Eisige Rettung
Mittwoch, 11. Februar 2009, 09:45 Uhr
Mit neuen Rettungs- und Überlebensanzügen zur Eisrettung wurde jetzt die Berufsfeuerwehr Nordhausen ausgestattet. Um bei einem Ernstfall gewappnet zu sein, wurde diese Woche ein solches Szenarium auf dem Kiessee trainiert. Darüber informierte jetzt der Leiter der Berufsfeuerwehr, Gerd Jung, die nnz. Wir haben auch die ersten Bilder...
Uwe Busch von der Berufsfeuerwehr übt im Ice-Commander mit seinen Kollegen den Ernstfall
In den vergangenen Wochen habe es immer wieder Meldungen über tragische Eisunfälle auf zugefrorenen Seen in Deutschland gegeben. Dabei begaben sich aber auch die Retter oftmals in große Gefahr, sagt er. Uns stehen jetzt dafür - neben einem Eisschlitten mit aufgesetztem Schlauchboot - spezielle Rettungs- und Überlebensanzüge der neuesten Generation zur Verfügung, so Jung.
Dieser Anzugtyp mit dem Namen Ice-Commander stamme aus Kanada und werde dort und in inzwischen vielen anderen Ländern von Such- und Rettungsteams der Küstenwache, der Feuerwehr und Polizei speziell zur Eis- und Wasserrettung eingesetzt.
Mit den Anzügen, die über fünf Stunden die Körpertemperatur halten, werden die Retter vor den Folgen der Unterkühlung geschützt, da schon bei einer Körpertemperatur unter 35°C die Durchblutung der äußeren Körperregionen verringert wird und es zum automatischen Muskelzittern kommt. Bei Temperaturen unter 32°C setze eine Bewusstseinstrübung und eine Reflexabschwächung ein. Sinke die Temperatur auf weniger als 28°C, komme es zum Verlust des Bewusstseins, einem unregelmäßigen und abgeschwächten Puls und später zu einem Atem- und Kreislaufstillstand.
In diesem Zusammenhang weist die Berufsfeuerwehr Nordhausen nochmals darauf hin, trotz wieder sinkender Temperaturen, Eisflächen auf Seen und Teichen nicht zu betreten und dabei besonders auf spielende Kinder zu achten. Bringen doch solche Unfälle sehr oft großes Leid über die Betroffenen, deren Familien und manchmal auch über die Rettungskräfte.
Autor: nnzUwe Busch von der Berufsfeuerwehr übt im Ice-Commander mit seinen Kollegen den Ernstfall
In den vergangenen Wochen habe es immer wieder Meldungen über tragische Eisunfälle auf zugefrorenen Seen in Deutschland gegeben. Dabei begaben sich aber auch die Retter oftmals in große Gefahr, sagt er. Uns stehen jetzt dafür - neben einem Eisschlitten mit aufgesetztem Schlauchboot - spezielle Rettungs- und Überlebensanzüge der neuesten Generation zur Verfügung, so Jung.
Dieser Anzugtyp mit dem Namen Ice-Commander stamme aus Kanada und werde dort und in inzwischen vielen anderen Ländern von Such- und Rettungsteams der Küstenwache, der Feuerwehr und Polizei speziell zur Eis- und Wasserrettung eingesetzt.
Mit den Anzügen, die über fünf Stunden die Körpertemperatur halten, werden die Retter vor den Folgen der Unterkühlung geschützt, da schon bei einer Körpertemperatur unter 35°C die Durchblutung der äußeren Körperregionen verringert wird und es zum automatischen Muskelzittern kommt. Bei Temperaturen unter 32°C setze eine Bewusstseinstrübung und eine Reflexabschwächung ein. Sinke die Temperatur auf weniger als 28°C, komme es zum Verlust des Bewusstseins, einem unregelmäßigen und abgeschwächten Puls und später zu einem Atem- und Kreislaufstillstand.
In diesem Zusammenhang weist die Berufsfeuerwehr Nordhausen nochmals darauf hin, trotz wieder sinkender Temperaturen, Eisflächen auf Seen und Teichen nicht zu betreten und dabei besonders auf spielende Kinder zu achten. Bringen doch solche Unfälle sehr oft großes Leid über die Betroffenen, deren Familien und manchmal auch über die Rettungskräfte.


