, das Nordhausen gegen diesen Gegner nicht gewann. In der Saison 2001/02 setzten sich die Neunziger in Schlotheim 2:1 und zu Hause 2:0 durch. Im Spieljahr 2007/08 siegte Wacker in Nordhausen 2:1 und auswärts 1:0. Es ging also immer knapp zu. Jetzt braucht Schlotheim jeden Punkt, um sich aus der bedrohlichen unteren Region zu befreien.

Der treue Anhang des FSV Wacker 90 hofft, dass der SSV 07 nicht zu seinem ersten Erfolg über die Südharzer in deren 13. Punktspiel kommt und eine Serie beendet, die es so noch nie für Nordhausen gegeben hat. Richtig frohe Weihnachten wären das dann wohl nicht. Denn einige Fans glauben wirklich schon an den Aufstieg. Na ja, wenn man die nächsten sechzehn Punktspiele jeweils 1:0 gewinnt, wäre der nicht zu verhindern. Es ist aber gut, dass Trainer Burkhard Venth davon nicht spricht.

Trotzdem ist die Mannschaft um Kapitän Sven Pistorius gefordert, um mit einem ordentlichen Spiel und Ergebnis wieder für einige positive Wackernachrichten in der örtlichen Presse zu sorgen; denn das Positive in der ersten Mannschaft und um sie herum dominierte in der ersten Halbserie. Und das darf auch einmal gewürdigt werden.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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