100 Prozent Wacker
Freitag, 12. Dezember 2008, 07:00 Uhr
Detlef Zeitler bleibt für die nächsten drei Jahre der Präsident des FSV Wacker 90 Nordhausen. Er und weitere vier Mitstreiter wurde gestern mehrheitlich gewählt.
Das gewählte Präsidium: Klaus Verkouter, Detelef Zeitler, Angelika Wiegleb, Bernd Seidenstücker, Olaf Schulze (von links)
Neben Detlef Zeitler wird Bernd Seidenstücker als Vizepräsident agieren, um das Geld kümmert sich die neue Schatzmeisterin Angelika Wiegleb. Zwei Beisitzer hat das neue Präsidium. Es sind Olaf Schulze und Klaus Verkouter. Während Verkouter und Seidenstücker einstimmig gewählt wurden, gab es für Wiegleb, Schulze und Zeitler einige Enthaltungen.
Seinen Arbeitsbericht untergliederte Detlef Zeitler in vier Abschnitte. Sportlich seien die beiden Männermannschaften auf einem guten Weg. Die Erste ungeschlagen auf dem 3. Tabellenplatz der Thüringenliga, die Zweite auf Platz 4 der Bezirksligatabelle. Nach wie vor das Sorgenkind ist die Nachwuchsarbeit. Der Geburtenknick hat die A-, B- und C-Jugend erreicht, drei Vereine in Nordhausen kämpfen neben dem Platz auch um die besten Talente.
Wie Zeitler bemerkte, habe man die Gespräche über eine Spielgemeinschaft mit Salza und dem NSV abgebrochen. Jeder Verein wurstelt also weiter vor sich hin – das hat in Nordhausen bereits eine langjährige Tradition. Nicht vergessen sollten die Wacker-Funktionäre, daß der eigene Verein vor zehn Jahren auch in dieser Hinsicht nicht ganz untätig war.
Zustimmung für die Arbeit des Präsidiums
Von der technischen Seite her habe sich in den vergangenen drei Jahren viel getan, sagte Zeitler: Ein neuer Eingangsbereich, eine neue Flutlichtanlage, ein aufgepepptes Cateringrevier, viel Farbe und nicht zuletzt der entstehende Kunstrasenplatz. In den kommenden zwei Jahren sollen mehr als eine halbe Million Euro in den Albert-Kuntz-Sportpark investiert werden.
Das Präsidium, das gestern in der Wiedigsburgklause Rechenschaft ablegte, hat den Verein auf eine solide finanzielle Basis gestellt. Das ist das Hauptverdienst der Mannen um Detlef Zeitler. Wer sich jahrelang mit Finanzämtern, Rechtsanwälten, Krankenkassen und Berufsgenossenschaften auseinandersetzen muß, der verliert ab und an auch mal den Blick auf die Kleinigkeiten des Vereinslebens. Das ist verständlich und sollte jetzt der Vergangenheit angehören. In den vergangenen drei Jahren wurde keine Schulden gemacht, die insgesamt 97.000 Euro an Forderungen konnten abgebaut werden, auch Dank zuverlässiger Sponsoren wie der Nordbrand Nordhausen GmbH oder den Nordhäuser Stadtwerken sowie vielen anderen Unternehmen. Wichtig auch – die Geschäftsstelle ist wieder besetzt, hier sorgt Angelika Wiegleb vor allem für Ordnung in den Büchern. Was also wünscht sich ein Präsident nach drei Jahren: Im Verein müssen wir alle an einem Strang ziehen und zwar alle an einem Ende. Mein größter Wunsch jedoch: Wacker muß endlich auch in der Oberliga spielen!
In der Diskussion stand die Nachwuchsarbeit im Mittelpunkt. Ob nun fehlende Bälle, mangelnde Koordination – Fakt ist: Wacker braucht dringendst einen sportlichen Leiter, der die Fäden im AKS in der Hand hält. Mitarbeit im Verein fängt bei jedem Mitglied an. Es spiegelt sich wider im sorgsamen Umgang mit der Ausrüstung, im sportlichen Miteinander und natürlich auch mit dem Umsetzen von Anweisungen aus dem Präsidium heraus.
Die Zeichen dafür, daß Wacker Nordhausen in absehbarer Zeit wieder in der Oberliga spielen könnte, die stehen nicht schlecht. Mit dem Wirtschaftsrat und seiner Verstärkung durch Michael John, einem der beiden Geschäftsführer von Rotkäppchen-Mumm sowie Arndt Forberger von den Nordhäuser Stadtwerken sind die Ampeln quasi auf Grün geschaltet. Eines jedoch muß beachtet werden. Es dürfen nicht die Fehler der Jahre 1995 bis 1999 gemacht werden. Damals gab es für die zu diesem Zeitpunkt agierenden Präsidien nur die Erste, die Nachwuchs wurde sträflich vernachlässigt, dafür wurde eingekauft. Wacker Nordhausen braucht den Nachwuchs, der Einkauf von Spielern wird und muß auf Jahre hinaus ausfallen.
Da steht nicht nur Wacker drauf, sondern da stecken künftig auch 100 Prozent Wacker drin – Neu-Mitglied Matthias Jendricke
Und die Zeichen stehen auch deshalb gut, weil es endlich gelungen ist, das Nordhäuser Rathaus für den Fußball im AKS begeistern zu können. Mit Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) hat das Präsidium nicht nur einen einflußreichen Befürworter gefunden, sondern auch ein neues Mitglied – Jendricke hat ab sofort die Vereinsnummer 311.
Nun kommt es darauf an, das Wacker-Schiff weiter auf Kurs zu halten. Dazu sind Kapitän und Steuermann durchaus wichtig, doch ohne Besatzung läßt sich der Kahn nicht steuern. Der Kurs ist klar. Wacker Nordhausen muß die Nummer 1 in Nordhausen bleiben und die Nummer 1 in Nordthüringen werden.
Peter-Stefan Greiner/Fotos: Helmut Michel
Autor: nnzDas gewählte Präsidium: Klaus Verkouter, Detelef Zeitler, Angelika Wiegleb, Bernd Seidenstücker, Olaf Schulze (von links)
Neben Detlef Zeitler wird Bernd Seidenstücker als Vizepräsident agieren, um das Geld kümmert sich die neue Schatzmeisterin Angelika Wiegleb. Zwei Beisitzer hat das neue Präsidium. Es sind Olaf Schulze und Klaus Verkouter. Während Verkouter und Seidenstücker einstimmig gewählt wurden, gab es für Wiegleb, Schulze und Zeitler einige Enthaltungen.
Seinen Arbeitsbericht untergliederte Detlef Zeitler in vier Abschnitte. Sportlich seien die beiden Männermannschaften auf einem guten Weg. Die Erste ungeschlagen auf dem 3. Tabellenplatz der Thüringenliga, die Zweite auf Platz 4 der Bezirksligatabelle. Nach wie vor das Sorgenkind ist die Nachwuchsarbeit. Der Geburtenknick hat die A-, B- und C-Jugend erreicht, drei Vereine in Nordhausen kämpfen neben dem Platz auch um die besten Talente.
Wie Zeitler bemerkte, habe man die Gespräche über eine Spielgemeinschaft mit Salza und dem NSV abgebrochen. Jeder Verein wurstelt also weiter vor sich hin – das hat in Nordhausen bereits eine langjährige Tradition. Nicht vergessen sollten die Wacker-Funktionäre, daß der eigene Verein vor zehn Jahren auch in dieser Hinsicht nicht ganz untätig war.
Zustimmung für die Arbeit des Präsidiums
Von der technischen Seite her habe sich in den vergangenen drei Jahren viel getan, sagte Zeitler: Ein neuer Eingangsbereich, eine neue Flutlichtanlage, ein aufgepepptes Cateringrevier, viel Farbe und nicht zuletzt der entstehende Kunstrasenplatz. In den kommenden zwei Jahren sollen mehr als eine halbe Million Euro in den Albert-Kuntz-Sportpark investiert werden.
Das Präsidium, das gestern in der Wiedigsburgklause Rechenschaft ablegte, hat den Verein auf eine solide finanzielle Basis gestellt. Das ist das Hauptverdienst der Mannen um Detlef Zeitler. Wer sich jahrelang mit Finanzämtern, Rechtsanwälten, Krankenkassen und Berufsgenossenschaften auseinandersetzen muß, der verliert ab und an auch mal den Blick auf die Kleinigkeiten des Vereinslebens. Das ist verständlich und sollte jetzt der Vergangenheit angehören. In den vergangenen drei Jahren wurde keine Schulden gemacht, die insgesamt 97.000 Euro an Forderungen konnten abgebaut werden, auch Dank zuverlässiger Sponsoren wie der Nordbrand Nordhausen GmbH oder den Nordhäuser Stadtwerken sowie vielen anderen Unternehmen. Wichtig auch – die Geschäftsstelle ist wieder besetzt, hier sorgt Angelika Wiegleb vor allem für Ordnung in den Büchern. Was also wünscht sich ein Präsident nach drei Jahren: Im Verein müssen wir alle an einem Strang ziehen und zwar alle an einem Ende. Mein größter Wunsch jedoch: Wacker muß endlich auch in der Oberliga spielen!
In der Diskussion stand die Nachwuchsarbeit im Mittelpunkt. Ob nun fehlende Bälle, mangelnde Koordination – Fakt ist: Wacker braucht dringendst einen sportlichen Leiter, der die Fäden im AKS in der Hand hält. Mitarbeit im Verein fängt bei jedem Mitglied an. Es spiegelt sich wider im sorgsamen Umgang mit der Ausrüstung, im sportlichen Miteinander und natürlich auch mit dem Umsetzen von Anweisungen aus dem Präsidium heraus.
Die Zeichen dafür, daß Wacker Nordhausen in absehbarer Zeit wieder in der Oberliga spielen könnte, die stehen nicht schlecht. Mit dem Wirtschaftsrat und seiner Verstärkung durch Michael John, einem der beiden Geschäftsführer von Rotkäppchen-Mumm sowie Arndt Forberger von den Nordhäuser Stadtwerken sind die Ampeln quasi auf Grün geschaltet. Eines jedoch muß beachtet werden. Es dürfen nicht die Fehler der Jahre 1995 bis 1999 gemacht werden. Damals gab es für die zu diesem Zeitpunkt agierenden Präsidien nur die Erste, die Nachwuchs wurde sträflich vernachlässigt, dafür wurde eingekauft. Wacker Nordhausen braucht den Nachwuchs, der Einkauf von Spielern wird und muß auf Jahre hinaus ausfallen.
Da steht nicht nur Wacker drauf, sondern da stecken künftig auch 100 Prozent Wacker drin – Neu-Mitglied Matthias Jendricke
Und die Zeichen stehen auch deshalb gut, weil es endlich gelungen ist, das Nordhäuser Rathaus für den Fußball im AKS begeistern zu können. Mit Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) hat das Präsidium nicht nur einen einflußreichen Befürworter gefunden, sondern auch ein neues Mitglied – Jendricke hat ab sofort die Vereinsnummer 311.
Nun kommt es darauf an, das Wacker-Schiff weiter auf Kurs zu halten. Dazu sind Kapitän und Steuermann durchaus wichtig, doch ohne Besatzung läßt sich der Kahn nicht steuern. Der Kurs ist klar. Wacker Nordhausen muß die Nummer 1 in Nordhausen bleiben und die Nummer 1 in Nordthüringen werden.
Peter-Stefan Greiner/Fotos: Helmut Michel



