nnz-online

Eine innerdeutsche Trennung

Dienstag, 03. März 2009, 13:32 Uhr
In diesem Jahr werden viele Erinnerungen wach, die das Thema der politischen Wende berühren. Vor genau 20 Jahren fiel die Mauer, dementsprechend finden gerade im ehemaligen grenznahen Raum die unterschiedlichsten Veranstaltungen statt. In der kommenden Woche zum Beispiel im Nordhäuser Theater...

Heimweh nach drüben (Foto: Theater) Heimweh nach drüben (Foto: Theater)

Ein Thema zur innerdeutschen Trennung hat sich auch das Junge Theater Göttingen ausgesucht und bringt das Stück „Heimweh nach Drüben“ auf die Bühne. Am 14. März gastiert die Inszenierung im Theater Nordhausen.

Die Geschichte beginnt vor 1989 im Landkreis Nordhausen. Stephan lebt in Niedergebra als Kneipier und von Tauschgeschäften. Er hat seine zweite große Liebe gefunden, die Genossin Bürgermeisterin. Doch wenige Tage vor seiner Hochzeit mit Eva darf Stephan seinen Bruder Hubert im Westen besuchen. Denn der Hotelier feiert seinen 50.

Plötzlich taucht während des Geburtstages Stefans Sohn Martin mit seiner Freundin im Heißluftballon am Himmel auf. Stephan steht in den Medien als Fluchthelfer da, zumal er ohne Vorahnung das Material für den Ballon besorgt hatte. Er kann nicht mehr zurück in die DDR. Und anstatt eines Bräutigams hat die Bürgermeisterin Eva nun die Stasi am Hals. Hubert verplant seinen Bruder aus dem Osten in seinen kommunalen Wahlkampf. Doch Stephan hat Heimweh.

Erst vor wenigen Tagen war der Fernsehfilm „Heimweh nach drüben“ mit dem beliebten Schauspieler und Kabarettisten Wolfgang Stumph zu sehen. Jetzt hat das Publikum die Möglichkeit, die Bühnenfassung des Göttinger Ensembles im Theater Nordhausen zu sehen. Und zwar am 14. März um 19.30 Uhr. Gerade für jüngere Leute ist das mal ein ganz anderer Geschichtsunterricht, die älteren Zuschauer werden sich an manche Szene erinnert fühlen, die sie selbst erlebt haben. „Heimweh nach drüben“ hat zwar einen ernsten Hintergrund, ist aber zum Teil parodistisch und zum Schmunzeln aufgemacht.

Die Komödie „Heimweh nach drüben“ wird im Gedenkjahr „20 Jahre friedliche Revolution“ im Theater Nordhausen gezeigt. Da es nur eine einzige Vorstellung gibt, sollten sich Theaterbesucher rechtzeitig die Karten sichern – entweder an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) oder an den Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH. Die Karten kosten einheitlich 12 Euro (ermäßigt 9 Euro).
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de