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Veränderungen im Einkaufsparadies

Donnerstag, 26. Februar 2009, 13:34 Uhr
Im Shoppingtempel Nummer 1, der Südharz-Galerie, wird es neue Öffnungszeiten geben. Wann sie künftig ihrem Rausch nachgehen können und was Sie in den kommenden Wochen erleben können, das hat die nnz erfahren.


Center-Manager Linz (Foto: nnz) Center-Manager Linz (Foto: nnz) Die langen Öffnungszeiten haben sich nicht bewährt. Aufwand und Nutzen standen und stehen sich nicht mehr gegenüber. Selbst in der Herbst- und Weihnachtszeit wurden die Veränderungen nicht angenommen. Die Kunden gehen lieber die eingefahrenen Wege, die Zeit zwischen 18 und 20 Uhr wurde kaum noch angenommen. Das ist die nüchterne Bestandsaufnahme, die Center-Manager Wolfgang Linz (Foto) heute der nnz kund tat.

Und so haben sich der Betreiber und der Eigentümer, gemeinsam mit den Mietern entschlossen, die Öffnungszeiten den realen Shopping-Bedürfnissen anzupassen. Auch das Klientel, das sich vorwiegend in den letzten Stunden eines jeden Einkaufstages aufhielt, war nicht gerade die Shopping-Kundschaft. Der Kompromiss lautet ab dem 9. März:

Montag bis Mittwoch wird die Südharz-Galerie von 9 Uhr bis 19 Uhr geöffnet haben, am Donnerstag und Freitag kann bis 20 Uhr eingekauft werden und am Samstag werden die Geschäfte von 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet haben. Die Gastronomie wird bereits ab 8 Uhr ihren Service anbieten. Diesem Umstand wird das Center-Management mit dem „Aufschließen“ gerecht werden. Geschäfte können dann, sofern sie wollen, ebenfalls ab 8 Uhr ihre Läden öffnen. Die Gastronomie hat bereits jetzt ihre Sympathie für diesen Kompromiss signalisiert.

Vom 2. bis 14. März wird es die Modewochen geben. Die Gäste der Galerie werden am Eingang Bahnhofstraße von Puppen begrüßt. Am Samstag (7. März) wird es drei Modenschauen geben. Breakedancer werden auftreten, unterhaltende Musik wird gespielt. Der Blick von Center-Manager Linz geht aber schon weiter in Richtung Ostern. Da wird ein Ostermarkt in der Galerie seine „Zelte aufschlagen“. Der Gründonnerstag soll herausgehoben werden, hier werden die Geschäfte bis Mitternacht geöffnet haben. Programme sind in Vorbereitung. Unterhaltung soll schon sein.

Im März soll es darüber hinaus wieder eine Kundenzählung geben. Partner wird ein Bildungsträger aus Nordhausen sein. Das Center-Management und die Werbegemeinschaft erhoffen sich die neuesten Zahlen hinsichtlich der Attraktivität des Einkaufstempels. Tendenziell, das wurde heute bestätigt, geht die Zahl der Kunden leicht zurück. Allerdings stellt sich die Situation in Nordhausen besser dar, als im Thüringer „Rest“.

Im Jahr 2007 hatte der Einzelhandelsverband einen Umsatzrückgang von minus zwei Prozent genannt, in der Galerie stieg er um ein Prozent an. Zahlen für 2008 stehen noch aus. Dennoch ist dieser gefühlte Rückgang auf die Kaufzurückhaltung der Menschen zurückzuführen. Die Fachleute rechnen mit einem weiteren Rückgang, trotz vorhandenen Geldes in den Taschen der Kunden.

Am 6.Juni wird es eine Lange Einkaufsnacht geben. Der Orient oder die Karibik lassen grüßen, noch wird entschieden. Wohin die Gäste virtuell entfliehen können, ist noch nicht enttschieden. Aktionen zur Einschulung aber auch der Citylauf am 20. September gehören in den Jahreskalender der Galerie.

Im Jahr 2010 wird es den 15. Geburtstag der Südharz-Galerie geben. Vermutlich im September soll die Party steigen, verbunden mit dem Citylauf, vor der Eröffnung des Nahversorgers am Pferdemarkt.

Der neue Gewerbeverein wird von Lins positiv betrachtet, das Stadtmarketing fühlt dagegen sich wie eingeschlafen an. Hier wird die Koordinierung seitens der Stadtverwaltung gefordert, die zum Beispiel bei der Vorbereitung der verkaufsoffenen Sonntage notwendig ist, die allesamt im zweiten Halbjahr platziert wurden.

Für das Management der Südharz-Galerie ist das neue Einkaufszentrum am Pferdemarkt allerhöchstens eine Bereicherung für die Stadt, die in den zurückliegenden Jahren von der Einkaufsstadt zur Hochschulstadt mutierte. Eine echte Konkurrenz wird der „Nahversorger“, wie Linz das künftige Etablissement am Pferdemarkt nannte, nicht werden. Dafür ist es einfach zu klein angelegt. Wenn es denn überhaupt Realität werde.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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