Abgesagte Fairness
Montag, 09. Februar 2009, 12:30 Uhr
Immer, wenn sich in der Black-Metal-Musik-Szene etwas regt, dann meldet sich Thorsten Platow zu Wort. Der Mann kennt sich aus und trifft Bewertungen. Auch in Richtung der Hallen-Besitzer...
Neben dem Lindenhof in Ellrich, der seinen Saal schon mal für die eine oder andere Truppe dieser Musikrichtung zur Verfügung stellt, hatte sich Herr Platow jüngst auf die Festhalle in Sundhausen fixiert. Und so endete sein vorläufig letzter Beitrag im Forum der nnz: Ja, liebe Sundhäuser, diese Band wird am Samstag (7.02.) in Eurem Ort spielen.
Als Kenner der Szene hatte Herr Platow Kenntnis von dem Konzert, bevor es die Nordhäuser Stadtverwaltung als deren Eigentümer hatte. Entgangen ist ihm schleierhafterweise, dass diese Veranstaltung aus verschiedenen Gründen seitens des Rathauses abgesagt wurde.
Nun passte diese Absage wahrscheinlich nicht in sein Konzept, denn auch diesen Umstand hätte er öffentlich machen können. Es gehört zur Fairness dazu, auch aus Sicht der Verwaltung, die ein wenig schon an den medialen Pranger gestellt wurde.
Zur Fairness seitens der nnz-Redaktion gehört der Umstand, dieser Nordhäuser Welt kund zu tun, dass sich der wahre Verfasser dieser Forumsmeinungen hinter dem Pseudonym "Thorsten Platow" versteckt. Das ist vielleicht sein gutes Recht, sollte jedoch einer Redaktion mitgeteilt werden. Dann kann entsprechend formuliert werden. Mit Vertrauen in diesem Geschäft hat das wenig zu tun.
Etwas ungehalten ist man im Nordhäuser Rathaus auch ob der Tatsache, dass Herr Platow seit dem 22. Januar auf mehrere Gesprächsangebote nicht eingegangen ist, wie Amtsleiterin Dr. Cornelia Klose der nnz bestätigte.
Noch bitterer wird es allerdings, wenn Thorsten Platow als Mitglied der Redaktion einer Zeitung im Nordhäuser Revier auftaucht: Der Bürgerzeitung (büz). Eine Zeitung, die ausschließlich aus Steuergeldern finanziert wird und die im aktuellen Zeitgeschehen absolut ihre Berechtigung hat. Im Impressum - neben anderen (wie Gisela Hartmann oder Wolfgang Schwerdtfeger) - taucht auch Thorsten Platow auf. Nun werden Frau Hartmann ja Frau Hartmann und Herr Schwerdtfeger ja Herr Schwerdtfeger sein, doch Herr Platow ist nicht Herr Platow. Sein wahrer Name ist der nnz-Redaktion bekannt. Aus Fairnessgründen jedoch werden wir ihn nicht veröffentlichen.
Dafür geht Herr Alias-Platow sowohl mit der Stadtverwaltung als auch mit dem politischen Kontrahenten nicht so fair um: Er nennt in seinen Zuschriften vollständige Namen und stellt alles und jeden, wer und was nicht links agiert, in eine rechtsextreme Ecke, spricht einen Generalverdacht aus. In punkto zweier Bands, die Herr Platow eindeutig in die rechtsextreme Ecke stellt, recherchierte das Nordhäuser Kulturamt bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Hier wurde bestätigt, dass die benannten Bands nicht indiziert sind und auch vom Verfassungsschutz nicht beobachtet werden.
Ganz klar – es muss eine gemeinsame Kraft gegen rechtsradikale Umtriebe geben. Beispiele von konzertierten Aktionen gab es Nordhausen viele und muss es auch weiterhin geben. Aber nicht jede studentische Vereinigung, deren Mitglieder sich konservativ verhalten, ist automatisch von NPD oder Nazis unterwandert.
Insofern plädiere ich in Zukunft für mehr Fairness im gemeinsamen Umgang mit der Öffentlichkeit. Letztlich sortiert danach der Otto-Normal-Bürger-Mensch seine Sympathien oder auch Antipathien. Und er hat dafür eine sensiblere Antenne als der eine oder andere Vor- und Nachdenker im breitgefächerten politischen Spektrum annimmt.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzNeben dem Lindenhof in Ellrich, der seinen Saal schon mal für die eine oder andere Truppe dieser Musikrichtung zur Verfügung stellt, hatte sich Herr Platow jüngst auf die Festhalle in Sundhausen fixiert. Und so endete sein vorläufig letzter Beitrag im Forum der nnz: Ja, liebe Sundhäuser, diese Band wird am Samstag (7.02.) in Eurem Ort spielen.
Als Kenner der Szene hatte Herr Platow Kenntnis von dem Konzert, bevor es die Nordhäuser Stadtverwaltung als deren Eigentümer hatte. Entgangen ist ihm schleierhafterweise, dass diese Veranstaltung aus verschiedenen Gründen seitens des Rathauses abgesagt wurde.
Nun passte diese Absage wahrscheinlich nicht in sein Konzept, denn auch diesen Umstand hätte er öffentlich machen können. Es gehört zur Fairness dazu, auch aus Sicht der Verwaltung, die ein wenig schon an den medialen Pranger gestellt wurde.
Zur Fairness seitens der nnz-Redaktion gehört der Umstand, dieser Nordhäuser Welt kund zu tun, dass sich der wahre Verfasser dieser Forumsmeinungen hinter dem Pseudonym "Thorsten Platow" versteckt. Das ist vielleicht sein gutes Recht, sollte jedoch einer Redaktion mitgeteilt werden. Dann kann entsprechend formuliert werden. Mit Vertrauen in diesem Geschäft hat das wenig zu tun.
Etwas ungehalten ist man im Nordhäuser Rathaus auch ob der Tatsache, dass Herr Platow seit dem 22. Januar auf mehrere Gesprächsangebote nicht eingegangen ist, wie Amtsleiterin Dr. Cornelia Klose der nnz bestätigte.
Noch bitterer wird es allerdings, wenn Thorsten Platow als Mitglied der Redaktion einer Zeitung im Nordhäuser Revier auftaucht: Der Bürgerzeitung (büz). Eine Zeitung, die ausschließlich aus Steuergeldern finanziert wird und die im aktuellen Zeitgeschehen absolut ihre Berechtigung hat. Im Impressum - neben anderen (wie Gisela Hartmann oder Wolfgang Schwerdtfeger) - taucht auch Thorsten Platow auf. Nun werden Frau Hartmann ja Frau Hartmann und Herr Schwerdtfeger ja Herr Schwerdtfeger sein, doch Herr Platow ist nicht Herr Platow. Sein wahrer Name ist der nnz-Redaktion bekannt. Aus Fairnessgründen jedoch werden wir ihn nicht veröffentlichen.
Dafür geht Herr Alias-Platow sowohl mit der Stadtverwaltung als auch mit dem politischen Kontrahenten nicht so fair um: Er nennt in seinen Zuschriften vollständige Namen und stellt alles und jeden, wer und was nicht links agiert, in eine rechtsextreme Ecke, spricht einen Generalverdacht aus. In punkto zweier Bands, die Herr Platow eindeutig in die rechtsextreme Ecke stellt, recherchierte das Nordhäuser Kulturamt bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Hier wurde bestätigt, dass die benannten Bands nicht indiziert sind und auch vom Verfassungsschutz nicht beobachtet werden.
Ganz klar – es muss eine gemeinsame Kraft gegen rechtsradikale Umtriebe geben. Beispiele von konzertierten Aktionen gab es Nordhausen viele und muss es auch weiterhin geben. Aber nicht jede studentische Vereinigung, deren Mitglieder sich konservativ verhalten, ist automatisch von NPD oder Nazis unterwandert.
Insofern plädiere ich in Zukunft für mehr Fairness im gemeinsamen Umgang mit der Öffentlichkeit. Letztlich sortiert danach der Otto-Normal-Bürger-Mensch seine Sympathien oder auch Antipathien. Und er hat dafür eine sensiblere Antenne als der eine oder andere Vor- und Nachdenker im breitgefächerten politischen Spektrum annimmt.
Peter-Stefan Greiner
