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Besitzerwechsel in Ellrich

Montag, 26. Januar 2009, 19:40 Uhr
Eigentlich ist Remondis, ehemals Rethmann, in Nordhüringen für die Behandlung des Restabfalls aus der grauen Tonne verantwortlich. Der Entsorger ist aber auch am Südharzer Gips interessiert...


Die Lüner Remondis-Gruppe übernimmt mit sofortiger Wirkung sämtliche Anteile an der Südharzer Gipswerk GmbH (SHG). Der entsprechende Vertragsabschluss wurde am Freitag in Kraft gesetzt, teilte Remondis heute mit. Damit erwirbt der Entsorger vier Produktionsanlagen in Mittel- und Süddeutschland sowie sechs Steinbrüche des Unternehmens mit Hauptsitz in Ellrich, Nord-Thüringen. Die Transaktion beinhaltet außerdem 11,2 Prozent der Anteile an der Bahnbetriebsgesellschaft Stadtoldendorf. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Die SHG mit den vier Standorten Dorste, Ellrich, Neckarzimmern und Sulzheim besteht in dieser Struktur seit 2004, wobei der Standort Ellrich auf eine 140-jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken kann. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2008 mit rund 150 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 32 Millionen Euro.

Remondis vermarktet unter dem Produktnamen Raddibin jährlich rund 350 000 Tonnen Bindemittel und Additive auf Gipsbasis. Mit der Übernahme der SHG sichert sich Remondis auch für die Zukunft den Zugang zu wichtigen Rohstoffreserven und verbessert die regionale und überregionale Marktpräsenz.

„Die SHG ist die optimale Ergänzung für unsere Aktivitäten im Bereich der Gips-basierten Produkte, mit der wir unsere Kundennähe und Marktpräsenz weiter ausbauen können. Gleichzeitig profitieren Mitarbeiter und Kunden der SHG von der Eingliederung in ein starkes und traditionsreiches Familienunternehmen wie Remondis“, sagte der verantwortliche Geschäftsführer bei Remondis Production, Kai Orschel.
Autor: nnz

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