101
Montag, 19. Januar 2009, 14:29 Uhr
Bilanzen sind schön. Sie zeigen auf, was, wann und vielleicht auch wer getan hat. In der Nordhäuser Stadtverwaltung wird jetzt eine ganz besondere Bilanz geführt. Angekommen ist man da bei der Zahl 101...
Seinen 101. Einsatz hatte jetzt das im November in Betrieb gegangene Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) der Berufsfeuerwehr. Die Bilanz von Gerd Jung, des amtierende Leiters der Berufsfeuerwehr, fällt positiv aus – zum Beispiel bei der Einsatz-Effizienz: Früher mussten 2 Fahrzeuge - auch zu kleineren Hilfeleistungseinsätzen - fahren, diese werden heute durch den alleinigen Einsatz des HLF absolviert, so Jung. Denn das neue Fahrzeug vereint die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Tanklöschfahrzeug sowie Rüstwagen. Ein eingebauter Wasser- und Schaummitteltank, vereint mit effizienter Rüsttechnik, macht einen noch schnelleren Erstangriff möglich. Durch in die Sitze integrierte Halterungen kann der Angriffstrupp bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle Atemschutzgeräte anlegen.
Ein gesunder Nebeneffekt sei nicht nur die Kostenersparnis durch einen reduzierten Verbrauch von Dieselkraftstoff, sondern der sich durch den geringeren Abgasausstoß ergebende Beitrag zur Umwelt. Bei diesem Fahrzeug wird mit Hilfe einer modernen Technologie in das Abgassystem Harnstoff eingespritzt, was den Schadstoffausstoß erheblich reduziert.
Insbesondere für den Einsatz bei technischen Hilfeleistungen und Rettungen, z. B. nach Verkehrsunfällen, sei das HLF optimal ausgestattet. So ermöglichen die mitgeführten hydraulischen Rettungsgeräte die Befreiung eingeklemmter Personen aus ihrem Fahrzeug. Zur Beladung gehört auch Material zum Unterbauen und zur Abstützung. Die Rettungsgeräte können dank eines Stromerzeugers sofort betriebsbereit geschaltet werden. Ebenfalls unmittelbar an diesen Stromerzeuger angeschlossen sei auch der in der Fahrzeugmitte eingebaute Lichtmast, der ein sehr schnelles Ausleuchten von nächtlichen Einsatzstellen ermöglicht.
Zur Brandbekämpfung ständen mit diesem Fahrzeug mehrere taktische und technische Möglichkeiten zur Verfügung: Für das Löschen enthalte der eingebaute Wassertank eine Füllmenge von 2000 Litern. Die im Brandfall benötigte Wassermenge kann durch das Zudosieren von Netzmitteln - synthetisches Schaummittel - erheblich reduziert werden. So stehen weiterhin 125 Liter Schaummittel zur Verfügung.
Gleichzeitig mit der Beschaffung des HLF 20/16 erfüllte sich die Nordhäuser Feuerwehr ein weiteres Bedürfnis: Es wurde eine Wärmebildkamera in den Dienst gestellt, die in der Brandbekämpfung zum Aufspüren von versteckten Brandherden - zum Beispiel elektrischen Zündquellen und Glutnestern - eingesetzt wird. Auch bei der Menschenrettung bestätigt sie ihre Einsatzvielfalt. Da die Wärmebildkamera schon auf geringste Temperaturunterschiede reagiert, können Personen und Tiere in Einsatzobjekten schneller gesichtet und somit gerettet werden.
Das HLF löse allerdings die bewährte Technik - wie den Rüstwagen und das Tanklöschfahrzeug - ab, vielmehr erhöht die Neuanschaffung die Schlagkraft der Nordhäuser Wehren.
Autor: nnzSeinen 101. Einsatz hatte jetzt das im November in Betrieb gegangene Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) der Berufsfeuerwehr. Die Bilanz von Gerd Jung, des amtierende Leiters der Berufsfeuerwehr, fällt positiv aus – zum Beispiel bei der Einsatz-Effizienz: Früher mussten 2 Fahrzeuge - auch zu kleineren Hilfeleistungseinsätzen - fahren, diese werden heute durch den alleinigen Einsatz des HLF absolviert, so Jung. Denn das neue Fahrzeug vereint die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Tanklöschfahrzeug sowie Rüstwagen. Ein eingebauter Wasser- und Schaummitteltank, vereint mit effizienter Rüsttechnik, macht einen noch schnelleren Erstangriff möglich. Durch in die Sitze integrierte Halterungen kann der Angriffstrupp bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle Atemschutzgeräte anlegen.
Ein gesunder Nebeneffekt sei nicht nur die Kostenersparnis durch einen reduzierten Verbrauch von Dieselkraftstoff, sondern der sich durch den geringeren Abgasausstoß ergebende Beitrag zur Umwelt. Bei diesem Fahrzeug wird mit Hilfe einer modernen Technologie in das Abgassystem Harnstoff eingespritzt, was den Schadstoffausstoß erheblich reduziert.
Insbesondere für den Einsatz bei technischen Hilfeleistungen und Rettungen, z. B. nach Verkehrsunfällen, sei das HLF optimal ausgestattet. So ermöglichen die mitgeführten hydraulischen Rettungsgeräte die Befreiung eingeklemmter Personen aus ihrem Fahrzeug. Zur Beladung gehört auch Material zum Unterbauen und zur Abstützung. Die Rettungsgeräte können dank eines Stromerzeugers sofort betriebsbereit geschaltet werden. Ebenfalls unmittelbar an diesen Stromerzeuger angeschlossen sei auch der in der Fahrzeugmitte eingebaute Lichtmast, der ein sehr schnelles Ausleuchten von nächtlichen Einsatzstellen ermöglicht.
Zur Brandbekämpfung ständen mit diesem Fahrzeug mehrere taktische und technische Möglichkeiten zur Verfügung: Für das Löschen enthalte der eingebaute Wassertank eine Füllmenge von 2000 Litern. Die im Brandfall benötigte Wassermenge kann durch das Zudosieren von Netzmitteln - synthetisches Schaummittel - erheblich reduziert werden. So stehen weiterhin 125 Liter Schaummittel zur Verfügung.
Gleichzeitig mit der Beschaffung des HLF 20/16 erfüllte sich die Nordhäuser Feuerwehr ein weiteres Bedürfnis: Es wurde eine Wärmebildkamera in den Dienst gestellt, die in der Brandbekämpfung zum Aufspüren von versteckten Brandherden - zum Beispiel elektrischen Zündquellen und Glutnestern - eingesetzt wird. Auch bei der Menschenrettung bestätigt sie ihre Einsatzvielfalt. Da die Wärmebildkamera schon auf geringste Temperaturunterschiede reagiert, können Personen und Tiere in Einsatzobjekten schneller gesichtet und somit gerettet werden.
Das HLF löse allerdings die bewährte Technik - wie den Rüstwagen und das Tanklöschfahrzeug - ab, vielmehr erhöht die Neuanschaffung die Schlagkraft der Nordhäuser Wehren.

