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„Geh’ denken“ in Dresden

Donnerstag, 05. Februar 2009, 07:06 Uhr
Dresden bereitet sich auf den traditionellen Aufzug der extremen Rechten vor, bei dem dieses Mal mit bis zu 8000 Teilnehmern gerechnet werden muss. Vereine, Gewerkschaften, Kirchen und Parteien haben zu einer breit getragenen Initiative gegen diesen Naziaufmarsch aufgerufen. Auch Nordthürnger wollen sich beteiligen...


Aus ganz Europa werden Rechtsextremisten am Samstag kommender Woche in Dresden erwartet. Der Aufmarsch anlässlich der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 hat sich in den letzten Jahren zum größten, regelmäßig stattfindenden Treffen von Alt- und Neonazis jeder Couleur in Europa entwickelt. In Dresden wird es vielfältige Aktivitäten gegen den rechtsextremen Aufmarsch geben, an denen sich Bürger aus allen Teilen Deutschlands und auch aus dieser Region beteiligen können und sollten.

Der „Mitteldeutschen Zeitung“ ist zu entnehmen, dass das Antifa-Bündnis „No pasarán“ schon für dieses Wochenende zum „Durchspielen geläufiger Problematiken des Demonstrierens“ eingeladen hat. Ziel sei es, mit Mitteln des zivilen Ungehorsams am 14. Februar „gemeinsam und friedlich den Nazis entgegenzutreten“. Für diesen Tag hat die rechtsextreme Junge Landsmannschaft Ostdeutschlands (ILO) ihren jährlichen Aufmarsch zum Gedenken an die Opfer der Bombenangriffe auf Dresden im Februar 1945 angemeldet.

„Kommen Sie am 14. Februar zum GEH DENKEN nach Dresden“ heißt es in einem Aufruf des Organisationsbüros, „um friedlich, aber entschlossen den Naziaufmarsch zu beenden.“ Geplant sind Demonstrationen mit Zwischenkundgebungen und ein Konzert mit Musikbeiträgen bekannter Künstler in Kooperation mit der Amadeu Antonio-Stiftung und der Kampagne „Laut gegen Nazis“.

Zu der Großveranstaltung wird es auch von Nordhausen aus Fahrmöglichkeiten geben, wie vom DGB Region Mittel-/Nordthüringen in Nordhausen zu erfahren war. Informationen dazu sind dort unter 03631-974785 zu erhalten.
Autor: nnz/kn

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